Regierung, Separatisten und VAE kämpfen um Jemens größte Insel

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Südlich der arabischen Halbinsel liegt die jemenitische Insel Socotra, aufgrund ihrer einzigartigen Flora und Fauna ist sie ein beliebtes Urlaubsziel in der Region. Doch auch wenn Socotra bisher vom jemenitischen Konflikt verschont war, spitzt sich dort die Situation gefährlich zu, seitdem südjemenitische Separatisten versuchen, ihre eigene Regierung zu etablieren. Diese Spannungen führen zur Spaltung zwischen der südjemenitischen Bevölkerung und der Armee unter dem Kommando Saudi-Arabiens und der Exilregierung. Der Mikrokosmos von Socotra ist Ausdruck der gegenwärtigen Verwerfungen im Land und jenen Ambitionen, die ausländische Mächte auf den Jemen ausüben. Denn auch die Vereinigten Arabischen Emirate versuchen, sich die Insel einzuverleiben.

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Südjemenitische Unabhängigkeitskämpfer erobern Hauptstadt

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In der südjemenitischen und provisorischen Hauptstadt Aden herrscht der Ausnahmezustand. Anhänger einer südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung mit der Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate leisten sich vereinzelt Plänkeleien mit Soldaten der Exilregierung von Mansour Hadi, welcher hingegen von Saudi-Arabien gestützt wird. Es ist nicht das erste Mal, dass die Separatisten mit der Unterstützung der verarmten und vernachlässigten Bevölkerung die Macht in der zweitwichtigsten Stadt des Landes an sich reißen, bereits im Januar 2018 konnte Aden innerhalb von Stunden komplett von den Truppen Hadis geräumt werden. Erst durch die Intervention der Golfstaaten konnte ein endgültiger Riss zwischen den zwei grundverschiedenen Gruppierungen  verhindert werden, man einigte sich auf eine gemeinsame Regierung. Dieses Zwangsbündnis könnte nun ein Ende finden und in den jemenitischen Konflikt eine völlig neue Dynamik bringen.

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Wie Huthi-Rebellen Drohnenangriffe gegen die Golfstaaten perfektionieren

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Für die jemenitischen Houthi-Rebellen entwickeln sich die Drohnen aus eigener Produktion zur liebsten und effektivsten Waffe gegen die übermächtigen Nachbarn im Norden, besonders Saudi-Arabien ist immer öfter das Ziel von Drohneneinsätzen, welche von der Luftabwehr unentdeckt bleiben und beachtlichen Schaden in der Öl- und Militärinfrastruktur des Landes verursachen können, eine schmerzhafte Erinnerung für das Königshaus al-Saud, welchen anhaltenden Effekt die Intervention im jemenitischen Konflikt 2015 hat. Selbst die in über 1000 Kilometer entfernte Vereinigte Arabischen Emirate sind nicht mehr sicher, nachdem die Houthis Beweise für einen Drohnenangriff auf den Internationalen Khalid-Flughafen aus dem letzten Jahr dargelegt haben. Diese Eskalation ist nur der Anfang, wenn man den Drohungen der Houthi-Rebellen glauben schenken mag.

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Arabische Koalition attackiert Jemens letzte Lebensader

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Nach einer monatelangen Ruhe an der westjemenitischen Küste brachen in der vergangenen Woche erneut Gefechte zwischen den Houthi-Rebellen und einer bunten Allianz der jemenitischen Rest-Armee, südjemenitische Unabhängigkeitskämpfer, sudanesische Söldner unter der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate angeführten Arabischen Koalition aus. So konnten die Gegner der Houthis nahe der wichtigen Küstenstadt al-Hodaydah wichtige Fortschritte verzeichnen und Eine der letzten Nachschublinien in die Stadt kappen. Durch den Hafen der drittgrößten Stadt werden 90% aller humanitären Hilfsgüter in den Jemen gebracht, weshalb eine erfolgreiche Eroberung die Hotuhi-Rebellen im Landesinneren massiv von der Außenwelt abschneiden würde.

