Kurdischer Aufstand in Afrin dauert an

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Die inzwischen vollständig von der Türkei und ihre syrischen Stellvertreter beherrschte Region Afrin im Nordwesten Syriens kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Tagtäglich sorgen kurdische Milizionäre für Verluste in den Reihen der Islamisten, im Untergrund dauert ein brutaler Guerillakampf gegen die derzeitigen „Besatzer“ an, die wiederum die über Jahre hinweg aufgebaute Zivilgesellschaft und Lebensgrundlage der Bewohner Afrins zerstören. Es ist kein Ende für die immer öfters auftretenden Attentate und Anschläge in Sicht, die pro-türkischen Rebellen scheinen bisher dazu unfähig, gegen die Rebellion vorzugehen, welche innerhalb der kurdischen Originalbevölkerung enorme Beliebtheit genießt.

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Afrin kommt nicht zur Ruhe

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Seit der Eroberung der Region Afrin durch türkische Streitkräfte und ihre syrischen Verbündeten kommt das Gebiet nicht mehr zur Ruhe, in dem einst unter der Kontrolle der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) stehenden Kanton herrscht nun ein brutaler Guerillakrieg der Kurden, welcher sich gegen die neuen „Besetzer“ richtet, seien es Islamisten, arabische Flüchtlinge oder die Lokalregierung. Inzwischen tagtäglich kommt es zu Anschlägen und Attentaten, in Afrin herrscht trotz der türkischen Herrschaft weiterhin ein Krieg im Untergrund. Erst vor kurzem kündigte ein Pressesprecher der YPG eine neue „Phase“ im Guerillakampf an.

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Islamisten exportieren Instabilität und Gewalt nach Afrin

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Eigentlich sollte Ruhe und Frieden in der nordwestlichsten Ecke des Landes herrschen, jener Region, welche seit mehreren Monaten nun vollständig unter der Kontrolle der türkischen Streitkräfte und ihrer Stellvertreter in Syrien steht. Stattdessen aber ergibt sich im Kanton Afrin ein völlig anderes Bild: Tagtägliche Attentate, Korruption, Zerstörung, Willkür und Anomie kontrollieren das Gebiet, welches damals unter der Herrschaft der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) eher von Stabilität und Unberührtheit geprägt war. Dieses Bild kennt man nur allzu gut aus der weiter südlich gelegenen Provinz Idlib, wo verschiedene Islamistenorganisationen um den gegenseitigen Machtbereich buhlen. Ebendiese Gruppierungen sollen nun eigentlich Afrin verwalten, stattdessen aber sind sie eher an Einfluss und Geld interessiert. Noch hält der türkische Staat die Zügel in der Hand, jedoch soll sich das nach eigenem Willen ändern. Dadurch droht ein neues Machtvakuum zu entstehen, worunter gerade die Lokalbevölkerung leiden wird.

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Islamisten bekämpfen sich gegenseitig in Afrin

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In der von der Türkei und ihnen unterstehenden Oppositionsgruppierungen kontrollierte Stadt Afrin brachen nach mehreren Monaten erneut Gefechte zwischen den verschiedenen Organisationen aus, nachdem ein Streit aus bisher ungeklärten Gründen eskalierte und man inzwischen auf die Waffengewalt setzt. In diesen Kämpfen starben bereits Dutzende Personen auf beiden Seiten, darunter auch Zivilisten durch den Einsatz einer Autobombe im Stadtzentrum, wobei bisher noch nicht sicher ist, ob sie wirklich im Zusammenhang zu den wieder entflammten Plänkeleien stehen. Die Türkei versucht derweil als Diplomat die Situation zu entschärfen, bisher ohne Erfolg.

