Taliban besiegt Islamischen Staat in Nordafghanistan

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Im Norden Afghanistans konnten die Taliban einen entscheidenden Sieg davontragen, als sie Hunderte Kämpfer des Islamischen Staates („Wilayat Khorasan“) in der Provinz Jawzjan zur Kapitulation zwang. Über 150 Mitglieder der Terrormiliz stellten sich der afghanischen Regierung, darunter auch wichtige Anführer wie Maulvi Habibur. Zuvor waren sie von den Taliban für mehrere Tage umstellt, bis ihnen ein erfolgreicher Ausbruch gelang. Einem Pressesprecher der Taliban zufolge konnten nochmals 150 Kämpfer getötet und ihre Waffen erfolgreich erbeutet werden. Die Vertreibung des Islamischen Staates aus Afghanistan ist eines der primären Ziele aller involvierten Fraktionen, auch wenn die US-Koalition bisher nur beschränkte Mittel dafür einsetzt.

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Aufstieg des Islamischen Staates in Afghanistan

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Während der Islamische Staat in seinem Kernterritorium in Syrien und dem Irak nahe vollständig besiegt wird, konnte ein anderer Flügel des IS immer mehr Boden gewinnen. In Afghanistan wächst der Islamische Staat zu einer ernsthaften Gefahr, sowohl für die vom Westen unterstützten Regierung als auch für die Taliban.

Der vor sechs Monaten in der afghanischen Provinz Jawzjan ausgerufene Zweig des Islamischen Staates mit dem Namen „Wilayat Khorasan“ (ISKP), benannt nach dem antiken Gebiet welches Afghanistan, Teile Pakistans, Irans und Turkmenistans umfasst, stellt sich nach seinen bisherigen  Verlusten im Nahen Osten als stärkstes Überrest des Kalifats heraus. Seit seiner Existenz konnte es eine bedeutende Präsenz in den Provinzen Jowzjan, Nangarhar, Kunar und Paktia aufbauen, entweder an der pakistanischen Grenze oder im Norden des Landes.

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