Mysteriöse Explosionen auf der Hama-Luftbasis

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Am Freitag ereigneten sich mindestens sechs große Explosionen auf dem Luftwaffenstützpunkt westlich der zentralsyrischen Großstadt Hama. Die durch die Explosionen verursachten Geräusche und Rauchschwaden konnten über der gesamten Stadt hinweg gesehen werden, wie veröffentlichte Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken beweisen. Bisher ist nicht bekannt, was der genaue Verursacher für dieses Ereignis war. Während man derzeit davon ausgeht, dass der Hintergrund einfach die falsche Lagerung und dadurch entstandene Entzündung von Munitionslagern war, bekannte sich einen Tag später eine bisher unbekannte Oppositionsgruppierung.

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Israel bombardiert iranische Militärbasis in Syrien und verursacht Erdbeben

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Einige Wochen nach den trilateralen Raketenangriffe der USA, Frankreichs und Großbritannien auf mehrere Ziele sind Syrien startete Israel ebenfalls eigene, unabhängige Luftangriffe auf einen angeblichen iranischen Militärstützpunkt in der Provinz Hama. Die Militärbasis der 47. Division der syrischen Armee nahe der gleichnamigen Provinzhauptstadt Hama wurde scheinbar hauptsächlich vom Iran verwaltet, nachdem man sich mit der syrischen Armee auf eine gemeinsame Kooperation einigen konnte. Die Region wies schon immer eine hohe Präsenz iranischer Spezialkräfte und schiitische Milizen auf. Auch wenn solche Angriffe Israels nicht ungewöhnlich sind, operierten sie sehr selten so tief in Syrien hinein. Der Angriff und die daraus entstehende Explosion war so enorm, dass dadurch ein Erdbeben verursacht wurde. Es gibt Berichte über Dutzende Tote, darunter auch Zivilisten.

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Opposition startet neuen Angriff in Hama

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Kämpfer des Milizenbündnis „National Defence Forces“ in der Nähe von Kernaz 

Die von islamistischen Gruppierungen angeführte Opposition startete am Donnerstag Abend einen überraschenden Angriff auf mehrere Dörfer im Norden der Provinz Hama, die derzeit von der syrischen Armee und weiteren verbündeten Milizen kontrolliert wird. Nach anfänglichen Erfolgen scheint die Offensive inzwischen abgebrochen worden zu sein, nachdem die syrischen Verbände verloren gegangene Gebiete wiedererobern konnten. Wie üblich führen radikalislamistische Streitkräfte wie Tahrir al-Sham oder Hurras al-Din die Offensive an.

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Neue Armeeoffensive bei Homs

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Eine der islamistischen Organisation Hayat Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra/Fateh al-Sham) nahe stehende Nachrichtenagentur veröffentlicht Bilder von Luftschlägen auf die eigenen Positionen

Einzelne, mit der syrischen Regierung verbündete Milizen konnten im Norden der zentralsyrischen Großstadt Homs mehrere Dörfer und Hügel von der bewaffneten Opposition sichern. Die unter dem Dachverband der „National Defence Forces“ organisierten Milizionäre haben demnach die Dörfer Qantara, Qunaytirat, Izz al-Din, Sulaym, Hamrat, Whadi Kanzir und Viele mehr erobert, allesamt in den östlichen Gebieten der eingeschlossenen Rastan-Region. Tatsächlich ist dieser (bisher) kleine Angriff von geringer Intensität ziemlich unerwartet, da das syrische Militär derzeit andere Interessengebiete absteckt und zugleich eine jahrelange Waffenruhe in und um Rastan galt.

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Rebellenoffensive in Nord-Hama aufgehalten

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Erbeuteter T-55 

Die vor zwei Tagen gestartete Offensive der syrischen Opposition im Norden der zentralsyrischen Provinz Hama konnte nach nur einem Tag vollkommen zurückgeschlagen werden, ohne auch nur nennenswerte Erfolge zu erzielen. Die mit den Titel „Rache für Ost-Ghouta“ benannte Operation wurde dabei von Jabhat Tahrir Souriyah (JTS) angeführt, einem neu gegründeten Oppositionsbündnis aus den islamistischen Fraktionen Ahrar al-Sham und Nour al-Din al-Zenki und von weiteren Gruppierungen wie Jaish al-Izzah oder Jaish al-Ahrar unterstützt. Die Offensive sah die Eroberung der Stadt Kernaz vor, doch nach stundenlangen Gefechten konnten die Islamisten keinerlei nennenswerte Erfolge vorzeigen und die Operation nach nur einem Tag aufgegeben.

