Etliche Attentate in Idlib

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Jabhat Tahrir al-Souriyah zerstört einen BMP-1 von Tahrir al-Sham bei den letzten oppositionsinternen Gefechten in Idlib

In der mehrheitlich von der Opposition gehaltenen Provinz Idlib im Nordwesten des Landes kam es in den vergangenen Tagen zu Dutzenden Attentaten und Attentatsversuchen auf mehrere ranghohe Mitglieder verschiedener Organisationen, vor allem aber auf Kommandanten und Verbündete der islamistischen „Tahrir al-Sham“ (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra). Der Zeitpunkt der Angriffe ist insofern interessant, da man sich erst wenige Tage zuvor auf eine Waffenruhe zwischen den verschiedenen Oppositionsgruppierungen einigen konnte, darunter auch Tahrir al-Sham (HTS). In den Verdacht rücken dabei vor allem Schläferzellen des syrischen Geheimdienstes, die eine erneute Wiederentfachung der inneroppositionellen Kämpfe herbeiwirken wollen.

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Islamisten bekämpfen sich in Idlib erneut untereinander

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Jabhat Tahrir Souriyah zerstört einen BMP von Tahrir al-Sham nahe Aleppo, 23. März

Erneut sind die inneroppositionellen Gefechte in der nordwestlichen Provinz Idlib eskaliert, nachdem sich die Situation in den letzten Wochen wieder beruhigte und beide Fraktionen sich scheinbar an die geeinigte Waffenruhe hielten.

Involviert in den Kämpfen sind Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die dominierende Gruppierung innerhalb der Opposition und ehemals bekannt unter den Namen von Jabhat Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra, dem syrische Ableger von al-Qaida. Auf der anderen Seite befindet sich das neu gebildete Bündnis mit dem Namen „Jabhat Tahrir Souriya“ (JTS), welches aus Ahrar al-Sham und Harakat Nour al-Din al-Zenki besteht. Letztere wurde bis mindestens 2015 von den USA aktiv mit Panzerabwehrwaffen unterstützt und ist vor allem dafür bekannt, in Aleppo ein Kind lebendig geköpft zu haben. Al-Zenki nahm eine wichtige Position bei den Kämpfen um Aleppo ein, verschwand danach aber in die Irrelevanz. Relativ zeitgleich mit der Umbenennung von al-Nusra in Fateh al-Sham schlossen sich die übrig gebliebenen Kämpfer lose Tahrir al-Sham an, doch trennten sich aufgrund interner Dispute wieder.

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Islamischen bekämpfen sich in Idlib weiter

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Panzer von Tahrir al-Sham wird von Idlib nach Binnish transportiert

Seit über einer Woche kommt es in der nordwestlichen Provinz Idlib zu brutalen Gefechten zwischen zwei Oppositionsbündnissen, die gegenseitig um Macht und Einfluss in der Region buhlen. Involviert in den Kämpfen sind Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die dominierende Gruppierung innerhalb der Opposition und ehemals bekannt unter den Namen von Jabhat Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra, dem syrische Ableger von al-Qaida. Auf der anderen Seite befindet sich das neu gebildete Bündnis mit dem Namen „Jabhat Tahrir Souriya“ (JTS), welches aus Ahrar al-Sham und Harakat Nour al-Din al-Zenki besteht. Letztere wurde bis mindestens 2015 von den USA aktiv mit Panzerabwehrwaffen unterstützt und ist vor allem dafür bekannt, in Aleppo ein Kind lebendig geköpft zu haben. Al-Zenki nahm eine wichtige Position bei den Kämpfen um Aleppo ein, verschwand danach aber in die Irrelevanz. Relativ zeitgleich mit der Umbenennung von al-Nusra in Fateh al-Sham schlossen sich die übrig gebliebenen Kämpfer lose Tahrir al-Sham an, doch trennten sich aufgrund interner Dispute wieder.

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Islamistische Gegenoffensive in Idlib bisher relativ erfolglos

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Die von mehreren islamistischen Gruppierungen gestartete Gegenoffensive in der Provinz Idlib hat nach etwa zwei Tagen kaum Erfolge verzeichnen können. Die mit dem Namen „Die Invasoren zurückschlagen“ gestartete Operation diente dem Ziel, die Verteidigungsstellungen der Armee zu durchbrechen und sie aus weiten Teilen der erst kürzlich eroberten Gebiete zurückzuschlagen. Bisher konnten aber nur einige wenige Dörfer gesichert werden.

Oppositionelle Einheiten unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra), Faylaq al-Sham und die von der UN als terroristisch eingestufte, chinesische „Islamische Turkestan-Partei“ konnten demnach innerhalb von zwei Tagen die Dörfer Tal Sultan, Thuwayl al-Habib, Tell Kalbah und Dhahabiyah wiedererobern. Man behauptet ebenfalls Baris und Ras al-Ayn wiedergewonnen zu haben, jedoch befanden sich diese Orte nie unter der Kontrolle der Armee.

Diese Fortschritte sind äußerst wenig und nicht zu vergleichen mit den bisherigen anfänglichen Erfolgen der Opposition, wenn sie eine Gegenoffensive gestartet haben. Trotz Einsatzes von Autobomben, Panzern und schwerer Artillerie konnten die Verteidigungsstellungen größtenteils gehalten werden. Auffällig sind wieder die türkischen Truppenpanzer, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten stammen. Die Armee konzentriert sich derweil auf andere Gebiete, vor allem auf den Islamischen Staat in Hama.