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Neue Proteste im Südjemen

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In der südjemenitischen Hauptstadt Aden kommt es in den vergangenen Tagen zu gewaltsamen Protesten der Bevölkerung, die sich vor allem gegen die derzeitige Finanzpolitik der international anerkannten Regierung von Mansour Hadi richtet. Besonders in den vergangenen Tagen hat sich die ökonomische Lage wesentlich verschlechtert, was vor allem in dem Währungsverfall der jemenitischen Rial Ausdruck findet. Aufgrund dessen gingen Hunderte Einwohner auf die Straßen und blockierten Diese mit hastig erbauten Barrikaden, viele weitere Läden und Institutionen waren geschlossen. Die neuen Demonstrationen fördern vor allem die Unabhängigkeitsbewegung des Südjemens, die ohnehin hohe Beliebtheit in Aden besitzt.

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Houthis attackierten angeblich erneut Dubai-Flughafen

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Die jemenitischen Houthi-Rebellen haben nach eigenen Berichten den Internationalen Flughafen von Dubai mithilfe von Kamikazedrohnen zum wiederholten Male attackiert, wie offizielle Nachrichtenagenturen in der Hauptstadt Sana’a bestätigen. Demnach wurde die erst neulich entwickelte Drohne des Typs „Samad-3“ für diese Operation genutzt, Dubai liegt etwa 1.200 Kilometer vom Kontrollgebiet der Houthi-Rebellen im Jemen entfernt. Die offizielle Flugbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate bestreitet diese Darstellung und sagt, dass es keinerlei Vorfälle gegeben habe. Der Flugverkehr werde demnach wie regulär weiter funktionieren. Es ist bereits der zweite vermeldete Angriff auf den Flughafen und der Dritte im Land.

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Saudi-Arabien tötet erneut Dutzende Kinder im Jemen

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Im Westen Jemens kam es erneut zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung, wiedermals verursacht durch die Luftwaffe Saudi-Arabiens, dem Anführer der Arabischen Koalition gegen die Houthi-Rebellen im südlichen Nachbarland. Diesmal wurden den Houthis nahe stehenden Medien zufolge 31 Zivilisten getötet, bei dem Großteil soll es sich um Kinder handeln. Bombardiert wurde ein Wohnhaus in der noch vor Monaten umkämpften Küstenstadt al-Hodaydah, welche sich seit jeher fest in den Händen der Houthi-Rebellen befindet. Dem Gesundheitsministerium zufolge stammen ein Großteil der getöteten Personen von der gleichen Familie, 22 Kinder wurden dabei umgebracht.

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Houthi-Rebellen rücken in Richtung Marib vor

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Die jemenitischen Houthi-Rebellen können in der Provinz Marib im Norden des Landes einige Erfolge erzielen und mehrere Kilometer näher an die gleichnamige Provinzhauptstadt vorrücken, eine Hochburg der mit der Hadi-Regierung verbündeten Islah-Partei, dem jemenitischen Ableger der Muslimbrüder. Die Frontlinien in Marib zählen zu den wenigen im Jemen-Konflikt, welche nicht für Monate und Jahre nahezu stagnieren. Inzwischen konnten die Houthis auf bis zu 20 Kilometer an Marib vorrücken und dabei eine wichtige Versorgungsstraße weiter nördlich durchschneiden, was effektiv weitere Gebiete belagern lässt. Marib galt besonders in der westlichen Berichterstattung als sichere und stabile Region

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USA & Saudi-Arabien rekrutieren und finanzieren al-Qaida im Jemen

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Al-Qaida im Jemen nutzt die gleiche Shahada-Flagge wie der Islamische Staat

