„Rebellen“ und Islamischer Staat arbeiten in Südsyrien zusammen

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Geflüchtete Einwohner kehren in die von der Armee eroberten Orte wieder zurück

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Gruppierungen treffen erstmals seit Anbeginn der Militäroffensive im Süden des Landes auf erbitterten Widerstand, die ersten größeren Verluste gibt es zu vermelden. Die Armee versucht militärisch auf schwierigem Terrain westlich der Großstadt und dem Geburtsort der „Revolution“ Dara’a vorzurücken und wird dabei von der Opposition mit amerikanischen Panzerabwehrwaffen konfrontiert. Einigen Berichten zufolge sollen sich unter diesen Aufständischen ebenfalls Kämpfer des Islamischen Staates befinden, die sich der Opposition in ihrem Kampf gegen die Regierung anschließen. Währenddessen lehnen die „Rebellen“ im Gegensatz zum Beginn jegliche Friedensversuche und Verhandlungen mit der Regierung ab.

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Syrische Armee säubert Wüste vom Islamischen Staat

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Seit Tagen dringt die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen in der syrischen Wüste, auch bekannt unter dem Namen Badia al-Sham, gegen den Islamischen Staates vor. Diese Offensive ist Bestandteil einer größeren Säuberungsoperation wie von der Provinz Suweida bis an das Euphrat-Tal reicht und damit faktisch die ganze Wüste betrifft. Dort halten sich weiterhin Hunderte IS-Kämpfer auf, die sich aufgrund des Terrains bisher verstecken konnten und nahezu gefahrenlos auch die Grenze zum Irak überqueren können. Sowohl im Norden als auch im Süden konnte die Armee dabei Fortschritte bezeichnen und Tausende Quadratkilometer sichern, dennoch hält der IS weiterhin an die letzten Territorien fest.

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Islamischer Staat kapituliert in Damaskus

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Umfassende Zerstörung in al-Yarmouk

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen konnten einen entscheidenden Sieg in der syrischen Hauptstadt Damaskus davontragen: Die letzten verbliebenen Kämpfer des Islamischen Staates stimmten einer Evakuierung zu, nachdem die syrische Armee vor einem Monat eine groß angelegte Offensive auf die vom IS gehaltenen Viertel im Südteil der Millionenstadt gestartet haben. Das inzwischen fast gänzlich zerstörte palästinensische Flüchtlingslager al-Yarmouk fällt demnach wieder unter der Kontrolle der syrischen Regierung, wodurch auch samt Damaskus und die umliegende Region von Rif Dimashq von der Regierung kontrolliert wird, ein wichtiger Sieg auf dem Weg zur vollständigen Wiedereroberung des syrischen Territoriums.

Diese Entscheidung und Willigkeit zu diplomatischen Verhandlungen kam überraschend, ist der Islamische Staat doch mit wenigen Ausnahmen wie in Raqqah oder dem Anti-Libanon-Gebirge zu keinerlei Einigungen bereit gewesen und haben stets den Tod bevorzugt als aufzugeben. Nach derzeitigen Stand besagt der Deal ähnlich seinen Vorgängen, dass die IS-Kämpfer leichte Handwaffen mitführen können und nach Badia al-Sham transportiert werden, also in die syrische Wüste, wo noch einigte versprengte IS-Einheiten um ihr Überleben kämpfen. Insgesamt sollten es nicht mehr als einige Hunderte IS-Kämpfer, die sich in Damaskus und in der Wüste aufhalten.

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Schwere Kämpfe zwischen syrischer Armee und Islamischen Staat in Damaskus

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Im südlichen Teil der syrischen Hauptstadt finden seit Tagen intensive Gefechte zwischen dem Islamischen Staat und der Syrisch-Arabischen Armee und weiteren Verbündeten statt, die auf beiden Seiten für Verluste sorgen und die Millionenstadt erneut wieder in Kämpfen verwickelt, kurz nachdem die Operation in der von der Opposition gehaltenen Enklave Ost-Ghouta erfolgreich abgeschlossen war. Mit der Unterstützung der syrischen und russischen Luftstreitkräfte konnte die Armee an mehreren Fronten vorrücken, jedoch stoßen sie dabei auf erbittertem Widerstand der Terrororganisation.

Die semi-offizielle IS-Nachrichtenagentur AMAQ berichtet alleine in den ersten Tagen von etwa 300 Luftangriffen, wobei auch Russland besonders involviert ist. Neben Russland und der syrischen Armee sind auch weitere Milizen präsent, darunter Liwa al-Quds aus Aleppo, die pan-arabischen Baath-Brigaden, die irakische „Imam Hussein“-Brigade oder die palästinensische Befreiungsarmee. Hier gibt es einen enormen Kontrast zur Offensive in Ost-Ghouta, wo fast ausschließlich nur die syrische Armee eingesetzt wurde. Zudem kooperiert man vor Ort mit den Rebellen, die inzwischen aber keinen Aufstand gegen die syrische Regierung mehr wagen.

