Großer IS-Angriff auf syrisch-irakische Grenzstadt zurückgeschlagen

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Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen konnten einen Angriff auf die Stadt Abu an der syrisch-irakischen Grenze im Euphrat-Tal aufhalten, nachdem für mehrere Stunden intensive Gefechte andauerten. Der Islamische Staat griff von mehreren Fronten aus die einst 50. Einwohner zählende Stadt an und konnte sogar für einige Zeit umliegende Gebiete erobern und halten, mussten sich jedoch am Ende durch syrische Luftschläge und dem Erreichen neuer Verstärkungen zurückziehen und aufgeben. In den letzten Wochen vermehrten sich die Angriffe und Überfälle des IS auf die syrische Regierung in der Region, dieser Vorfall stellt bisher den schwersten dar.

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IS schießt angeblich Jet ab

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Die semi-offizielle Nachrichtenagentur AMAQ des Islamischen Staates verkündete am Montag morgen den Abschuss eines Kampfflugzeuges der syrischen Luftstreitkräfte. Demzufolge wurde der Jet in der Nähe von Abu Kamal zerstört, den letzten Gebieten des IS in Syrien. Auch wenn dieses Szenario möglich ist könnte es sich ebenfalls um einen technischen Defekt gehandelt haben, was bereits in der Vergangenheit vermehrt Verursacher von Flugzeugabstürzen war. Ebenfalls berichtet AMAQ von der Gefangennahme der zwei Piloten, die sich somit nun in Gewahrsam befinden.

Vor wenigen Tagen wurde ein Pilot lebendig verbrannt, welcher noch vor mehreren Jahren vom Islamischen Staat gefangen genommen wurde. Höchst wahrscheinlich werden diesen Piloten das gleiche Schicksal ereilen.

 

Syrische Armee erobert letzte IS-Hochburg

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Die Syrisch-Arabische (SAA) konnte in Kooperation mit den irakischen Streitkräften und verschiedenen Milizen die letzte, größere Stadt des Islamischen Staates in ihrem Kernterritorium in Irak und Syrien erfolgreich erobern. Abu Kamal befindet sich in der ost-syrischen Provinz Deir ez-Zor am Euphrat und liegt etwa sechs Kilometer von der irakischen Grenze entfernt.

Entgegen den ursprünglichen Meldungen und Berichten von diversen arabischen Fernsehsendern und dem syrischen Verteidigungsministerium wurde Abu Kamal nicht in nur wenigen Stunden erobert, stattdessen dauerten die Kämpfe etwa zwei Wochen an. Veröffentlichte Videos der Hisbollah zeigen intensive Häuserkämpfe zwischen den beiden Fraktionen, der Islamische Staat leistete in der Stadt noch seinen letzten Widerstand. Komplexe Tunnel- und Gräbensysteme wie in Mossul oder Raqqah erschwerten der Armee das schnelle Fortschreiten.

Erst unter etlichen Materialverlusten und der Unterstützung der offensiven Eliteeinheit der „Tiger Forces“ und Artillerie stürmte man zunächst die nördlichen und westlichen Bezirke der Stadt. Derzeitig laufen noch Operationen zur Minenentschärfung an.

Effektiv kontrolliert der Islamische Staat nur noch einige Dörfer am Euphrat und größere Wüstengebiete, die jedoch keinerlei strategischen Wert besitzen. Damit ist aber noch lange nicht der Untergang des Islamischen Staates besiegelt, er wird zu Guerilla-Taktiken übergehen und weiterhin Anschläge verüben, in Nord-Bagdad gibt es mehrere Trainingscamps, wo Selbstmordattentäter „ausgebildet“ werden und immer wieder Anschläge in Bagdad und in der Umgebung verüben. Dennoch wurde dem IS damit das Rückgrat gebrochen, es wird nie wieder eine derartig effektive Kampfkraft besitzen.

Damit werden enorme Kapazitäten der syrischen Streitkräfte von ihrer östlichen Front befreit. Dadurch könnten zukünftig größere Operationen gegen die Opposition anlaufen, vor allem in Groß-Idlib bzw. in den Provinzen Hama und Aleppo. Bereits in den vergangenen Wochen kam es zu Feuergefechten zwischen den beiden Fraktionen, die Größten in den vergangenen Monaten.

Außerdem bedeutet die Eroberung von Abu Kamal das Ende der amerikanischen Hoffnungen, mithilfe der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Norden und FSA-Einheiten in der syrischen Wüste die syrische Regierung vom irakischen Territorium abzuschneiden. Die derzeitige Okkupation amerikanischer, britischer und norwegischer Spezialeinheiten des syrisch-irakischen Grenzüberganges al-Tanf wird damit überflüssig.

Abu Kamal unter Kontrolle des IS

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Entgegen voreiligen Berichten der vergangenen Tage konnte der Islamische Staat bis dato seine letzte größere Stadt in Syrien, Abu Kamal, halten und erfolgreich vor der anrückenden Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und Verbündeten verteidigen. Im Gegensatz zu den bisherigen Angaben wie z.B. von der Syrischen Beobachtungsstelle hatte der IS die Stadt nicht wiedererobert, sondern hat sie in Wirklichkeit nie verloren.

