Syrische Armee bombardiert türkische besetzte Zone

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In einem ungewöhnlichen Vorfall bombardierte die syrische Luftwaffe vor wenigen Tagen mehrere, nicht identifizierte Ziele nahe den Städten Jarabalus und al-Bab. Beide Orte befinden sich im syrisch-türkischen Grenzgebiet und werden seit Jahren von der Türkei und ihren islamistischen Verbündeten, lose organisiert im Dachverband der „Syrischen Nationalarmee“, gemeinsam verwaltet, nachdem sie den Islamischen Staat in Folge der Operation „Euphrates Shield“ aus der Region vertreiben konnten. Ziel soll ein geheimer Schmuggelring verschiedener islamistischer Milizen sein, welche syrisches Erdöl an die Türkei ausliefern.

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Der Terror kehrt nach Nordsyrien zurück

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Am Dienstag detonierte in der Stadt Tel Halaf, nur wenige Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze entfernt, eine Autobombe und tötete dabei mindestens zwölf Personen und verletzte 20 Weitere. Ziel des Angriffes war ein Militärkonvoi der sogenannten „Syrischen Nationalarmee“, ein Verbund verschiedener islamistischer Gruppierungen aus Afrin und Nord-Aleppo, welche der Türkei die Treue schworen und nun als die Fußsoldaten und Verwalter in Syrien für das nördliche Nachbarland agieren. Mit der neuesten türkischen Großoffensive mit dem Titel „Operation Friedensquelle“ in Nordsyrien auf das Territorium der kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bzw. kurdischen „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) zieht auch die Destabilisierung in der Region ein, der Anschlag in Tel Hafaf reiht sich in den unzähligen Angriffen der vergangenen Wochen ein.

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Türkei startet neue Angriffe in Nordsyrien

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Islamisten im Dachverband der sogenannten „Syrischen Nationalarmee“ und mit der Unterstützung der türkischen Streitkräfte starteten am Samstag einen neuen Angriff auf die gemeinsam von den kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und syrischer Regierung verwalteten Stadt Ain Issa, welche sich vier Kilometer außerhalb der von der Türkei ursprünglich geplanten und mit Russland ausgehandelten „Pufferzone“ an der syrisch-türkischen Grenze befindet. Bisher sind die Ambitionen der Türkei nicht klar, auch da sie sich ansonsten in den anderen Teilen Nordsyriens weitgehend an die Vereinbarung hält. Zudem könnte es in Ain Issa zum erheblichen Widerstand der syrischen Armee kommen, welche mit schweren Kriegsgerät dort stationiert ist.

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Schwerste israelische Luftangriffe auf Syrien seit langem

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Schäden, die ein israelischer Luftangriff im Damaszener Viertel Qudsaya

Vor wenigen Tagen griffen israelische Raketen und Luftangriffe Dutzende Orte im Südosten des benachbarten Syrien an, wie das israelische Verteidigungsministerium in einem seltenen Vorfall offiziell bestätigt. Dabei handelt es sich um die wohl schwersten Angriffe in diesem Jahr, mehrere Gebäude konnten zerstört, die syrische Luftabwehr gekontert und Dutzende Personen getötet werden, darunter auch syrischen Medien zufolge drei Zivilisten. Offiziell sollen Ziele attackiert worden sein, die im direkten Zusammenhang mit den iranischen Revolutionsgarden bzw. ihren Verbündeten wie der libanesischen Hisbollah stehen, jedoch sollen sich unter den getöteten Menschen lediglich Zivilisten und Angehörige des syrischen Militärs befinden.

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Huthi-Rebellen kapern zwei Schiffe

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Von den Houthis zerstörtes Schiff aus dem Jahre 2017

In einem überraschenden Schachzug verkündete ein militärischer Pressesprecher der jeminitischen, zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen die Erbeutung von zwei Schiffen Saudi-Arabiens, welche eigener Darstellung zufolge jemenitische Gewässer gekreuzt und damit die Souveränität des Landes verletzt haben. Saudi-Arabien bestätigte den Vorfall und behauptete hingegen, dass ein Löschboot gekapert wurde, welches einen südkoreanischen mobilen Bohrturm transportierte. Sollten sich die Berichte eines südkoreanischen Schiffes bzw. Bohrturmes bestätigen, würde man das Boot sofort freilassen und den jeweiligen Behörden übergeben, wie die Houthis versicherten. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Houthi-Rebellen ihre Operationen auf die wichtigen Meer-Transportrouten ausdehnt, die den Jemen umgeben.

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Nordsyrien kommt nicht zur Ruhe

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Nahe der etwa 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze entfernten Stadt Tel Tamr gehen die Gefechte zwischen der arabisch-kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), syrischer Armee (SAA) und der von der Türkei unterstützten Islamisten weiter. Von der zwischen der Türkei und Russland mit der Unterstützung der syrischen Fraktionen ausgehandelten Waffenruhe verbleibt in der Region von Tell Tamr nicht mehr viel, stattdessen eskalieren beide Seiten den Einsatz ihrer Waffen, inzwischen ist die Türkei sogar selber an der Front aktiv. Die mehrheitlich christliche Bevölkerung floht vor den heranrückenden Islamisten in der Angst, wie bereits in Afrin oder Tel Abyad für ihren Glauben brutal unterdrückt und beraubt zu werden.

