Über 300 Tote seit Beginn der Proteste im Irak

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Seit über einem Monat dauern die gewaltsamen Proteste und Ausschreitungen im Irak zwischen Zehntausenden Demonstranten und den staatlichen Sicherheitskräften an. Obwohl es zeitweise wieder ruhiger wurde, entbrannten in den vergangenen Tagen immer wieder neue Proteste und deren brutale Niederschlagung, inzwischen wird die Anzahl der Toten von beiden Seiten auf insgesamt 300 geschätzt, Tendenz steigend. Während die Gewalt weiter eskaliert, ist weiterhin keine politische Lösung in Sicht, die inzwischen internationalen Forderungen nach Neuwahlen werden abgelehnt.

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Türkisches Militär überfährt Demonstranten in Nordsyrien

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Der Norden Syriens kommt nicht zur Ruhe. Die vor rund einem Monat begonnene türkische Großoffensive „Operation Friedensquelle“ mit der Unterstützung der innerhalb der sogenannten „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) organisierten Islamisten hat zwar in Folge der russisch-türkischen Vereinbarung ein jähes Ende gefunden, jedoch sind die Kämpfe weiterhin nicht abgeebbt. Islamisten kämpfen weiterhin gegen die kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und die Syrisch-Arabische Armee, weit von den Frontlinien entfernt bildet sich der erste Widerstand. Selbst Russland ist vor der Wut der lokalen Bevölkerung nicht sicher, ihre gemeinsamen Patrouillen mit der Türkei werden immer wieder von Demonstranten attackiert. Zuletzt wurde eine Person getötet, nachdem sie von einem türkischen Fahrzeug überfahren wurde.

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Exilregierung und südjemenitische Separatisten schließen Frieden

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In der Hauptstadt Saudi-Arabiens einigten sich die jemenitische Exilregierung und weite Teile der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung in dem gleichnamigen Riad-Vertrag auf eine Waffenruhe und eine zukünftige Koordination im Kampf gegen die schiitisch-zaidischen Houthi-Rebellen im Norden des seit Jahren vom Bürgerkrieg betroffenen Landes. Damit konnte ein innerjemenitischer Konflikt gelöst werden, welcher besonders die Arabische Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate stärkt entlastet und damit im Kampf gegen die Houthis stärkt. Auch wenn das Abkommen von allen Seiten als Gewinn verbucht wird, existiert im Süden des Jemens weiterhin eine tiefe Unzufriedenheit mit der Exilregierung und die Überzeugung, dass man sich vom Rest des Landes abspalten sollte.

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Amerikanische Soldaten kontrollieren die Ölfelder

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Die amerikanischen Streitkräfte bauen ihre Präsenz in der öl- und gasreichen Provinz Deir ez-Zor im Osten Syriens massiv aus, Dutzende Militärkonvois überqueren die syrisch-irakische Grenze oder kehren aus Nordsyrien in die Region zurück, um dort mehrere Militärbasen unter dem Vorwand der „Anti-Terror-Abwehr“ zu errichten. In Wirklichkeit aber ist es der Versuch, der syrischen Regierung und ihren Verbündeten der Zugang zum eigenem Rohöl zu versperren. Alle Ölfelder, die sich im Territorium der einst von der USA aktiv unterstützten kurdisch-arabischen Streitkraft der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) befinden, liegen nun unter dem Schutz amerikanischer Soldaten. Der langfristige Sinn der Operation ist fragwürdig

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Islamisten rücken in Nordsyrien vor

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Mehrere unerwartete Ereignisse in Nordsyrien sorgen für Rätselraten: Obwohl sich die involvierten Schutzmächte Russland und die Türkei auf eine gemeinsame Waffenruhe und sich auf weitere Beschlüsse einigen konnten, kommt es in der Region weiterhin zu schweren Gefechten zwischen den von der Türkei unterstützten syrischen Islamisten, organisiert in dem Dachverband der „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) und der syrischen Armee und Einheiten der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF), in einigen Frontabschnitten zieht sich die Regierungsarmee überraschend zurück und zudem durchqueren amerikanische Militärkonvois die Region, obwohl sie eigentlich einen Rückzug nach Ostsyrien planen.

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Islamischer Staat bestätigt den Tod von al-Baghdadi, neuer Kalif ernannt

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In einem kürzlich veröffentlichten Statement bestätigte der Islamische Staat den Tod des ehemaligen Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi durch eine amerikanische Spezialoperation in der letzten, noch von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib in Syrien. Zudem sprach man ebenfalls von der Ermordung des vorherigen Pressesprechers Abu al-Hassan al-Muhajir, der die rechte Hand al-Baghdadis war und nahe der syrisch-türkischen Grenzstadt Jarablus im Norden von Aleppo durch eine zweite Geheimoperation der USA getötet wurde. Die über die offizielle IS-Nachrichtenagentur al-Furqan veröffentlichte Audiobotschaft wurde vom neuen Anführer des selbsternannten islamischen Kalifats verfasst: Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurayshi. Er kündigte keinen Wandel der derzeitigen Taktiken oder Strukturen der Terrormiliz an.

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Kämpfe gehen in Nordsyrien weiter

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Syrische Einheiten nahe Kobane

Obwohl eigentlich Frieden in Nordsyrien nach der Stationierung der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und der russischen Streitkräfte herrschen sollte, kommt es an vereinzelten Orten auch weiterhin zu Gefechten zwischen den kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) und der syrischen Armee auf der einen Seite und den von der Türkei unterstützten Islamisten, zusammengefasst unter dem Dachverband der „Syrischen Nationalarmee“ auf der anderen Seite. Zwar konnten sich Russland und die Türkei vor rund einer Woche auf eine Waffenruhe und die Bestätigung des Status Quo festlegen, jedoch scheint dieser Deal nicht im Interesse der Islamisten zu sein. Seitdem konnten sie mehrere Orte in der nordsyrischen Region erobern und Kriegsverbrechen verüben.

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