Kämpfe in Tripolis: Kein Ende in Sicht

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Seit drei Wochen kommt es nahe der libyschen Hauptstadt zu den heftigsten Gefechten die das geteilte Land seit Jahren gesehen hat, nachdem die „Libysche Nationalarmee“ (LNA) unter der Führung der ostlibyschen Tobruk-Regierung und dem General Khalifa Haftar eine groß angelegte Offensive auf Tripolis startete, welches derzeit von den verschiedenen Milizen unter dem Schirm der „Einheitsregierung“ (GNA) kontrolliert wird. Während die Offensive sich zunehmend festfährt und beide Seiten keine entscheidenden Erfolge verzeichnen können, steigen die Beschuldigungen vom Einsatz ausländischer Kämpfer und der internationalen Finanzierung, unter anderem sollen auch amerikanische Spezialeinheiten vor Ort aktiv sein. Der derzeitige Konflikte wird noch Monate dauern, bis ihn eine Seite für sich entscheiden könnte oder der Status Quo durch eine Waffenruhe verfestigt wird.

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Ostlibyen startet neue Offensive auf Tripolis

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Libyen steht kurz vor der Wiedervereinigung unter militärischen Hand: Die ostlibysche Regierung unter der faktischen Führung des Generals und Anführer der „Libyschen Nationalarmee“ (LNA) Khalifa Haftar kündigte den „Marsch auf Tripolis“ an, die eigentliche Hauptstadt des Landes, welche jedoch von der rivalisierenden Einheitsregierung des Präsidenten Fajis Sarraj kontrolliert wird. Nachdem die ostlibysche Tobruk-Regierung ihre Machtposition konsolidieren und ihren Einflussbereich durch militärische Offensive in Südlibyen, gegen Islamisten in Dernah und Benghazi ausweiten konnte, rückt nun Eines der letzten großen Gebiete unter feindlicher Kontrolle ins Visier. Trotz der weitgehenden Kontrolle der LNA über Libyen handelt es sich bei der hauptsächlich von der USA, UN und Italien unterstützten Einheitsregierung um einen fähigen Kontrahenten, welches über ein kleines, aber wirtschaftlich starkes und bevölkerungsreiches Region im Nordwesten des Landes regiert.

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Kämpfe in Libyens Hauptstadt bedrohen die Regierung

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In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist die militärische Lage nach einer monatelangen Ruhephase erneut eskaliert. Verschiedene Milizen brachen im Süden der Großstadt die noch kurz zuvor ausgehandelte Waffenruhe zwischen Stammesführern, Milizenführern und der sogenannten „Einheitsregierung“ unter dem Präsidenten Faiez Sarraj, die vom Westen als offizielle Regierung Libyens anerkannt wird, aber in Wirklichkeit kaum einen wichtigen Faktor in der Politik spielt. Der Ausbruch neuer Gefechte inmitten des „Regierungssitzes“ ist ein weiterer Ausdruck dieser Unfähigkeit, die eigenen Milizen unter Kontrolle halten zu können. Nach über einer Woche scheint aber immerhin die Gefahr eines Militärputsches gebannt zu sein.

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Neue Kämpfe um Libyens „Ölhalbmond“

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Die feindliche Miliz konnte 21 Militärfahrzeuge in der Stadt Rasu Lainuf erbeuten

Im Zentrum Libyens liegt die rohstoffreichste Region des Landes, der sogenannte „Ölhalbmond“, welcher zum momentanen Zeitpunkt unter der Kontrolle der ostlibyschen Regierung in Tobruk steht. An dessen Spitze steht der militärische Anführer der „Libyschen Nationalarmee“, Kahlifa Haftar, welcher als der mächtigste Mann in Libyen gilt. Dort kam es nun nach monatelanger Ruhe wieder zum Ausbruch schwerer Gefechte zwischen einer örtlichen Miliz und den Streitkräften der Libyschen Nationalarmee. Der Handel mit Erdöl ist in vielen Orten dadurch zum Erliegen gekommen, dem ohnehin vom Krieg zerütteten Land drohen weitere Verluste.

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Libysche Nationalarmee attackiert Islamistenhochburg

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Die unter dem Kommando der westlibyschen Tobruk-Regierung stehende „Libysche Nationalarmee“ startete vor etwa zwei Wochen eine neue Operation zur Eroberung der westlibyschen Küstenstadt Derna. Derna befindet sich unter der Kontrolle eines dschihadistischen „Shura-Rats“, der intensive Beziehungen mit al-Qaida pflegt und auch einst eine Präsenz des Islamischen Staates besaß, diese IS-Anhänger jedoch in Folge von Attentaten in Ungnade gefallen sind. Neben Basis von islamistischen Extremisten gilt die Stadt ebenfalls ein essentielles Teil des Menschenschmuggels und -handels.

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Libyens mächtigster Mann ist tot

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Der libysche Militärkommandant und Anführer der „Libyschen Nationalarmee“ (LNA) Khalifah Haftar ist scheinbar in einem parisischen Krankenhaus gestorben, nachdem er vor zwei Tagen wegen eines Schlaganfalls von Jordanien nach Frankreich transportiert wurde. LNA-nahe stehende Quellen sprechen hingegen von der erfolgreichen Genesung und Rückkehr Haftars nach Benghazi im Nordosten des Landes, während Andere behaupten dass er nie einen Schlaganfall erlitten hatte. Trotz des offiziel klingenden Namens ist die Nationalarmee lediglich ein Zusammenschluss etlicher Milizen und Überresten der damaligen libyschen Armee unter Muhammar Ghaddafi, dessen Kontrollgebiet sich hauptsächlich auf die östliche Seite des Landes erstreckt und ihren politischen Sitz in Tobruk hat.

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Haftar: Libysche Einigungsversuche sind gescheitert

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Khalifah Haftar, Generalkommandant der „libyschen Nationalarmee“ unter dem Kommando der ostlibyschen Tobruk-Regierung, erklärte in einer Fernsehrede an die libysche Bevölkerung den Ablauf der „libyschen politischen Einigung“, einem von der UN im Jahre 2015 bekräftigten Vertrag zwischen verschiedenen Mächten in Libyen, die die Schaffung eines gemeinsamen administrativen Körpers und kommende Wahlen ermöglichen sollte. Die Frist ist mit zwei Jahren am 17. Dezember damit offiziell ausgelaufen, die dadurch erschaffene Regierung der „nationalen Vereinigung“ würde damit aufgelöst werden.

Haftar zufolge soll die libysche Nationalarmee die letzten zwei Jahre eng mit der UN und internationalen Partnern gearbeitet haben, um eine Einigung für ganz Libyen zu erzielen. Dennoch gab es in den in dem Zeitraum keinerlei Fortschritte. Die Armee wird nur noch Befehle von den Institutionen entgegennehmen, die von der libyschen Bevölkerung durch Wahlen legitimiert ist. Vor mehreren Monaten war Haftar aufgrund internationalen Drucks gezwungen, seine Armee unter der Aufsicht der nationalen Vereinigung zu stellen.

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