Gewalteskalation zwischen kurdischen Parteien im Zuge der irakischen Wahlen

DdEd0O9XkAAHp3e.jpg

Im kurdischen Autonomiegebiet im Norden des Iraks eskalierten Streitigkeiten aufgrund der derzeit andauernden Parlamentswahlen. Nach Abschluss des Wahlganges äußerten mehrere kleinere kurdische Parteien den Vorwurf, dass es an vielen Orten in der Provinz Suleimaniyah zu Wahlmanipulation und -fälschung gekommen ist, die die „Patriotische Union Kurdistan“ (PUK) begünstigt hätte, die derzeit regierende Partei in Suleimaniyah. Später schloss sich ebenso die „Demokratische Partei Kurdistans“ (KDP) dem Protest an, zusammen verlangen sie nun eine „manuelle Auszählung“ der Stimmen. Dieser Konflikt endete in gewaltsamen Zusammenstößen, nachdem Unbekannte auf das Hauptgebäude der Gorran-Partei schossen.

Weiterlesen

Advertisements

SDF rückt an irakischer Grenze gegen den Islamischen Staat vor

Dc6ljuVW0AA-J4q.jpg

Das von den USA unterstützte arabisch-kurdische Milizenbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) führt nun seit über einer Woche eine neue Offensive gegen den Islamischen Staat in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor an, wo die Terrororganisation noch einige Dörfer entlang des Euphrats und Wüstengebiete hält. Das Bündnis hat dabei Erfolge und Niederlagen zu verzeichnen, besonders erfolgreich ist  die Spaltung des IS-Territoriums in zwei Teile entlang der syrisch-irakischen Grenze.

Weiterlesen

Letzte Rebellen verlassen Damaskus

Dc6glcoW0AAdruy.jpg

Die Flagge der syrischen Republik wurde in Babbila gehisst

Die letzten Aufständischen in der syrischen Hauptstadt Damaskus verließen die von ihnen gehaltenen Viertel im Süden der Millionenstadt, nachdem es zu einer Vereinigung zwischen der dortigen Opposition und der syrischen Regierung kam. Dieser Deal besagt die freiwillige Evakuierung der Kämpfer und Zivilisten mithilfe von Transportbussen in die nordwestlich gelegene Provinz Idlib oder den von der Türkei kontrollierten Territorien in Nord-Aleppo und Afrin. Ihnen ist dabei die Mitnahme von leichten Waffen erlaubt, sonstiges Kriegsgerät und Dokumente wurden zuvor verbrannt oder an die syrische Armee abgegeben. Alternativ kann man auch weiterhin in Damaskus verweilen oder vorübergehend in ein Hilfslager werden als Zivilist, aufständische Kämpfer können eine Generalamnestie akzeptieren und können für die nächsten sechs Monate nicht eingezogen werden.

Weiterlesen

Houthis schießen neue Raketensalven auf Saudi-Arabien

DcusLrWWkAQ-yOp.jpg

Die jemenitischen Houti-Rebellen, auch bekannt unter dem Namen „Ansar Allah“, starteten zum wiederholten Male mehrere Raketenangriffe auf Saudi-Arabien, das mit den Houthis zutiefst verfeindete Nachbarland. Ziele waren scheinbar mehrere wirtschaftlich wichtige Industrieanlagen im Süden des Landes und die Hauptstadt Riad. Einwohner berichteten von vier lauten Explosionen, die wohl durch den Abschuss der Raketen entstanden sind. Es gibt weder Berichte von Toten, Verletzten oder Sachschäden, da die Raketen über der Wüste abgefangen wurden.

Weiterlesen

Neue Eskalation zwischen Israel, Iran und Syrien

DczdAfWXUAA_5XA.jpg

Die syrische Luftabwehr ist in Damaskus aktiv

Die militärische Situation ist an der Grenze zwischen Syrien und der von Israel besetzten Golanhöhen eskaliert, nachdem beide Seiten wiederholt Raketen- und Artillerieangriffe auf das jeweilige Nachbarland gestartet haben. Als Auslöser gilt ein angeblicher Raketenangriff des Irans auf mehrere Ziele auf den Golanhöhen. Darauf wiederum startete die israelische Armee und Luftstreitkräfte groß angelegte Bombardierungen auf über 50 Ziele im Großraum von Damaskus, die angeblich dem Iran zugeschrieben werden. Dabei wurde auch der libanesische Luftraum zum wiederholten Male benutzt bzw. verletzt. Aufgrund einer derart unbekannten Dimension israelischer Bombardierungen intervenierte ebenfalls die syrische Armee und begann selber mit Artilleriefeuer auf mehrere Ziele auf den Golanhöhen. Damit handelt es sich um die größte Eskalation zwischen dem Iran, Israel und Syrien seit 1974.

