IS hält seit über 2 Monaten philippinische Großstadt

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In der südphilippinischen Großstadt Mirawa dauern nun seit über zwei Monaten schwere Kämpfe zwischen der philippinischen Armee und dem „Islamischen Staat in Lanao“ an. Der IS konnte weite Teile der inzwischen fast völlig verlassenen Stadt halten, die philippinischen Streitkräfte scheinen trotz der Unterstützung der USA und Chinas gegen eine Wand zu laufen, beide Seiten sollen Hunderte an Toten zu beklagen haben. Und es ist bei weitem kein Ende der Kämpfe in Sicht.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte findet die deutlichsten Worte für das Geschehen in Marawi, laut ihm waren alle Parteien auf einen derart organisierten und effektiven Gegner nicht vorbereitet. Duterte sieht ein Ende der Kämpfe erst in einem Jahr. Die Fakten auf dem Schlachtfeld sind der simpelste Ausdruck seiner Aussagen: Hunderte IS-Kämpfer kontrollieren seit dem 23. Mai rund 50% der einst 200.000 Einwohner zählenden Großstadt. Trotz dem täglichen Einsatz der Luftwaffe und Artillerie hält sich der Islamische Staat in seinen Ruinen östlich der Kanäle, die die Stadt in drei Teile teilt. Insgesamt soll man rund 860 Gebäude kontrollieren.

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IS-Terrorangriff in Manila – philippinische Behörden relativieren

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IS-Medien veröffentlichen Bilder von den Angreifern

Im Zentrum der philippinischen Haupstadt Manila ereignete sich in der letzten Nacht ein Terrorangriff auf das Spielkasino „Resorts World Manila“. Die ersten vagen Berichte sprechen von Rauchschwaden und Schüssen aus dem Gebäude, die Schussgeräusche sollen nach wenigen Minuten wieder abgeklungen sein. Bereits vor den ersten Berichten sprechen Medienkanäle des „Islamischen Staates in Lanao“ von einer „Lonewolf“-Attacke in das „Herz der Ungläubigen“, reklamieren die Tat also für sich. Weitere Statements aus internen Chatverläufen des IS identifizieren den Angreifer als einen „Soldaten des Islamischen Staates“ namens Abu Khayr al-Luzone. Sein Ziel soll es gewesen sein, das Kasino aufgrund von „im Islam verbotenen Praktiken“ in Brand zu stecken.

Während also dem IS nahe stehende Medien wie AMAQ bereits alle Hintergrunde veröffentlichten, verlauteten die philippinischen Behörden zunächst erfreuliche Nachrichten: Es soll zu keinen Toten oder Verletzten gekommen sein. Später wurden dennoch auf einmal 36 Tote gefunden, alle sollen erstickt worden sein. AMAQ selber redet von vier getöteten Zivilisten, die wohl direkt durch die Hand der Angreifer ermordet wurden. Die Anzahl an Verletzten stieg auf 70.
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IS bekennt sich offiziell zum Anschlag

Trotz der eindeutigen Beweise für einen Angriff geht die Polizei von einem normalen Verbrechen ohne terroristischen Hintergrund aus. „Der Mann habe vielleicht Geld in dem Kasino verloren und habe es zurückhaben wollen oder sei komplett durchgedreht“, erklärte der Polizeichef des Landes. „Wir können sagen, dass dies kein terroristischer Akt war“, sagte er. „Ein isolierter Einzelfall“, so weiter. Der Täter hatte nach Angaben der Polizei Spielchips geraubt, in einen Fernsehmonitor geschossen, Benzin über Spieltische geschüttet und sie angezündet.

Die Polizei soll außerdem die Leiche des Täters gefunden haben. Er soll sich kurz darauf umgebracht haben. Dies deckt sich mit den Angaben aus IS-Medien, die ebenfalls von seinem „Märtyrertum“ redeten, nachdem er sein Ziel (Shaheed) erreicht hatte. Seltsamerweise gibt es von den verschiedenen Quellen verschiedene Angaben über die Anzahl der Täter. Die ersten Angaben von privaten IS-Chats nannten nur einem Täter, auch wenn das veröffentlichte Bild (oben) zwei Personen zeigt. Die philippinische Polizei redet ebenfalls von nur einem Täter. Das neu veröffentlichte, offizielle Bekenntnis auf AMAQ hingegen spricht von „Kämpfern“, also im Plural. Laut Augenzeugen waren es ebenfalls zwei Angreifer.