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Die von Tahrir al-Sham eingesetzte Autobombe

Besonders Tel Sultan war umkämpft und wechselte innerhalb von 24 Stunden dreimal den Besitzer. Letztendlich konnte sich Tahrir al-Sham mit dem Einsatz einer Autobombe die Ortschaft sichern. Dabei ist unklar, ob der umgebaute Schützenpanzer einen Selbstmordattentäter als Fahrer besaß oder es in einem seltenen Fall ferngesteuert wurde. Ebenso unsicher ist der Erfolg der Autobombe, wie üblich behauptet die Armee den BMP-1 vor dem Erreichen seines Zieles zerstört zu haben. Am Tag darauf wurde erneut eine weitere Autobombe eingesetzt, diesmal mit einem Fahrer. Hier ist ebenso das Schicksal unbekannt, der Einsatz ereignete sich westlich von Tel Sultan.

Hinzu kommt ein separat davon gestarteter Angriff weiter südlich, wo die Dörfer Ajaz und Sarja erobert wurden. Dabei wurden rund zehn Soldaten getötet und zwei weitere Kämpfer gefangen genommen. Die Offensive dort wird eher von Kräften der FSA unter Ahrar al-Sham und Faylaq al-Sham angeführt und startete erst verspätet.

Einige Tage zuvor wurden zwei Operationsräume gebildet, jeweils unter der Führung von Ahrar al-Sham oder Tahrir al-Sham. Auf Seiten von Tahrir operieren ebenfalls die Islamische Turkmenistan-Partei und Jaish al-Badiya. Ahrar al-Sham führt hingegen Faylaq al-Sham, Faylaq al-Izza, Nour al-Din al-Zenki oder Jaish al-Nukhba an. In den letzten Monaten kam es zu Rivalitäten zwischen den beiden Seiten, weshalb beide Operationsräume wohl relativ unabhängig agieren.

Islamisten starten Gegenoffensive in Idlib

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Die von islamistischen Fraktionen dominierte Opposition in der nordwestlichen Provinz Idlib starteten eine neue Gegenoffensive auf die vorrückende Syrisch-Arabische Armee (SAA). Die am Abend mit dem Namen „Die Invasoren zurückschlagen“ gestartete Operation dient dem Ziel, die Verteidigungsstellungen der Armee zu durchbrechen und sie aus weiten Teilen der erst kürzlich eroberten Gebiete zurückzuschlagen, vermutlich bis zur Stadt Abu Duhur. Eine offizielle Beteiligung haben bisher zwei Gruppierungen veröffentlicht: Faylaq al-Sham und die chinesische, von der UN als terroristisch eingestufte Islamische Turkestan-Partei, die bereits in der Vergangenheit in allen Gegenoffensiven fest involviert war.

Einige Tage zuvor wurde ebenfalls ein gemeinsamer Operationsraum unter der Führung der islamistischen Ahrar al-Sham verkündet und besteht aus weiteren Gruppen wie das bereits erwähnte Faylaq al-Sham, Faylaq al-Izza, Nour al-Din al-Zenki oder Jaish al-Nokhba. Die größte Gruppierung Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra) ist somit ausgenommen, was vor allem an der Rivalität mit Ahrar al-Sham liegt.

Bisherigen Berichten zufolge konnte man das Dorf Tell Sultan und den Hügel Syriatell von der Armee wiedererobern. Interessanterweise wurden die meisten Eroberungen von Tahrir al-Sham verkündet, die eigentlich nicht Teil des Operationsraumes sind und somit relativ unabhängig reagieren. Weitere Erfolge werden sicherlich noch folgen, da der Angriff nur seit wenigen Stunden andauert.

Ebenfalls erwähnenswert ist der Zeitpunkt dieses Angriffes, da fast zeitgleich im syrischen Verteidigungsministerium die Entscheidung getroffen wurde, die Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter Suheil al-Hassan von den dortigen Frontlinien zu verlegen und stattdessen seine Kräfte auf den eingeschlossenen Islamischen Staat in Idlib, Aleppo und Hama (etwa 40 Kilometer südöstlich der derzeitigen Front) zu konzentrieren.

Armee rückt in Idlib vor, russischer Jet abgeschossen und Pilot getötet

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Islamistische Fraktion Ahrar al-Sham schickt Verstärkung nach Saraqib

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen starteten überraschenderweise eine neue Operation in der nordwestlichen Provinz Idlib, die zuvor fast vollständig von der Opposition gehalten wurde. Am dritten Tag in Folge konnten erneut etliche Dörfer östlich der kürzlich gewonnen Stadt Abu Duhur erobert werden. Die Verteidigungslinien der von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra) dominierten Opposition scheinen völlig zusammenzubrechen.

Jarzaya, Tell al-Turkan, al-Matakh, Tal Mamou, Ruwaydah und Zammar wurden allesamt am Samstag von der syrischen Armee erobert. Diese Orte liegen in der Provinz Aleppo und befinden sich etwa zehn Kilometer von der Stadt Saraqib entfernt, mit 30.000 Einwohnern die nächstgrößere Stadt in der Region und unter der Kontrolle der Opposition. Nach der Eroberung von Saraqib wird es wohl das Ziel sein, die Belagerung der schiitischen Städte Fuah und Kafraya weiter nordöstlich aufzuheben. Seit drei Jahren werden dort etwa 30.000 Menschen eingeschlossen und haben kaum Zugang zu Hilfslieferungen.

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Syrische Armee startet neue Offensive in Idlib

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen und Gruppierungen starteten überraschenderweise eine neue Operation in der nordwestlichen Provinz Idlib, die zuvor fast vollständig von der Opposition gehalten wurde. Innerhalb nur eines Tages konnten Dutzende Ortschaften östlich der kürzlich gewonnen Stadt Abu Duhur erobert werden. Die Verteidigungslinien der von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra) dominierten Opposition scheinen völlig zusammenzubrechen.

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