Tatsächlich gibt es keine Beweise für einen iranischen Hintergrund, jedoch ist diese Option durchaus wahrscheinlich und zumindest nicht auszuschließen. Die iranischen Quds-Brigade startete laut der IDF 20 Raketen von Damaskus aus, lediglich zwei davon konnten vom „Iron Dome“ abgeschossen werden, ein Großteil soll direkt wieder im syrischen Territorium abgestürzt sein. Die Regierung rief dazu auf, dass sich die Bevölkerung in Sicherheit begeben soll, überall schallten die Alarmsirenen. Veröffentlichte Videos in den sozialen Netzwerken beweisen hingegen, dass zumindest einige Raketen ihr Ziel erreichten, weitere Informationen sind aber bisher ungeklärt.

Weiterlesen

Syrische Armee geht gegen den Islamischen Staat in der Wüste vor

Dcrd_awWAAAgSnf

Die syrische Regierung bzw. Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen kämpfen nicht nur in der syrischen Hauptstadt Damaskus gegen den Islamischen Staat, sondern attackierte am Dienstag ebenfalls Verteidigungspositionen der Terrororganisation in der syrischen Wüste. Nach den erheblichen Erfolgen im Kampf gegen den IS im Osten des Landes zogen sich viele IS-Kämpfer in die Wüste zurück, um dort im Guerilla-Stil immer wieder Überfälle auf umliegende Dörfer zu starten. Nun konnten verschiedene Milizen die letzte Siedlung erobern, die sich östlich des Euphrats unter der Kontrolle des Islamischen Staates befindet.

Weiterlesen

Israelische Raketen treffen syrisches Industriegebiet

DcsqwBEWsAAY3rJ.jpg

Syrischen Meldungen zufolge trafen mindestens drei israelische Raketen ein Gewerbegebiet südlich der syrischen Hauptstadt Damaskus. Nur eine Stunde nach der Verkündigung Donald Trumps, dass sich die USA aus den Iran-Verhandlungen zurückziehen und sogar weitere Sanktionen verhängen werden, gab es die ersten Berichte von Bränden in diesem Industriepark bei al-Kiswah. Scheinbar konnten zwei Ziele erfolgreich getroffen werden: Eine Fabrikanlage und ein Militärkonvoi, der wahrscheinlich zum Iran gehörte. Bisher gibt es keine Berichte von getöteten oder verletzten Personen, anhand der Ausmaße sind Tote jedoch sehr wahrscheinlich.

Direkt gegenüber al-Kiswah befindet sich zudem ein syrischer Militärstützpunkt, welcher in den vergangenen Jahren und Monaten unauffällig stark ausgebaut wurde und deswegen von vielen Medien als „iranische Basis“ bezeichnet werden, jedoch existieren keine genaueren Beweise für diese Behauptung. Bereits in den vergangenen Tagen berichtete das israelische Militär von „ungewöhnlichen Entwicklungen“ im Nachbarland und sagen einen iranischen Angriff auf Israel voraus, auch hierfür fehlen aber die Beweise und es erscheint eher unwahrscheinlich.

Erst vor einer Woche bombardierten israelische Kampfjets die Militärbasis der 37. Infanteriebrigade nahe der Stadt Hama, die ebenfalls von iranischen Streitkräften genutzt wurde und die dadurch verursachte Explosion ein Erdbeben verursachte. Schon davor bombardierte Israel den Tiyas-Luftwaffenstützpunkt im Zentrum des Landes bei Homs, wo sieben iranische Soldaten und geringe Materialschäden entstanden sind. Tiyas galt als Operationszentrum für den Einsatz iranischer Drohnen im Land, Eine davon wurde angeblich am selben Tag die israelische Grenze überflog und daraufhin abgeschossen wurde. Genau wie bei den etlichen vorherigen Angriffen besteht hier kein Zusammenhang mit dem angeblichen „Giftgasangriff“ der syrischen Armee in Ost-Ghouta, stattdessen wird die Bekämpfung des Terrorismus und vor allem des iranischen Einflusses als Vorwand für derartige Aktionen genutzt.