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Irak: Mögliche Anti-IS-Operationen in Syrien

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Haidar al-Abadi besucht die irakische Stadt Samarra

Der irakische Premierminister Haidar al-Abadi hat eine mögliche irakische Operation auf syrischen Boden in Aussicht gestellt, um den weiterhin existierenden Islamischen Staat aus der Grenzregion vollständig zu vertreiben. Demnach fragte man formell bei der syrischen Regierung über einen möglichen Grenzübertritt nach, der auch bewilligt wurde. Die Aussage entstand nach einem nächtlichen Überfall eines größeren IS-Militärkonvois auf die syrisch-irakische Grenzstadt al-Qaim, der von der syrischen Wüste aus gestartet wurde. Am Ende konnten dort stationierte Truppen den Vorstoß abwehren, dennoch ist er ein Ausdruck einer ständig wiederkehrenden Gefahr für die Sicherheit des Iraks.

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Das doppelte Spiel Trumps in Syrien

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Während der amerikanische Präsident Trump nun innerhalb weniger Tage wiederholt seinen Willen ausgedrückt hat, in absehbarer Zeit amerikanische Truppen aus Syrien abzuziehen, sprechen die Fakten und das Geschehen auf dem Boden eine völlig andere Sprache, neue Waffen und Soldaten werden ins Land gebracht, Militärstützpunkte errichtet oder aufgebessert. Der vorgeschobene Grund eines Einsatzes gegen den Terror bzw. dem Islamischen Staat dient dabei zu nichts mehr als zur einfachen Legitimation. Während der IS im Euphrat-Tal aufgrund ausbleibender Kämpfe seine Kräfte konsolidieren kann, rüstet die USA massiv an den Grenzen zur Türkei in Manbij und zur syrischen Regierung in al-Tanf auf.

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Islamischer Staat attackiert syrisch-irakische Grenzstadt

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Der Islamische Staat startete vor etwa zwei Tagen einen größer angelegten Angriff auf Verteidigungspositionen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und verbündeter Gruppierungen in der Stadt Abu Kamal bei der Großstadt Deir ez-Zor. Die im Euphrat-Tal gelegene Grenzstadt zum Irak ist immer wieder Überfällen des IS ausgesetzt, vor allem da die Terrormiliz bisher südliche Wüstengebiete und das andere Ufer des Euphrats kontrolliert. Nach der erfolgreichen Abwehr des Angriffes sollen mehrere Einheiten einen Gegenangriff auf die syrische Wüste gestartet haben, wo sich Dutzende Kämpfer des Islamischen Staates verstecken.

Durch einen Sandsturm begünstigt starteten IS-Kämpfer in der Nacht mehrere Überfälle auf Abu Kamal, umliegende Dörfer und angeblich auch zwei Erdöl-Pumpstationen in der Wüste, von denen eine bereits vor etwa einem Monat einem großen Angriff ausgesetzt war, welcher beiden Seiten erhebliche Verluste zufügte. Die Islamisten mussten sich trotz der Unterstützung von Selbstmordattentätern bzw. Autobomben (SVBIEDs) geschlagen geben und sich zurückziehen. Insgesamt wurden eigenen Berichten zufolge etwa ein Dutzend Soldaten der syrischen Armee getötet und ein Panzer zumindest beschädigt.

Als besonders problematisch erweist sich die Präsenz des Islamischen Staates auf dem östlichen Euphrat-Ufer, von dem aus man einen weiten Teil von Abu Kamal überblicken kann (siehe Bild). Eigentlich befindet sich diese Region unter dem „Einflussgebiet“ der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), doch nach der Eroberung von Abu Kamal durch die syrische Armee gab es keine Bemühungen seitens der USA mehr, den IS aus der irakischen Grenzregion zu vertreiben. Seitdem startet der IS von diesen Rückzugsgebieten aus immer wieder Angriffe auf umliegende Gebiete, neben Abu Kamal auch auf weiter nördlich gelegene Positionen der SDF, die dabei schwere Verluste erleiden müssen. Das kurdisch-arabische Bündnis hat unter dem Vorwand des türkischen Angriffes auf Afrin alle Operationen in der Provinz Deir ez-Zor gestoppt, jedoch wurden quasi keine Ressourcen von Deir ez-Zor nach Afrin verschoben. Zudem verleiht die Präsenz des IS den USA weiterhin eine Legitimation für den Aufenthalt des amerikanischen Militärs in Syrien.