Die Offensive kam zum Halt nachdem die syrische Armee Verstärkung in die Region brachte, da zuvor lediglich heimische Milizen unter dem Dachverband der „National Defence Forces“ die Verteidigung übernahmen. Zuvor gab es glaubwürdige Berichte über die erfolgreiche Eroberung von Kernaz durch Jabhat Tahrir Souriyah, mussten aber unter syrischen und russischen Luftschlägen sich wieder zurückziehen. Dabei wurde auch einiges an Kriegsgerät zurückgelassen, nennenswert wäre dabei ein T-55-Panzer und ein Panthera F9, ein Militärfahrzeug welches vor zwei Monaten einigen Oppositionsgruppierungen von der Türkei übergeben wurde. Es ist dabei der erste Panthera in den Händen der syrischen Regierung. Zudem wurden mehrere Kommandanten von JTS getötet.

Alljährliche Offensiven der Opposition auf Nord-Hama haben sich inzwischen zu einer Tradition entwickelt, wobei das Ergebnis immer der Gleiche ist: Nach anfänglichen Erfolgen und Eroberungen muss man sich nach der Stationierung von besser ausgebildeten Truppenkontigenten der Armee geschlagen geben und unter hohen Verlusten teilweise sogar Gebiete verlieren. Auch hier scheint bisher das gleiche Szenario einzutreffen, es werden nämlich bisher kaum Truppen der syrischen Streitkräfte dort eingesetzt, dafür übernehmen einheimische Milizen unter dem Dachverband der „National Defence Forces“ als eine Form von „Stadtwachen“ die Verteidigung der Dörfer.

Zugleich kann die Opposition in dieser Offensive nicht mit sonderlich guten Kämpfern und Ausrüstung aufweisen, was vor allem auf die involvierten Gruppierungen zurückzuführen ist. Einzig Jabhat Tahrir Souriyah als wohl zweitgrößte Rebellenorganisation besitzt ausreichend Truppen, ist aber derzeit in der Provinz Idlib mit ihrem Rivalen Tahrir al-Sham beschäftigt, die sich seit Wochen erbitterte Kämpfe um verschiedene Städte führen.

Neue Rebellenoffensive in Nord-Hama

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Im Norden der zentralsyrischen Provinz Hama starteten verschiedene Oppositionsgruppierungen eine neue Offensive auf die Verteidigungspositionen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA). Die mit den Titel „Rache für Ost-Ghouta“ benannte Operation wird dabei von Jabhat Tahrir Souriyah angeführt, einem neu gegründeten Oppositionsbündnis aus den islamistischen Fraktionen Ahrar al-Sham und Nour al-Din al-Zenki und von weiteren Gruppierungen wie Jaish al-Izzah oder Jaish al-Ahrar unterstützt.

Der Angriff konzentriert sich dabei vor allem auf die Umgebung der Stadt Kernaz, welches etwa 34 Kilometer nordwestlich von der Großstadt Hama entfernt liegt. Derzeit gibt es widersprüchliche Angaben über den bisherigen Erfolge der Offensive. Einigen Berichten zufolge konnte Kernaz und umliegende Dörfer wie al-Musharaifa oder Hamamiyat von den Islamisten nach intensiven Kämpfen erobert werden, Andere sprechen von der erfolgreichen Abwehr jedweder Vorstöße. Zumindest finden derzeitig brutale Gefechte in Kernaz selber statt, nachdem die Armee Verstärkung schickte. Einigen unbestätigten Aussagen zufolge konnten syrische Milizen inzwischen alle Territorien wiedererobern, die sie im Verlaufe des Tages verloren haben. Derzeitige Verluste sollen auf beiden Seiten bei jeweils 50 Tote liegen.