Die islamistischen Gruppierungen Maute, Abu Sayyaf und weitere kleine Splittergruppen vereinten sich Ende 2016 zum „Islamischen Staat in Lanao“ und wurden damit Teil des Islamischen Staates. Alle Gruppen mussten dem derzeitigen Emir Ismilon Hapilon die Treue schwören, welches zuvor Anführer von Abu Sayyaf war und vom IS direkt als Vertreter ernannt wurde. Vor fast zwei Wochen attackierten sie die Stadt Marawi im Süden des Landes und können der philippinischen Armee schwere Verluste zufügen.

Philippinischer Luftangriff tötet eigene Soldaten – brutale Kämpfe in Marawi

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IS-Kämpfer auf erbeutetem Fahrzeug der Armee

In der südphilippinischen Stadt Mirawa dauern weiterhin schwere Kämpfe zwischen der philippinischen Armee und dem „Islamischen Staat in Lanao“ an. Schwere Kämpfe dauern weiterhin in der Mitte der Stadt an, besonders die drei Brücken, welche in das Zentrum der Stadt führen, sind Schauplatz der Kämpfe. Es gibt keine Berichte von Gebietsveränderungen in den letzten Tagen, unbestätigten Berichten zufolge kontrolliert man weiterhin 20% der Stadt. Der IS scheint in vielen Gebieten Scharfschützen einzusetzen, die der philippinischen Armee den Kampf und die Räumung von Häusern erschwert.

Bis Sonntag sollen laut philippinischen Verteidigungsministerium 61 Maute-Kämpfer umgebracht worden sein. Einige Kämpfer sollen aus dem Jemen, Indonesien, China, Saudi-Arabien, Malaysia und Australien stammen. Von den eigenen Truppen wurden 20 getötet, über 50 wurden verletzt und zwei Soldaten werden vermisst. Am Mittwoch wurden durch Luftangriffe der philippinischen Streitkräfte aus Versehen elf Soldaten der 55. Infanteriebrigade umgebracht, wie das Verteidigungsministerium selber bestätigte. Duterte selber räumte enorme Verluste der Armee über der ganzen Operation hinweg ein, ohne nähere Angaben zu tätigen. Laut der dem IS nahe stehenden Nachrichtenagentur AMAQ sind bisher ~85 philippinische Soldaten umgebracht worden. Hinzu kommen laut eigenen Angaben 14 weitere Soldaten und Offiziere auf der Insel Jolo Sulu im Südwesten des Landes, die bei einem Überfall umgebracht wurden.

AMAQ publizierte außerdem ein erstes Video von den Kämpfen in Marawi. Erste verwackelte Bilder zeigen eher junge, leicht ausgerüstete Kämpfer im Häuserkampf, als auch gepanzerte Fahrzeuge die von der Armee erobert wurden, aber wahrscheinlich nicht mehr funktionsfähig sind. Am selben Tag wurden auch Bilder einer abgeschossene Überwachungsdrohne (DJI Mavic Pro) der Luftwaffe veröffentlicht.

Tausende Menschen fliehen weiterhin aus Marawi, die philippinische Armee hat inzwischen Kontrollpunkte und Straßensperren um die Stadt aufgebaut, um den Maute-Kämpfern keine Fluchtmöglichkeit zu geben und Flüchtende zu untersuchen. 2.000 Zivilisten sollen sich weiterhin in den umkämpften Gebieten leben, wo ihnen keine Möglichkeit zur Flucht gegeben ist. Mehrere Bürgermeister aus der Region Lanao del Sur erreichten das Kapitol, um die Möglichkeit eines solchen Angriffes auf ihre Städte zu debattieren.

