Anschlag auf Moschee in Sinai, Ägypten

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In einer sufitischen Moschee auf der ägyptischen Halbinsel Sinai kam es zu einem Anschlag, nachdem mindestens eine große Explosion zu hören war. Die Moschee im Dorf al-Rawda war aufgrund des Freitagsgebetes gefüllt als es zu dem Vorfall kam, gefolgt von mehreren Angriffen auf Rettungspersonal und fliehende Menschen. Arabische Medien sprechen derzeit von über 200 Toten und dutzenden Verletzten. Mehrere Länder und Organisationen verurteilten den Angriff.

Die angewendeten Taktiken und der Ort schließen auf den Islamischen Staat in Ägypten zurück, der auf Sinai und in der Region um Bir al-Abd eine entscheidende Präsenz besitzt. Wie beim Angriff am 11. September bei al-Talul wurden Krankenwagen und Ersthelfer beschossen, um eine medizinische Versorgung größtmöglichst herauszuzögern.

Der ägyptische Präsident al-Sisi verkündete derweil nach stundenlangen Sitzungen mit dem Militär eine neue Operation auf Sinai gegen den Islamischen Staat und Jund al-Islam, eine al-Qaida nahe stehende Gruppierung. In der Nähe des Anschlages wurde angeblich ein Konvoi des IS mit der Unterstützung der ägyptischen Luftstreitkräfte angegriffen, dabei sollen 15 IS-Kämpfer und zwei Pick-Ups zerstört worden sein.

 

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Ägyptische Armee schlägt IS-Angriff zurück

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Auf der ägyptischen Halbinsel Sinai kam es am Freitag zu der bis dato größten und brutalsten Offensive des Islamischen Staates auf Städte unter Kontrolle der ägyptischen Regierung.

Die Kämpfe fanden in der Region von al-Bers statt, welches wenige Kilometer südlich von Rafah liegt. Der Angriff wurde erstmals mit einem Selbstmordattentäter (SVBIED) begonnen, darauf folgend kämpften auch IS-Kämpfer aus der Region.

Nach stundenlangen Gefechten konnte die Offensive aber zurückgestoßen werden, am Ende wurden 40 IS-Kämpfer getötet und sechs Pick-Ups zerstört. Die Armee selber hat aber auch Verluste erlitten, 23 Soldaten wurden getötet, darunter Colonel Ahmed Mansi, Anführer einer Spezialeinheit. Weitere 40 wurden verletzt. Als Folge darauf intensivierte die ägyptische Luftwaffe ihre Angriffe auf Positionen des Islamischen Staates.

Seit der Destabilisierung des ägyptischen Staates durch den „Arabischen Frühling“ konnte der Islamische Staat eine Präsenz auf Sinai aufbauen, welches in Teilen inzwischen zu den Hochburgen zählt. IS-Kämpfer unterhalten Checkpoints, verlangen Zölle, nehmen Touristen als Geiseln, überfallen Militärstützpunkte und bringen immer wieder Polizisten in der Öffentlichkeit um. Dennoch konnte der IS immer weiter von der Armee zurückgetrieben werden, dementsprechend war ein Angriff dieser Qualität und Quantität außergewöhnlich und zuletzt mit den Angriffen von 2015 zu vergleichen.