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Rebellen bekämpfen sich in Afrin untereinander

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Im Nordwesten Syriens kam es zwischen zwei verschiedenen „Rebellengruppen“ zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit tödlichem Ausgang. Demnach schossen Mitglieder der islamistischen Fraktionen „Ahrar al-Sharqia“ und der „Hamza-Division“ auf sich gegenseitig, nachdem es zu Streitigkeiten über die Aufteilung von gestohlenen Waren kam. Beide Gruppierungen sind integraler Bestandteil der türkisch-syrischen Operation „Olivenzweig“, wo man koordiniert versucht die kurdischen Streitkräfte um die Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus der Region Afrin zu vertreiben. Die Operation war nach etwa zwei Monaten ein voller Erfolg und die Kurden halten lediglich die Grenzgebiete um Tel Rifaat. Damit tritt ein innerhalb der Opposition bekanntes Szenario ein, dass es ohne (und selbst mit) äußerem Feind zu Konflikten um bestehenden Einfluss, Macht und Ressourcen  kommt. Ein Indikator dafür, wie ein Syrien nach einem Sieg der Aufständischen aussehen würde.

Bereits bei der ersten türkischen Operation „Euphrates Shield“ kam es zu ähnlichen Gefechten, beispielsweise erlaubten Kämpfer der „Sultan-Murad-Division“ nicht den Eintritt amerikanischer Truppen in die Stadt Jarablus, woraufhin Truppen der Hamza-Division das Feuer auf sie eröffneten. Ohnehin gilt das von der Türkei verwaltete Gebiete um Jarablus und al-Bab als ein Hort der Korruption und Plänkeleien zwischen den verschiedenen Gruppierungen. Ahrar al-Sharqiyah gehört zu den dschihadistischen Organisationen innerhalb des türkischen Machtgebietes und sind innerhalb Afrins durch die Zerstörung eines Spirituosengeschäfts oder dem Singen von islamistischen Liedern ins Rampenlicht getreten.

Die große Plünderung von Afrin

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Nach der Einnahme der einst 100.000 Einwohner zählenden kurdischen Stadt Afrin in der gleichnamigen Region im Nordwesten Syriens begannen die mit den türkischen Streitkräften verbündeten Oppositionsgruppierungen und Islamisten (TFSA) mit der Plünderung und Zerstörung der inzwischen fast gänzlich verlassenen Stadt. Dieses Brandschatzen betrifft nicht nur die Institutionen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), sondern macht auch vor einfachen Wohnhäusern und den letzten verbleibenden Zivilisten nicht Halt. Diese sind nun der Willkür ihrer neuen Besetzungsmacht ausgesetzt und die Türkei verfügt nur begrenzt über die nötigen Kapazitäten, ihrer eigens eingesetzten Söldner Herr zu werden.

Bewohner beschreiben dabei die Skrupellosigkeit und Korruption der Islamisten, die vor allem nach Lebensmitteln, technischen Geräten, Möbeln und Fahrzeugen Ausschau halten. Ein Zivilist berichtet von der Androhung von Gewalt, sollte er nicht sein Motorrad und Handy abgeben. Besonders beliebt sind auch kleine Traktoren, die bereits seit Anbeginn der Operation von der Zivilbevölkerung „beschlagnahmt“ wurden, teilweise wurde zuvor auch die unwilligen Besitzer dafür getötet. Manche beschreiben ironischerweise die Diebstähle als größere Zerstörung im Vergleich zu dem, was die Kämpfe verursacht hätten.

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Türkei erobert Afrin

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Im Stadtzentrum weht noch die Fahne Rojavas, während die TFSA

Fast zwei Monate dauert nun die türkische Operation „Olivenzweig“ in Syrien an, wo die türkische Armee mit verbündeten Oppositionsgruppen (TFSA) gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bzw. amerikanisch unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) vorgeht und dabei versucht, die Kurden aus der syrisch-türkischen Grenzregion zu vertreiben. Nun konnte die Türkei die Stadt Afrin erobern, das primäre Ziel der gesamten Operation und die wichtigste Hochburg der Kurden westlich des Euphrats. Ohne jeglichen Widerstand konnte die türkische Armee und die mit ihnen verbündeten islamistischen Söldner die Stadt über eine Nacht sichern, nachdem in den vergangenen Tagen umliegende Gebiete erobert wurden und nur noch ein etwa zwei Kilometer breiter Flüchtlingskorridor in südlicher Richtung offen gelassen wurde.

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