Duterte bat derweil die maoistischen Rebellen der New People’s Army (NPA) und die muslimischen Separatisten (Moro Islamic Liberation Front, MILF; Moro National Liberation Front, MNLF), sich dem Kampf gegen den Islamischen Staat anzuschließen.  „Ich werde euch als Soldaten anheuern – gleicher Sold, gleiche Privilegien, und ich werde für euch Häuser in einigen Gebieten bauen“, sagte Duterte in einer Rede, die gestern ausgestrahlt wurde. Einen Tag später erklärte zumindest ein Vertreter der NPA die Bereitschaft der Gruppe, sich einem „gemeinsamen Feind“ anzuschließen, dessen „vorrangiges Ziel die Ermordung von Zivilisten“ ist. Die MNLF versicherte am Dienstag ebenfalls ihre Bereitschaft, mehrere hundert ihrer 5000 Kämpfer nach Marawi zu schicken.

Erste Berichte von einem Angriff auf die Stadt gab es am 23. Mai, erstes Ziel war das Amai Pakpak-Krankenhaus, um die eigenen Verletzten zu versorgen. Der philippinische Präsident Duterte erklärt während einer Reise nach Russland das Kriegsrecht in der Provinz Mindanao, wo sich auch Marawi befindet. Angeblich soll Maute nicht mehr als 500 Mitglieder besitzen, in der Operation involviert sollen 100-250 Mitglieder gewesen sein. Ein ähnliches Debakel wie in Mossul würde das bedeuten. Vor allem dieser Ausdruck einer Machtprojektion wird der Rekrutierung in den Philippinen helfen.

Die islamistischen Gruppierungen Maute, Abu Sayyaf und weitere kleine Splittergruppen vereinten sich Ende 2016 zum „Islamischen Staat in Lanao“ und wurden damit Teil des Islamischen Staates. Alle Gruppen mussten dem derzeitigen Emir Ismilon Hapilon die Treue schwören, welches zuvor Anführer von Abu Sayyaf war und vom IS direkt als Vertreter ernannt wurde.

Brutale Kämpfe in den Philippinen dauern an – Duterte bittet Maoisten um Hilfe

In der südphilippinischen Stadt Mirawa dauern weiterhin schwere Kämpfe zwischen der philippinischen Armee und der „Maute-Gruppe“ an, welche sich dem Islamischen Staat angeschlossen hat. Die philippinische Regierung schickte nach drei Tagen Verstärkung zur Großstadt, schwere Kämpfe dauern derzeit beim Militärlager der 103. Infanteriebrigade und beim Ami Pakpak-Krankenhaus an. Es gibt dennoch keine Berichte von Gebietsveränderungen in den letzten Tagen. Maute scheint in vielen Gebieten Scharfschützen einzusetzen, die der philippinischen Armee den Kampf und die Räumung von Häusern erschwert.

Bis Sonntag sollen laut philippinischen Verteidigungsministerium 61 Maute-Kämpfer umgebracht worden sein. Einige Kämpfer sollen aus der USA, Indonesien, China, Saudi-Arabien, Malaysia und Australien stammen. Von den eigenen Truppen wurden 20 getötet, über 50 wurden verletzt und zwei Soldaten werden vermisst. Laut der dem IS nahe stehenden Nachrichtenagentur AMAQ sind bisher 70 philippinische Soldaten umgebracht worden. Hinzu kommen laut eigenen Angaben 14 weitere Soldaten und Offiziere auf der Insel Jolo Sulu im Südwesten des Landes, die bei einem Überfall umgebracht wurden.

Veröffentlichte Videos zeigen Geiseln von Maute, die die philippinischen Streitkräfte dazu aufrufen, die Luftschläge und Angriffe zu unterlassen. Ansonsten drohe man mit der Exekution von entführten Zivilisten, welche in erster Linie Christen sind. Bisher wurden mindestens 20 Zivilisten umgebracht. Neun Menschen wurden bei dem Versuch getötet, mithilfe eines LKWs aus der Stadt zu fliehen. Viele Zivilisten wurden von Maute aufgehalten und die Christen und Muslime darauffolgend separiert. Wer keine Koranstellen auswendig vortragen konnte, wurde als Christ gebrandmarkt und danach getötet. Acht Leichen wurden in einem Graben in der Stadt gefunden. Neben ihren Körpern lagen kleine Schilder mit dem Titel „Munafik“, übersetzt Verräter, drauf.