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Neue Proteste im Iran

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Bild der brennenden Zentralbank in Behbahan

Vergangenem Freitag sind in verschiedenen Teilen des Irans neue Proteste und Ausschreitungen ausgebrochen, nachdem die iranische Regierung die Erhöhung des Benzinpreises und partielle Rationierung des Benzins verkündete. Die dadurch entstandenen Demonstrationen endeten bisher in Dutzenden Verletzten und zwei Toten, zudem wurden mehrere Tankstellen und Öldepots angezündet und zerstört. Auch am Samstag gehen die Proteste unvermindert weiter und weiten sich fast auf das gesamte Land aus. Trotz einiger Vorfälle besitzt die neueste Welle an „Aufständen“ bisher einen rein wirtschaftlichen Charakter, nur wenige Stimmen fordern auch einen politischen Umsturz.

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Syrische Armee startet neue Offensive in Idlib

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Überraschenderweise startete die Syrisch-Arabische Armee (SAA) mit der Unterstützung verbündeter Gruppierungen eine neue Militäroffensive in der letzten, noch von Islamisten gehaltenen Provinz Idlib. Bisherigen Berichten zufolge konnten die syrischen Streitkräfte im Osten der Provinz weiter vorrücken und bereits mehrere Orte einnehmen. Im Gegensatz zu den bisherigen Operationen kam es nicht zu wochenlangen, schweren Bombardements durch die syrische und russische Luftwaffe, um dadurch die feindlichen Stellungen zu zerstören. Bisher ist nicht klar, welche Dimension die derzeitige Offensive annehmen wird oder es sich nur um eine lokal beschränkte Operation handelt.

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Über 300 Tote seit Beginn der Proteste im Irak

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Seit über einem Monat dauern die gewaltsamen Proteste und Ausschreitungen im Irak zwischen Zehntausenden Demonstranten und den staatlichen Sicherheitskräften an. Obwohl es zeitweise wieder ruhiger wurde, entbrannten in den vergangenen Tagen immer wieder neue Proteste und deren brutale Niederschlagung, inzwischen wird die Anzahl der Toten von beiden Seiten auf insgesamt 300 geschätzt, Tendenz steigend. Während die Gewalt weiter eskaliert, ist weiterhin keine politische Lösung in Sicht, die inzwischen internationalen Forderungen nach Neuwahlen werden abgelehnt.

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Türkisches Militär überfährt Demonstranten in Nordsyrien

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Der Norden Syriens kommt nicht zur Ruhe. Die vor rund einem Monat begonnene türkische Großoffensive „Operation Friedensquelle“ mit der Unterstützung der innerhalb der sogenannten „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) organisierten Islamisten hat zwar in Folge der russisch-türkischen Vereinbarung ein jähes Ende gefunden, jedoch sind die Kämpfe weiterhin nicht abgeebbt. Islamisten kämpfen weiterhin gegen die kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und die Syrisch-Arabische Armee, weit von den Frontlinien entfernt bildet sich der erste Widerstand. Selbst Russland ist vor der Wut der lokalen Bevölkerung nicht sicher, ihre gemeinsamen Patrouillen mit der Türkei werden immer wieder von Demonstranten attackiert. Zuletzt wurde eine Person getötet, nachdem sie von einem türkischen Fahrzeug überfahren wurde.

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Exilregierung und südjemenitische Separatisten schließen Frieden

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In der Hauptstadt Saudi-Arabiens einigten sich die jemenitische Exilregierung und weite Teile der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung in dem gleichnamigen Riad-Vertrag auf eine Waffenruhe und eine zukünftige Koordination im Kampf gegen die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen im Norden des seit Jahren vom Bürgerkrieg betroffenen Landes. Damit konnte ein innerjemenitischer Konflikt gelöst werden, welcher besonders die Arabische Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate stärkt entlastet und damit im Kampf gegen die Houthis stärkt. Auch wenn das Abkommen von allen Seiten als Gewinn verbucht wird, existiert im Süden des Jemens weiterhin eine tiefe Unzufriedenheit mit der Exilregierung und die Überzeugung, dass man sich vom Rest des Landes abspalten sollte.

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Amerikanische Soldaten kontrollieren die Ölfelder

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Die amerikanischen Streitkräfte bauen ihre Präsenz in der öl- und gasreichen Provinz Deir ez-Zor im Osten Syriens massiv aus, Dutzende Militärkonvois überqueren die syrisch-irakische Grenze oder kehren aus Nordsyrien in die Region zurück, um dort mehrere Militärbasen unter dem Vorwand der „Anti-Terror-Abwehr“ zu errichten. In Wirklichkeit aber ist es der Versuch, der syrischen Regierung und ihren Verbündeten der Zugang zum eigenem Rohöl zu versperren. Alle Ölfelder, die sich im Territorium der einst von der USA aktiv unterstützten kurdisch-arabischen Streitkraft der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) befinden, liegen nun unter dem Schutz amerikanischer Soldaten. Der langfristige Sinn der Operation ist fragwürdig

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Islamisten rücken in Nordsyrien vor

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Mehrere unerwartete Ereignisse in Nordsyrien sorgen für Rätselraten: Obwohl sich die involvierten Schutzmächte Russland und die Türkei auf eine gemeinsame Waffenruhe und sich auf weitere Beschlüsse einigen konnten, kommt es in der Region weiterhin zu schweren Gefechten zwischen den von der Türkei unterstützten syrischen Islamisten, organisiert in dem Dachverband der „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) und der syrischen Armee und Einheiten der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF), in einigen Frontabschnitten zieht sich die Regierungsarmee überraschend zurück und zudem durchqueren amerikanische Militärkonvois die Region, obwohl sie eigentlich einen Rückzug nach Ostsyrien planen.

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