Evakuierung Südsyriens in vollem Gange

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Nachdem die Opposition in den südsyrischen Provinzen Dara’a und Quneitra ihre Waffen niedergelegt hat und derzeit der mit der syrischen Regierung ausgehandelte Evakuierungsprozess in vollem Gange ist, rückt der Islamische Staat in das Augenmerk der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Organisationen. Die einst unter dem Namen bekannte „Jaish Khalid in-Walid“ bekannte sich 2015 zum Kalifen Abu Bakhr al-Baghdadi und schwor ihm die Treue. Ersten Berichten zufolge konnte der Islamische Staat nach der Waffenruhe Dutzende Dörfer in der Grenzregion zu den von Israel kontrollierten Golanhöhen erobern. Währenddessen findet die Evakuierung von Tausenden Kämpfern und Zivilisten aus der Provinz Quneitra statt, wo mindestens ein Busfahrer aus Racheakt getötet wurde.

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Islamisten attackieren Flüchtlingskonvoi

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Die Evakuierung der rund 7.000 schiitischen Einwohner aus den Städten Fuah und Kafraya in der von der Opposition kontrollierten Provinz Idlib ist nicht reibungslos abgelaufen. Vor und während dem Evakuierungsprozess wurden die Scheiben von mehreren der insgesamt 120 Transportbusse eingeschlagen, meistens mithilfe von Steinen oder Schusswaffen. Vor der Abfahrt „inspizierten“ Islamisten unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham) noch die Busse und denunzierten dabei die verbliebenen Kämpfer und Einwohner. Der ägyptische Dschihadist Abul Yaqthan warnte die Einwohner, nicht mehr zurückzukehren, da „Leute wir ihr keinen Platz in Idlib habt“. Zudem gab es bei dem letzten Checkpoint bei al-Eis nahe Aleppo noch Streitigkeiten, die die Evakuierung für Stunden verzögerte.

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Letzte Aufständische kapitulieren in Südsyrien

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Die groß angelegte Offensive der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Organisationen gegen verschiedene islamistischen und oppositionelle Kräfte findet ein frühes Ende, nachdem die Opposition ihre Niederlage angesichts der militärischen Unterlegenheit eingesteht und die letzten Städte und Dörfer auf diplomatischen Wege aufgibt. In Folge der Abkommen zwischen Rebellen und syrischer Regierung sollen die verbliebenen Kämpfer entweder in ein normales Leben zurückkehren oder nach Idlib gebracht werden, die einzige noch von Islamisten gehaltene Provinz in ganz Syrien. Die als „Operation Basalt“ getaufte Offensive startete Ende Juni und konnte innerhalb eines Monats erfolgreich abgeschlossen werden. Mit ihrem Abschluss befindet sich fast der gesamte Süden und damit die Provinzen Dara’a und Quneitra unter der Kontrolle der Regierung, jedoch hält der Islamische Staat noch einige Städte im tiefsten Südwesten des Landes, nahe der jordanischen und israelischen Grenze.

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Letzten belagerte Städte werden evakuiert

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Die beiden schiitischen Städte Fuah und Kafraya in der nordwestlichen Provinz Idlib in Syrien schlossen überraschenderweise einen Deal mit der von verschiedenen islamistischen Kräften beherrschten Opposition, in dessen Folge die beiden Orte vollkommen evakuiert und dafür Islamisten die Kontrolle übernehmen werden. Schätzungsweise bis zu 10.000 Einwohner sollen dementsprechend mithilfe von über 100 Transportbussen Idlib durchqueren und dafür nach Aleppo gebracht werden. Alle Einwohner wurden zusammen evakuiert um die Gefahr von Angriffen auf diesen Konvoi zu verhindern.

Denn bereits im April letzten Jahres gab es einen ähnlichen Versuch, wo aber nur Kranke und alte Menschen nach Aleppo gebracht werden sollten. Dort griffen Islamisten mehrere (leere) Busse an, steckten sie in Brand und töteten mehrere Busfahrer, über 40 Menschen wurden zusdem durch eine Autobombe verletzt. Es ist ein Wunder, dass bei dieser Evakuierung es keinerlei Zwischenfälle gab. Vor Ort sollen die schiitischen Kämpfer ihre Waffen- und Munitionslager erfolgreich zerstört haben, derweil gibt es Berichte von einem getöteten Aufständischen, der in Fuah in eine hinterlassene Mine getreten ist.

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Houthi-Drohnen attackieren Hauptstadt Saudi-Arabiens

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Der inzwischen getötete Ex-Präsident Saleh inspiziert 2015 die neu gebauten Drohnen

Die von den jemenitischen Houthi-Rebellen entwickelten und operierten Angriffsdrohnen des Typs „Samad-2“ sollen eigenen Medienangaben zufolge eine Erdölraffinerie südöstlich der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen und dabei beschädigt haben. Das Unternehmen „Aramco“ bestätigt einen kleinen Brand auf der Anlage bei Riad, spricht jedoch von einem „technischen Fehler“. Interessant ist hierbei auch, dass die Flugabwehr Saudi-Arabiens scheinbar nicht auf den Einsatz einer Drohne vorbereitet war und dementsprechend nicht aktiviert wurde. Die Regierung selber kommentierte diesen Vorfall nicht. Ein Pressesprecher der Houthis berichtet sogar davon, dass die Drohne sicher zurückgekehrt ist. Eine Samad-Drohne wurde in der Vergangenheit noch nicht benutzt.

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Tote bei Protesten im schiitischen Süden des Iraks

 

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Im Süden des Iraks kommt es seit neun Tagen zu Massenprotesten in der wirtschaftlich marginalisierten und verarmten Bevölkerungsmehrheit der Schiiten. Anlass ist die seit Jahren andauernde ökonomische Perspektivlosigkeit der Jugend, dessen Unmut nun zu eskalieren scheint. Die Proteste konnten für einige Zeit lang die gesamte Infrastruktur lahmlegen und waren bereits seit Anbeginn nicht nur friedlich, beispielsweise wurden mehrere Institutionen der irakischen Zentralregierung in Brand gesteckt. Die Regierung versucht mithilfe des Militärs diese Aufstände niederzuschlagen, bisher starben mindestens acht Zivilisten und Hunderte wurden verletzt. Der Unmut ist Ausdruck eines größeren Problems im Irak, wo die schiitische Bevölkerung trotz ihrer enormen Opfer am wenigsten von der Situation profitiert hat.

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Syrische Armee macht enorme Gewinne entlang israelischer Grenze

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Bewohner von Tafas feiern den Einzug der syrischen Armee und Regierung

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen setzen ihre Erfolgsoffensive im Südwesten Syriens fort und konzentrieren sich inzwischen auf die an Israel angrenzende Provinz Quneitra, nachdem sich ein Großteil der Provinz Dara’a unter der Kontrolle der syrischen Regierung befindet. Ungeachtet der militärischen Erfolge kommt es erstmals seit längerer Zeit wieder zum Widerstand, als man auf das Kerngebiet von Islamisten vorstoßt. Unter der neuen Eskalation leiden vor allem die eingeschlossenen Zivilisten, die nirgendwohin fliehen können.

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