Irak vom Islamischen Staat befreit

DQl_XPxW4AEe9Dp.jpgIrakische Streitkräfte und der Dachverband etlicher Milizen mit dem Namen „Volksmobilisierungseinheiten“ verkündeten erfolgreich die Einnahme aller Territorien des Islamischen Staates an der syrisch-irakischen Grenzregion. Viele kleine Siedlungen wurden auf einem Gebiet von über 5000km² erobert, angeblich begann man bereits mit der Errichtung von Barrieren an der syrischen Grenze.

Bis vor wenigen Tagen konnte der IS weite Gebiete der Anbar-Wüste zwischen Sinjar im Norden und al-Qaim am Euphrat halten. Die Operation wurde für etwa zwei Wochen unterbrochen, da man auf die Fortschritte der syrischen Armee gegen den Islamischen Staat auf der anderen Seite der Grenze wartete. Aufgrund der Wüstenregion stieß man kaum auf Widerstand, die Verluste waren minimal.

Damit hält der Islamische Staat in seinem Geburtsland kein Land mehr, dennoch besitzt er in vereinzelten Regionen weiterhin eine Präsenz. In der für ihren sunnitischen Extremismus bekannten Provinz Hawija kommt es immer wieder zu Überfällen auf Dörfer durch IS-Kämpfer, es werden häufig neue Tunnelsysteme und Lager aufgedeckt. Auch nördlich von Bagdad und in der Nähe der iranischen Grenze kommt es immer wieder zu Vorfällen, da der IS dort mehrere Ausbildungslager errichtet hat und vermehrt Selbstmordattentäter gegen zivile Ziele einsetzt.

 

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Irakische Armee erobert letzte vom IS gehaltene Stadt

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Die irakischen Streitkräfte in Kooperation mit verschiedenen Milizen unter dem Dachverband der „Volksmobilisierungseinheiten“ konnten im Irak die letzte Stadt in den Händen des Islamischen Staat erobern. Die vor dem Krieg 20.000 Einwohner zählende Kleinstadt Rawa liegt in der Provinz Anbar am nördlichen Ufer des Euphrats, mehrere Kilometer nordöstlich von al-Qaim an der syrischen Grenze.

Der Armeevorstoß begann östlich von al-Qaim, wo man den Euphrat überquerte. Daraufhin eroberte man dutzende Dörfer entlang des Flussverlaufs bis man die Stadt Raqa selber erreichte. Innerhalb von nur wenigen Stunden konnte der gesamte Ort unter die eigene Kontrolle gebracht werden. Damit hält der Islamische Staat im Irak lediglich vereinzelte Siedlungen in der Wüste, die von keinerlei militärischer Relevanz sind.

Irakische Armee startet Offensive auf letzte Großstadt des IS

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Irakische Streitkräfte, Polizeieinheiten und verschiedene Milizen unter dem Dachverband der „Volksmobilisierungseinheiten“ bzw. Hashd al-Shaabi starteten am Donnerstag eine neue Großoffensive auf das zuletzt verbleibende Territorium des Islamischen Staates im Irak. Ziel dieser Operation ist die syrisch-irakische Grenz- und Großstadt al-Qaim mit knapp über 100.000 Einwohnern. Hierbei handelt es sich um das „sunnitische Herzland“ der Region, der IS kann dabei auf große Unterstützung der Bevölkerung und der Stämme zählen. Bereits am ersten Tag gibt es erhebliche Fortschritte in der Provinz Anbar.

Die vom irakischen Premierminister Haidar al-Abadi offiziell angekündigte Offensive besitzt zwei große Vorstoßrichtungen. Auf der einen Seite entlang des Euphrats vom erst kürzlich wiedereroberten Anah hinauf. Dabei wird man auch die etwa 20.000 Einwohner zählende Stadt Rawa erobern müssen, die relativ isoliert von weiteren Dörfern steht. Der zweite Vorstoß wird entlang der syrischen Grenze von Akashat im Süden aus stattfinden, bis nach al-Qaim sind es lediglich hunderte Kilometer an Wüste.

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Bisherigen Berichten zufolge soll die irakische Armee den Luftwaffenstützpunkt H2, al-Husseiniya, al-Nadirati und al-Kurati erobert haben, allesamt in der irakischen Wüste.

Die irakische Armee hatte die Bevölkerung zuvor mit Aufrufen vor der anstehenden Offensive gewarnt. „Eure Sicherheitskräfte sind auf dem Weg, euch zu befreien“, hieß es auf Flugblättern, die die irakische Luftwaffe über den Städten im Westen des Landes abwarf.

Bei dieser Operation wird man mit der syrischen Armee auf der anderen Seite der Grenze kooperieren, die ebenfalls eine Offensive auf das verbliebene Territorium des Islamischen Staates in der Provinz Deir ez-Zor an der irakischen Grenze gestartet hat.

Irakische Armee beginnt Offensive in Richtung Syrien

 

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Die Irakische Armee verbündet mit regionalen Stammesmilizen und verschiedenen Polizeistreitkräften begann vor 2 Tagen eine Offensive in Westanbar mit dem Ziel, Grenzstädte zu Syrien vollends einzunehmen. Primäre Ziele sind Rawa, Aanah und al-Qaim, welche sich alle entlang des Euphrates befinden. Ausgangsbasis für die Operation sind die Orte Haditha und al-Haqlaniyyah, al-Qaim befindet sich etwa 140km von den Orten entfernt.

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Bisher soll man gut 40km erobert haben, welches zunächst viel klingt aber für eine Wüste mit wenigen Dörfern nichts Ungewöhnliches ist. Die derzeitige Front ist unklar, einige behaupten sie liege bei al-Sakra oder etwa 20km weiter bei Anah, wo sie ebenfalls 7 weitere Dörfer erobert haben.

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