Erfolgreicher Idlib-Deal immer unrealistischer

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Am Samstag wurde eine Militärparade in Jisr al-Shoughur abgehalten

Der hauptsächlich zwischen der Türkei und Russland ausgehandelte Vereinbarung scheint immer weiter an der Realität zu scheitern, so scheinen die verschiedenen radikalen Islamisten nicht gewillt zu sein, viele ihrer Kernterritorien in der zukünftigen demilitarisierten Zone aufzugeben. Sogar verhältnismäßig „gemäßigtere“ und der Türkei nahe stehenden Gruppierungen wollen sich nicht zurückziehen. Zudem offenbaren sich weitere Details des türkisch-russischen Deals, welche die syrische Regierung massiv bevorteilen, auch wenn das auf die gegebenen Vorabbedingungen (z.B. militärische Überlegenheit) zurückzuführen sind. Die Möglichkeit einer militärischen Offensive durch die syrische Armee wird wieder wahrscheinlicher. Weiterlesen

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Hunderte „Regime-Kollaborateure“ in Idlib getötet

 

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Tahrir al-Sham kontrolliert einen Großteil von Idlib 

Inmitten der Vorbereitungen für eine groß angelegte Militäroffensive in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens verschlechtert sich die Situation innerhalb der Region vor allem für die ansässige Bevölkerung, die bis zu eine Millionen Einwohner oder Geflüchtete werden von der anhaltenden Paranoia der vor Ort herrschenden Islamisten drangsaliert, in den vergangenen Wochen wurden über 100 „Regime-Kollaborateure“ gefangen genommen, gefoltert und hingerichtet. In einigen Orten finden derartige Exekutionen und Warnungen mitten im öffentlichen Stadtbild, welche frappierend an die Praktiken des Islamischen Staates erinnern. Ohne eine militärische Intervention der syrischen Armee wird sich die Situation verschlimmern.

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Syrische Armee bereitet die Befreiung Idlibs vor

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Kämpfer der radikalislamistischen Miliz Tahrir al-Sham bereiten sich auf die bevorstehende Offensive vor

Nachdem die Syrisch-Arabische Armee ihre Operationen im Süden des Landes erfolgreich abschließen konnten und sich nun ein weiterer Teil des Landes unter der Kontrolle der syrischen Regierung befindet, rückt das Ende für die letzte, von verschiedenen islamistischen Gruppierungen beherrschte Bastion der Provinz Idlib immer näher. Tag für Tag, Woche für Woche erreichen immer neue Truppen und Kriegsgerät die etablierten Fronten zu Idlib im Nordwesten des Landes, wo für mehrere Monate eine faktische Waffenruhe herrschte. Das Ende von Idlib würde auch die Niederschlagung der inzwischen korrumpierten „Revolution“ bedeuten, einzig die syrische Regierung und die kurdisch-arabischen Milizenbündnisse der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ würden als Überlebende des Konfliktes hervorgehen.

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Neues Islamistenbündnis entsteht in Idlib

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In der von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib formiert sich ein neues großes Oppositionsbündnis, das bisher Dritte dieses Jahres. Demzufolge soll sich der zweit- und drittgrößte Machtblock in Idlib vereinen und damit ein wichtiges Gegengewicht zu den stärksten Kräften in der Region bilden. Das neue Bündnis besteht hauptsächlich aus Islamisten und türkischen Proxygruppen. Denn im Hintergrund der Zusammenführung scheint die Türkei die Strippen zu ziehen, um seine eigenen Stellvertreter in der Provinz zu stärken und zugleich den Einfluss von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham, syrischer al-Qaida-Ableger) in der Region zu vermindern, um die eigenen Ziele eines faktischen Protektorats durchzusetzen.

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Syrische Armee verlegt Truppen nach Idlib

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Nachdem wieder der Süden Syriens nach einer erfolgreichen Offensive vor einem Monat vollständig unter der Kontrolle der syrischen Regierung steht, halten oppositionelle Kräfte lediglich ein großes, zusammenhängendes Gebiet noch: Die Provinz Idlib. Derzeit verlegt die Syrisch-Arabische Armee Waffen und Gerät an die Frontlinien in Idlib, die noch zuvor in Südsyrien genutzt wurden. Zugleich kommt es immer öfters zu Artillerie- und Luftangriffen auf verschiedenste Städte im Nordwesten des Landes. Sollte die Armee tatsächlich eine neue Offensive planen, so wird der Türkei als Schutzpatron der Islamisten in Idlib eine besondere Rolle zufallen, ohne dessen Einbeziehung keine Lösung für die Provinz gefunden werden kann.

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Islamisten attackieren Flüchtlingskonvoi

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Die Evakuierung der rund 7.000 schiitischen Einwohner aus den Städten Fuah und Kafraya in der von der Opposition kontrollierten Provinz Idlib ist nicht reibungslos abgelaufen. Vor und während dem Evakuierungsprozess wurden die Scheiben von mehreren der insgesamt 120 Transportbusse eingeschlagen, meistens mithilfe von Steinen oder Schusswaffen. Vor der Abfahrt „inspizierten“ Islamisten unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham) noch die Busse und denunzierten dabei die verbliebenen Kämpfer und Einwohner. Der ägyptische Dschihadist Abul Yaqthan warnte die Einwohner, nicht mehr zurückzukehren, da „Leute wir ihr keinen Platz in Idlib habt“. Zudem gab es bei dem letzten Checkpoint bei al-Eis nahe Aleppo noch Streitigkeiten, die die Evakuierung für Stunden verzögerte.

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Letzten belagerte Städte werden evakuiert

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Die beiden schiitischen Städte Fuah und Kafraya in der nordwestlichen Provinz Idlib in Syrien schlossen überraschenderweise einen Deal mit der von verschiedenen islamistischen Kräften beherrschten Opposition, in dessen Folge die beiden Orte vollkommen evakuiert und dafür Islamisten die Kontrolle übernehmen werden. Schätzungsweise bis zu 10.000 Einwohner sollen dementsprechend mithilfe von über 100 Transportbussen Idlib durchqueren und dafür nach Aleppo gebracht werden. Alle Einwohner wurden zusammen evakuiert um die Gefahr von Angriffen auf diesen Konvoi zu verhindern.

Denn bereits im April letzten Jahres gab es einen ähnlichen Versuch, wo aber nur Kranke und alte Menschen nach Aleppo gebracht werden sollten. Dort griffen Islamisten mehrere (leere) Busse an, steckten sie in Brand und töteten mehrere Busfahrer, über 40 Menschen wurden zusdem durch eine Autobombe verletzt. Es ist ein Wunder, dass bei dieser Evakuierung es keinerlei Zwischenfälle gab. Vor Ort sollen die schiitischen Kämpfer ihre Waffen- und Munitionslager erfolgreich zerstört haben, derweil gibt es Berichte von einem getöteten Aufständischen, der in Fuah in eine hinterlassene Mine getreten ist.

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