Die von Saudi-Arabien angeführte Arabische Koalition, unterstützt und mitfinanziert durch die verschiedenen westlichen Verbündete, soll seit ihrer Intervention im Jemen-Konflikt 2015 immer wieder geheime Verhandlungen mit dem jemenitischen Ableger von al-Qaida („Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel“) geführt haben, um gemeinsame Angriffe gegen die verfeindeten Houthi-Rebellen zu koordinieren oder Hunderte Mitglieder in die eigenen Reihen aufzunehmen um später gegen die Houthis kämpfen zu können. Diese neue Offenbarung wirft ein fragwürdiges Licht auf die angeblichen Erfolge die Koalition, al-Qaida immer wieder im Osten Jemens angegriffen und besiegt zu haben, stattdessen wurde ihnen Geld und freies Geleit aus ihren Territorien gegeben, insofern sie weiterhin den gemeinsamen Feind der Houthi-Rebellen bekämpfen würden. Die USA hat diese Vorhaben aktiv unterstützt.

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Houthi-Drohne trifft Flughafen von Abu Dhabi

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Der inzwischen getötete Ex-Präsident Saleh und Houthi-Beamte inspizieren 2015 das neue gebaute Drohnenarsenal

Nur einen Tag nach einem erfolgreichen Angriff auf einem saudi-arabischen Öltanker vor der jemenitischen Küste scheint den Houthi-Rebellen ein zweiter, großer Angriff gelungen zu sein: Diesmal auf den Internationalen Flughafen von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach griff mindestens eine ferngesteuerte Drohne den über 1.200 Kilometer entfernten Hauptstadtflughafen an, es gibt keine näheren Berichte von verursachten Schäden oder verletzten. Der Luftverkehr scheint ebenfalls regulär zu laufen. Auf Twitter bestätigte der Flughafen einen „Vorfall“ im Zusammenhang mit einem Versorgungsfahrzeug, bestätigen also nicht direkt die Darstellung von Houthi-Medien.

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Huthi-Rebellen attackieren Schiff Saudi-Arabiens, Seeweg gesperrt

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Von den Houthis zerstörtes Schiff aus dem Jahre 2017

Die jemenitischen Houthi-Rebellen griffen am Mittwoch ein Schiff der saudi-arabischen Flotte in der Nähe des Aden-Golfes westlich von Jemen an. Bisher ist nicht ganz geklärt, um welchen Typ es sich bei dem Schiff handelt. Während jemenitische und den Houthis nahe stehenden Medien von einem Angriff auf eine Fregatte („Damman 816“) redet, berichtet das saudische Verteidigungsministerium lediglich von einem Angriff auf einen Öltanker, gibt insofern aber einen Angriff auf eines ihrer Schiffe zu. Die Houthis greifen immer wieder erfolgreich Kriegsschiffe der Arabischen Koalition an, zuletzt Landungsboote der Vereinigten Arabischen Emirate bei der Küstenstadt al-Hodaydah.

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Houthi-Drohnen attackieren Hauptstadt Saudi-Arabiens

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Der inzwischen getötete Ex-Präsident Saleh inspiziert 2015 die neu gebauten Drohnen

Die von den jemenitischen Houthi-Rebellen entwickelten und operierten Angriffsdrohnen des Typs „Samad-2“ sollen eigenen Medienangaben zufolge eine Erdölraffinerie südöstlich der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen und dabei beschädigt haben. Das Unternehmen „Aramco“ bestätigt einen kleinen Brand auf der Anlage bei Riad, spricht jedoch von einem „technischen Fehler“. Interessant ist hierbei auch, dass die Flugabwehr Saudi-Arabiens scheinbar nicht auf den Einsatz einer Drohne vorbereitet war und dementsprechend nicht aktiviert wurde. Die Regierung selber kommentierte diesen Vorfall nicht. Ein Pressesprecher der Houthis berichtet sogar davon, dass die Drohne sicher zurückgekehrt ist. Eine Samad-Drohne wurde in der Vergangenheit noch nicht benutzt.