Alljährliche Offensiven der Opposition auf Nord-Hama haben sich inzwischen zu einer Tradition entwickelt, wobei das Ergebnis immer der Gleiche ist: Nach anfänglichen Erfolgen und Eroberungen muss man sich nach der Stationierung von besser ausgebildeten Truppenkontigenten der Armee geschlagen geben und unter hohen Verlusten teilweise sogar Gebiete verlieren. Auch hier scheint bisher das gleiche Szenario einzutreffen, es werden nämlich bisher kaum Truppen der syrischen Streitkräfte dort eingesetzt, dafür übernehmen einheimische Milizen unter dem Dachverband der „National Defence Forces“ als eine Form von „Stadtwachen“ die Verteidigung der Dörfer.

Zugleich kann die Opposition in dieser Offensive nicht mit sonderlich guten Kämpfern und Ausrüstung aufweisen, was vor allem auf die involvierten Gruppierungen zurückzuführen ist. Einzig Jabhat Tahrir Souriyah als wohl zweitgrößte Rebellenorganisation besitzt ausreichend Truppen, ist aber derzeit in der Provinz Idlib mit ihrem Rivalen Tahrir al-Sham beschäftigt, die sich seit Wochen erbitterte Kämpfe um verschiedene Städte führen.

Armee startet Offensive auf den Islamischen Staat in Hama

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Mit der Unterstützung der Eliteeinheit „Tiger Forces“ startete die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen einen neuen Großangriff auf den eingeschlossenen Islamischen Staat in den Provinzen Hama, Aleppo und Idlib. Ziel wird die vollständige Eroberung des IS-Territoriums sein, welches aus kleinen Siedlungen inmitten unfruchtbarer Ländereien besteht. Mit dem Erfolg der Operation würde das Risiko wegfallen, inmitten einer Idlib-Offensive vom Islamischen Staat überrascht und von hinten angegriffen zu werden. Außerdem fällt dadurch ein sicheres Operationsgebiet für den IS weg.

Es ist zu erwarten, dass die Offensive innerhalb weniger Tage bzw. einer Woche bereits fast vollständig abgeschlossen wird. Bereits in den ersten Tagen konnten Dutzende Siedlungen befreit werden, vor allem im Süden, Norden und Westen. Darunter fallen Ortschaften wie Saramiyah, Butushiat, Tilijat, Abu Hilal, Mashleata, Abu Khanadiq, Malihat und viele mehr. Dennoch sollte man den IS nicht unterschätzen, bei der Armeekampagne in Idlib konnte die Terrormiliz mehrere Soldaten der syrischen Armee gefangen nehmen und exekutieren. Außerdem konnten zuhauf Panzerabwehrwaffen und ein T-55-Panzer erbeutet werden.

Derzeit gibt es zwei Hauptstoßrichtungen: Norden und Süden. Mit den Eroberungen im Westen wird der Islamische Staat zunehmend isolierter und verliert die Möglichkeit, nach Idlib in das Oppositionsterritorium auszubrechen, wie es schon mal ähnlich geschehen ist.

Denn ursprünglich stammt der Islamische Staat aus Ost-Hama, wo die syrische Armee ihn bedrohte. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion aber überquerte er (auch mit der Unterstützung der oppositionellen Gruppierung Tahrir al-Sham, die mehrere Checkpoints entlang der Straße überfiel und verbal dazu aufrief, die Tausenden an eingeschlossenen „Zivilisten“ zu retten) die Khanaser-Straße zwischen Hama und Aleppo und erreichte sicher Oppositionsterritorium.

Doch nach wenigen Tagen hinterging der IS die Verhandlungen mit Tahrir al-Sham und schnappte sich gewaltsam mehrere Dörfer. Nach ewigen Kämpfen die zugunsten der Opposition ausfielen war das Kontrollgebiet nur noch auf zwei Dörfer begrenzt. Nachdem die Armee eine neue Offensive in Idlib startete konnte der IS von der Situation profitieren und viele Siedlungen erobern. Letzen Endes wurden über 50 Ortschaften ohne jeglichen Widerstand erobert. Schätzungsweise 1000 Mitglieder des Islamischen Staates befinden sich derzeit in dem eingeschlossenem Gebiet, viele davon sind Deserteure von der Opposition.