Am Freitag veröffentlichte Videos von offiziellen Medien des Islamischen Staates zeigen mehrere Kämpfe in und um Abu Kamal, wobei mehrere klar ersichtliche Strukturen innerhalb der Stadt gezeigt werden, darunter eine Brücke am südlichen Eingang der Stadt und ein Kreisverkehr in den nördlichen Teilen des Ortes. Weiterhin gibt es Gefechte an den äußeren Stadtteilen, wo mehrere Panzer der syrischen Armee zerstört wurden.

Medienkanäle der Hisbollah bestätigen diesen Eindruck, welche lediglich Kämpfer von verschiedenen Milizen aus dem Irak in der Nähe der Stadt zeigen. Reporter von syrischen Fernsehsendern geben Interviews in Huwayjat Baghuz, einem Dorf an der syrisch-irakischen Grenze und etwa vier Kilometer von Abu Kamal entfernt.

Dieser enorme Widerstand des Islamischen Staates ist ungewöhnlich und unerwartet, am Mittwoch gab es von verschiedenen Medien Berichte über die Eroberung, darunter auch vom ansonsten äußerst glaubwürdigen syrischen Verteidigungsministerium. Es wurden ähnliche Szenarien wie in al-Mayadeen, Tel Afar, al-Qaim oder Hawijah erwartet, wo IS-Kämpfer ohne Widerstand die Städte aufgegeben haben. Es gibt diverse Gerüchte über den Aufenthalt vom IS-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi in der Stadt, was aber nicht bestätigt ist.

Die ostsyrische Stadt in der Provinz Deir ez-Zor ist die letzte „Hochburg“ des Islamischen Staates in seinen Kernterritorien im Irak und Syrien. Nach der Eroberung würde der IS lediglich eine Präsenz in diversen Dörfern und Wüstengebieten aufrecht erhalten können.

 

Syrische Armee erreicht letzte IS-Hochburg

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Gruppierungen sollen die letzte Hochburg des Islamischen Staates in ihrem Kernterritorium im Irak und Syrien, Abu Kamal, vollständig umkreist haben. Der libanesische und der Hisbollah nahe stehende Fernsehsender al-Manar berichtet ebenfalls davon, dass verschiedene Einheiten die Stadt bereits von der irakischen Grenze aus betretet haben. Die irakische Armee soll ebenfalls involviert sein.

Die Kooperation zwischen den beiden Ländern bzw. Armeen ist kein großes Geheimnis. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, wo z.B. irakische Luftstreitkräfte IS-Ziele im syrischen Territorium bombardieren konnten und umgekehrt. In Bagdad existiert eine gemeinsame Kommandozentrale, wo auch die Geheimdienste zusammenarbeiten. Dies geschieht unter dem wachenden Auge der USA, die diese Entwicklung kritisch sehen. Denn diese Operation bedroht den Versuch der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und der kurdischen YPG, Abu Kamal zu erobern und damit eine Verbindung zwischen der irakischen und syrischen Regierung zu verhindern.

Irakische Einheiten betreten Syrien im Kampf gegen den IS

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Syrischer T90-Panzer bei al-Qaim, Irak

Einheiten der irakischen Armee und verbündete Milizen unter dem Dachverband der „Volksmobilisierungseinheiten“ bzw. Hashd al-Shaabi betreten syrisches Territorium von der erst kürzlich eroberten Stadt al-Qaim und dem Grenzübergang al-Husaybah im Irak, um gegen den Islamischen Staat vorzugehen und seine letzte relevante Stadt, Abu Kamal, zu erobern. Dabei kooperieren sie eng mit der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) zusammen, die irakischen Berichten zufolge ebenfalls im Irak aktiv waren und jetzt die Offensive der irakischen Armee unterstützen.

Den bisherigen, unbestätigten Angaben zufolge drangen irakische & syrische Einheiten bis in das Dorf Suwayyah vor, nur wenige Kilometer südlich von Abu Kamal. Damit rückt die Stadt in greifbarer Nähe, die Eroberung würde der Untergang des IS in seinem „Kerngebieten“ bedeuten.

Der irakische Fernsehsender übertrug gestern live das Geschehen um al-Qaim, dabei wurde ein Soldat der syrischen Armee interviewt und damit die Präsenz syrischer Truppen im Irak bestätigt. Außerdem gab es Bilder von einem syrischen T-90-Panzer mit den lediglich in Syrien produzierten Verteidigungssystem Sahab-1. Ein Pressesprecher der Gruppierung „Kata’ib Hisbollah“ bestätigte wiederum den Entschluss, dass man weiter in Syrien operieren wird, da der Irak bzw. al-Qaim nicht gesichert werden könne, solange sich das syrische Grenzgebiet unter der Kontrolle des Islamischen Staates befindet. Der britisch-irakischen Zeitung al-Araby al-Jadeed zufolge gibt es bereits seit September eine Präsenz syrischer Einheiten und der Hisbollah im Irak.

Die Kooperation zwischen den beiden Ländern bzw. Armeen ist kein großes Geheimnis. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, wo z.B. irakische Luftstreitkräfte IS-Ziele im syrischen Territorium bombardieren konnten und umgekehrt. In Bagdad existiert eine gemeinsame Kommandozentrale, wo auch die Geheimdienste zusammenarbeiten. Dies geschieht unter dem wachenden Auge der USA, die diese Entwicklung kritisch sehen. Denn diese Operation bedroht den Versuch der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und der kurdischen YPG, Abu Kamal zu erobern und damit eine Verbindung zwischen der irakischen und syrischen Regierung zu verhindern.