Islamischer Staat kapituliert in Damaskus

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Umfassende Zerstörung in al-Yarmouk

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen konnten einen entscheidenden Sieg in der syrischen Hauptstadt Damaskus davontragen: Die letzten verbliebenen Kämpfer des Islamischen Staates stimmten einer Evakuierung zu, nachdem die syrische Armee vor einem Monat eine groß angelegte Offensive auf die vom IS gehaltenen Viertel im Südteil der Millionenstadt gestartet haben. Das inzwischen fast gänzlich zerstörte palästinensische Flüchtlingslager al-Yarmouk fällt demnach wieder unter der Kontrolle der syrischen Regierung, wodurch auch samt Damaskus und die umliegende Region von Rif Dimashq von der Regierung kontrolliert wird, ein wichtiger Sieg auf dem Weg zur vollständigen Wiedereroberung des syrischen Territoriums.

Diese Entscheidung und Willigkeit zu diplomatischen Verhandlungen kam überraschend, ist der Islamische Staat doch mit wenigen Ausnahmen wie in Raqqah oder dem Anti-Libanon-Gebirge zu keinerlei Einigungen bereit gewesen und haben stets den Tod bevorzugt als aufzugeben. Nach derzeitigen Stand besagt der Deal ähnlich seinen Vorgängen, dass die IS-Kämpfer leichte Handwaffen mitführen können und nach Badia al-Sham transportiert werden, also in die syrische Wüste, wo noch einigte versprengte IS-Einheiten um ihr Überleben kämpfen. Insgesamt sollten es nicht mehr als einige Hunderte IS-Kämpfer, die sich in Damaskus und in der Wüste aufhalten.

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Mysteriöse Explosionen auf der Hama-Luftbasis

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Am Freitag ereigneten sich mindestens sechs große Explosionen auf dem Luftwaffenstützpunkt westlich der zentralsyrischen Großstadt Hama. Die durch die Explosionen verursachten Geräusche und Rauchschwaden konnten über der gesamten Stadt hinweg gesehen werden, wie veröffentlichte Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken beweisen. Bisher ist nicht bekannt, was der genaue Verursacher für dieses Ereignis war. Während man derzeit davon ausgeht, dass der Hintergrund einfach die falsche Lagerung und dadurch entstandene Entzündung von Munitionslagern war, bekannte sich einen Tag später eine bisher unbekannte Oppositionsgruppierung.

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Syrische Armee plant neue Offensive in Idlib

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Nach dem Abschluss der Armeeoperationen in den Regionen um Damaskus und Homs scheint die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen eine neue Offensive gegen die syrische Opposition zu starten. Derzeitigen Gerüchten handelt es sich dabei um eine altbekannte Region: Die Provinz Idlib. Die Städte entlang der vitalen M5-Straße zwischen Aleppo und Damaskus sollen dabei ins Visier rücken, nachdem man bereits zu Beginn des Jahres weite Teile von Ost-Idlib sichern konnte. Dadurch schrumpft das Kontrollgebiet der aufständischen Rebellen immer weiter, neben der Provinz Idlib und Aleppo kontrollieren sie lediglich weite Landstriche in der Provinz Da’ara im Süden des Landes, entlang der jordanischen und israelischen Grenze.

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Syrische Armee dringt im Viertel Hajar al-Aswad in Damaskus vor

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Nach den schnellen Schlägen und Erfolgen der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen im Kampf gegen den Islamischen Staat im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ist die derzeit anlaufende Operation wesentlich erlahmt, nachdem man über 75% der einst vom IS gehaltenen Gebiete erobern konnte und man nun im dicht besiedelten, bebauten und befestigtes Gebiet im palästinensischen Flüchtlingslager al-Yarmouk vordringt. Trotz dieser „Rückschläge“ konnten die syrischen Streitkräfte mehrere Erfolge erzielen und wichtige Häuserkomplexe sichern. Die Terrormiliz wird dabei immer weiter zurückgedrängt.

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Nord-Homs unter Kontrolle der syrischen Regierung

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Flagge der Syrischen Republik in al-Rastan gehisst

Wie das syrische Verteidigungsministerium offiziell bestätigt befindet sich nun ein Areal in der Fläche von etwa 1200km² unter der Kontrolle der syrischen Regierung, nachdem man das Gebiet in Folge von diplomatischen Verhandlungen erobern konnte. Zuvor hielten relativ moderate Streitkräfte der syrischen Opposition das Gebiet, waren jedoch in der Region um Rastan nördlich der zentralsyrischen Großstadt Homs militärisch und politisch isoliert und hätten einer militärischen Offensive nicht standhalten können. Dementsprechend handelte man eine Evakuierung aus, die bisher 20.000 Menschen (davon meistens Kämpfer und ihre Familienmitglieder) akzeptierten und dementsprechend in die Provinz Idlib oder Aleppo gebracht wurden, wo Islamisten das Gros der Territorien halten.