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Huthi-Rebellen stoppen Offensive Saudi-Arabiens an wichtiger Hafenstadt

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Pro-Houthi-Demonstration in al-Hodaydah

Im Westen der jemenitischen Küste dauern die schwersten Kämpfe seit Monaten weiterhin an. Südlich der drittgrößten und vitalen Hafenstadt al-Hodaydah dringen vereinte Streitkräfte der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung, verschiedene Milizen, sudanesische Söldner, Truppen der Arabischen Koalition und der jemenitischen Armee gemeinsam weiter vor mit dem Ziel, diesen wichtigen Ort von den Houthi-Rebellen (ebenfalls bekannt unter dem Namen „Ansar Allah“) zu erobern und somit Eine der letzten Verbindungen zur Außenwelt für die Houthis zu kappen.

Al-Hodaydah nimmt dabei eine relevante Rolle für das gesamte Land ein, durch den dortigen Hafen werden etwa 90% aller humanitären Hilfsgüter importiert und ein Großteil aller produzierten Waren in der Vergangenheit exportiert. Neben der Vertreibung von Hunderttausenden Einwohnern würde dadurch die ohnehin schon existenten Hungersnöte und Epidemien weiterhin verstärkt werden. Bisher aber können die Houthis gestärkt aus den Gefechten hervorgehen und die Stadt erfolgreich vor allen Angriffen verteidigen. Es droht ein weiteres Fiasko für die militärischen Vorhaben Saudi-Arabiens zu werden.

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Saudi-Arabien erobert angeblich Flughafen bei al-Hodaydah

DfydU0NXkAUH5Jd.jpgIm Westen der jemenitischen Küste dauern die schwersten Kämpfe seit Monaten weiterhin an. Südlich der drittgrößten und vitalen Hafenstadt al-Hodaydah dringen vereinte Streitkräfte der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung, verschiedene Milizen, sudanesische Söldner, Truppen der Arabischen Koalition und der jemenitischen Armee gemeinsam weiter vor mit dem Ziel, diesen wichtigen Ort von den Houthi-Rebellen (ebenfalls bekannt unter dem Namen „Ansar Allah“) zu erobern und somit Eine der letzten Verbindungen zur Außenwelt für die Houthis zu kappen. Al-Hodaydah nimmt dabei eine relevante Rolle für das gesamte Land ein, durch den dortigen Hafen werden etwa 90% aller humanitären Hilfsgüter importiert und ein Großteil aller produzierten Waren in der Vergangenheit exportiert. Neben der Vertreibung von Hunderttausenden Einwohnern würde dadurch die ohnehin schon existenten Hungersnöte und Epidemien weiterhin verstärkt werden.

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Schwere Gefechte südlich von jemenitischer Hafenstadt

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Trotz militärischer Rückschläge in den vergangenen Wochen kündigte die „Arabische Koalition“ unter der Führung Saudi-Arabiens vor zwei Tagen den Anbeginn der Schlacht um die wichtige Hafenstadt al-Hodaydah am Roten Meer an. Diese drittgrößte Stadt des Landes ist für die Versorgung des gesamten Nordens zuständig, durch seinen Hafen erreichen etwa 90% aller humanitären Hilfsgüter der internationalen Staaten den Jemen, dementsprechend vital und bedeutend würde seine Eroberung sein. Die Verteidiger stellen die ebenfalls unter den Namen „Ansar Allah“ bekannten Houthi-Rebellen dar, die seit über vier Jahren den Ort kontrollieren. Die Angreifer wiederum bilden sich aus den verschiedensten Gruppierungen, darunter auch sudanesische Söldner, Spezialeinheiten der Vereinigten Arabischen Emirate, Anhänger der anerkannten Regierung unter Mansour Hadi und Kämpfer der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung. Dieser Angriff kann sich zu einem humanitären Desaster für das Land entwickeln.

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