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Tausende Menschen fliehen weiterhin aus Marawi, die philippinische Armee hat inzwischen Kontrollpunkte und Straßensperren um die Stadt aufgebaut, um den Maute-Kämpfern keine Fluchtmöglichkeit zu geben und Flüchtende zu untersuchen. 2.000 Zivilisten sollen sich weiterhin in den umkämpften Gebieten leben, wo ihnen keine Möglichkeit zur Flucht gegeben ist. Mehrere Bürgermeister aus der Region Lanao del Sur erreichten das Kapitol, um die Möglichkeit eines solchen Angriffes auf ihre Städte zu debattieren.

Duterte bat derweil die maoistischen Rebellen der New People’s Army (NPA) und die muslimischen Separatisten (Moro Islamic Liberation Front, MILF; Moro National Liberation Front, MNLF), sich dem Kampf gegen den Islamischen Staat anzuschließen.  „Ich werde euch als Soldaten anheuern – gleicher Sold, gleiche Privilegien, und ich werde für euch Häuser in einigen Gebieten bauen“, sagte Duterte in einer Rede, die gestern ausgestrahlt wurde. Einen Tag später erklärte zumindest ein Vertreter der NPA die Bereitschaft der Gruppe, sich einem „gemeinsamen Feind“ anzuschließen, dessen „vorrangiges Ziel die Ermordung von Zivilisten“ ist.

Erste Berichte von einem Angriff auf die Stadt gab es am 23. Mai, erstes Ziel war das Amai Pakpak-Krankenhaus, um die eigenen Verletzten zu versorgen. Der philippinische Präsident Duterte erklärt während einer Reise nach Russland das Kriegsrecht in der Provinz Mindanao, wo sich auch Marawi befindet. Angeblich soll Maute nicht mehr als 500 Mitglieder besitzen, in der Operation involviert sollen 100-250 Mitglieder gewesen sein. Ein ähnliches Debakel wie in Mossul würde das bedeuten. Vor allem dieser Ausdruck einer Machtprojektion wird der Rekrutierung in den Philippinen helfen.

Die islamistischen Gruppierungen Maute, Abu Sayyaf und weitere kleine Splittergruppen vereinten sich Ende 2016 zum „Islamischen Staat in Lanao“ und wurden damit Teil des Islamischen Staates. Alle Gruppen mussten dem derzeitigen Emir Ismilon Hapilon die Treue schwören, welches zuvor Anführer von Abu Sayyaf war und vom IS direkt als Vertreter ernannt wurde.

Kämpfe gegen den IS in philippinischer Großstadt

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In der südphilippinischen Stadt Mirawa dauern weiterhin schwere Kämpfe zwischen der philippinischen Armee und der „Maute-Gruppe“ an, welche sich dem Islamischen Staat angeschlossen hat. Die philippinische Regierung schickte nach drei Tagen Verstärkung zur Großstadt, schwere Kämpfe dauern derzeit beim Militärlager der 103. Infanteriebrigade und beim Ami Pakpak-Krankenhaus an. Neue Bilder zeigen die Polizeistation unter der Kontrolle von Maute, die sich weit im Westen des Ortes befindet. Laut diversen Angaben befinden sich inzwischen rund 70% der Stadt unter ihre Kontrolle, die Armee versuch im Südwesten zurückzuschlagen. Diese enorme Kontrolle erscheint aber unwahrscheinlich, alleine weil dafür die Kapazitäten fehlen würden. Inzwischen werden auch Luftschläge und Helikopter aktiv genutzt.

Am Donnerstag sollen laut philippinischen Verteidigungsministerium 31 Maute-Kämpfer umgebracht worden sein, auch sechs Soldaten sind verstorben. Laut der dem IS nahe stehenden Nachrichtenagentur AMAQ sind bisher 70 philippinische Soldaten umgebracht worden. Hinzu kommen laut eigenen Angaben 14 weitere Soldaten und Offiziere auf der Insel Jolo Sulu im Südwesten des Landes, die bei einem Überfall umgebracht wurden.