Damit kontrolliert die syrische Regierung durchgehend die gesamte Straße zwischen Damaskus und Hama, die bei Ost-Ghouta inzwischen wieder repariert wurde und nun auch genutzt wird. Außerhalb von diversen Wüstengebiet unter dem Schirm der USA kontrolliert die Regierung zudem auch die gesamte Provinz Homs.

Die Region um Rastan liegt zwischen den Großstädten Hama und Homs und verläuft größtenteils entlang der vitalen M5-Straße, die diese beiden Städte miteinander verbindet. Aufgrund ihrer isolierten Position gab es kaum einen islamistischen/dschihadistischen Einfluss auf die dort ansässigen Kämpfer. Zugleich aber gibt es seit Jahren dort keine Gefechte mehr, zuletzt gab es kleinere Plänkeleien bei dem Dorf Zara, woraufhin Dutzende Alawiten von der Opposition getötet wurden. Bereits in der Vergangenheit gibt es immer wieder Verhandlungen zwischen den Aufständischen und der Regierung, wobei besonders Russland und ihr „Versöhnungszentrum“ eine entscheidende Rolle einnehmen. Zurzeit gibt es beispielsweise Gespräche über die freie Nutzung der M5-Straße für alle Fraktionen, wofür die russische Militärpolizei stationiert werden soll.

 

Syrische Armee betritt erste Orte nach Evakuierungsdeal bei Homs

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Streitkräfte der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) übernahmen viele Ortschaft in der Region um Rastan, welche zuvor unter der Kontrolle der syrischen Opposition standen. Die in Zentralsyrien gelegenen Gebiete handelten vor einigen Wochen eine Vereinbarung mit der syrischen Regierung aus, in dessen Ergebnis sämtliche Kämpfer und Zivilisten (insofern sie wollen) ein Abzug nach Idlib oder Jarablus ermöglicht wird, welche von der Opposition bzw. der Türkei kontrolliert werden. Erstes Ergebnis war die offizielle „Eroberung“ sämtlicher Dörfer östlich der M5-Straße, darunter al-Qantara, al-Qarbatiya, al-Nazara, Tal Damina, Damina, Burighit, al-Jamala, Tulul al-Humur, Aaidun und al-Dalak.

Die Opposition selber kontrolliert weiterhin viele Orte westlich von M5, darunter auch die wichtigsten Städte wie Rastan oder Talbiseh. Die bei Homs fest sitzenden Kämpfer waren allgemein schlecht und sehr leicht ausgerüstet, verfügten kaum über Fahrzeuge und haben zudem (dank einer effektiven Waffenruhe) kaum Kampferfahrung aufgrund ihrer isolierten Position. Ein militärisches Unternehmen wäre von vorneherein zum scheitern verurteilt gewesen, auch weil die Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter ihrem Anführer Suheil al-Hassan eingesetzt werden sollte.

Die Region um Rastan liegt zwischen den Großstädten Hama und Homs und verläuft größtenteils entlang der vitalen M5-Straße, die diese beiden Städte miteinander verbindet. Aufgrund ihrer isolierten Position gab es kaum einen islamistischen/dschihadistischen Einfluss auf die dort ansässigen Kämpfer. Zugleich aber gibt es seit Jahren dort keine Gefechte mehr, zuletzt gab es kleinere Plänkeleien bei dem Dorf Zara, woraufhin Dutzende Alawiten von der Opposition getötet wurden. Bereits in der Vergangenheit gibt es immer wieder Verhandlungen zwischen den Aufständischen und der Regierung, wobei besonders Russland und ihr „Versöhnungszentrum“ eine entscheidende Rolle einnehmen. Zurzeit gibt es beispielsweise Gespräche über die freie Nutzung der M5-Straße für alle Fraktionen, wofür die russische Militärpolizei stationiert werden soll.

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Hunderte Houthi-Kämpfer kapitulieren im Jemen

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Im Westen der zentraljemenitischen Provinz Taiz mussten die zaidischen Houthi-Rebellen, ebenfalls bekannt unter dem Namen „Ansar Allah“, eine schwere Niederlage erleiden. Nachdem verschiedene Milizen und Streitkräfte, entweder unter dem Kommando der international anerkannten Hadi-Regierung oder der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung, in den letzten Wochen eine groß angelegte Offensive in der Region um al-Waziyah starteten, kapitulierten am Samstag die letzten verbliebenen Houthi-Kämpfer vor Ort, nachdem sämtliche Nachschubwege abgeschnitten wurden und man faktisch umkreist war. Nach einer langen Zeit der Stillstands im jemenitischen Konflikt handelt es sich hierbei um eine der größten Entwicklungen in den letzten Jahren, die das Gleichgewicht im Land erheblich zugunsten des Südens kippen könnte.

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