Tausende Menschen fliehen weiterhin aus Marawi, die philippinische Armee hat inzwischen Kontrollpunkte und Straßensperren um die Stadt aufgebaut, um den Maute-Kämpfern keine Fluchtmöglichkeit zu geben und Flüchtende zu untersuchen. Mehrere Bürgermeister aus der Region Lanao del Sur erreichten das Kapitol, um die Möglichkeit eines solchen Angriffes auf ihre Städte zu debattieren.

Erste Berichte von einem Angriff auf die Stadt gab es am Dienstag, erstes Ziel war das Amai Pakpak-Krankenhaus, um die eigenen Verletzten zu versorgen. Die Maute-Gruppe schwor vor einiger Zeit dem Islamischen Staat die Treue und nutzt inzwischen auch deren Flagge, konnte sich aber bisher nicht als offizieller Teil etablieren. Der Bürgermeister und Einwohner haben in den regionalen Medien darum gebetet, dass Unterstützung (in Form des Militärs) bei ihnen eintreffen soll. Bisher scheint aber noch keine Unterstützung angekommen zu sein. Der philippinische Präsident Duterte erklärt während einer Reise nach Russland das Kriegsrecht in der Provinz Mindanao, wo sich auch Marawi befindet. Angeblich soll Maute nicht mehr als 500 Mitglieder besitzen, in der Operation involviert sollen 100-250 Mitglieder gewesen sein. Ein ähnliches Debakel wie in Mossul würde das bedeuten. Vor allem dieser Ausdruck einer Machtprojektion wird der Rekrutierung in den Philippinen helfen.

IS erobert Großteil philippinischer Großstadt

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Die dem Islamischen Staat nahe stehende Nachrichtenagentur AMAQ berichtet am Mittwoch, dass die „Maute-Gruppe“ die südphilippinische Hauptstadt der Provinz Lanao Del Sur namens Marawi größtenteils unter ihre Kontrolle hat. Nach eigenen Angaben setzte man verschiedene, öffentliche Institutionen in Brand, darunter mehrere Schulen, das Gefängnis und die St. Mary-Kirche. Laut lokalen Medien wurden die Priester und weitere Christen aus der Kirche entführt und die Kirche danach zerstört. Außerdem „befreiten“ sie über 100 muslimische Gefangene aus dem Gefängnis.

Hinzu kommen weitere Überfälle auf die Polizeistation, wo Waffen, Munition und mindestens ein gepanzertes Fahrzeug erbeutet wurde. Die Todeszahlen auf beiden Seiten sind bisher unbekannt, laut Anwohnern wurde ein Polizist, mehrere Lehrer und Frauen bisher geköpft. Mindestens ein Polizist ist gestern bei Kämpfen gestorben. Laut AMAQ wurden über 75 philippinische Soldaten und Polizisten entweder getötet oder verletzt, wobei derartige Zahlen grundsätzlich inflationär gehalten sind.

Erste Berichte von einem Angriff auf die Stadt gab es am Dienstag, erstes Ziel war das Amai Pakpak-Krankenhaus, um die eigenen Verletzten zu versorgen. Die Maute-Gruppe schwor vor einiger Zeit dem Islamischen Staat die Treue und nutzt inzwischen auch deren Flagge, konnte sich aber bisher nicht als offizieller Teil etablieren. Der Bürgermeister und Einwohner haben in den regionalen Medien darum gebetet, dass Unterstützung (in Form des Militärs) bei ihnen eintreffen soll. Bisher scheint aber noch keine Unterstützung angekommen zu sein. Der philippinische Präsident Duterte erklärt während einer Reise nach Russland das Kriegsrecht in der Provinz Mindanao, wo sich auch Marawi befindet. Angeblich soll Maute nicht mehr als 500 Mitglieder besitzen, in der Operation involviert sollen 100-250 Mitglieder gewesen sein. Ein ähnliches Debakel wie in Mossul würde das bedeuten. Vor allem dieser Ausdruck einer Machtprojektion wird der Rekrutierung in den Philippinen helfen.

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IS attackiert philippinische Stadt

Philippinische Medien berichten am Dienstag von einem Angriff der „Maute-Gruppe“ auf die südphilippinische Stadt Marawi. Maute soll verschiedene Gebiete der Stadt erobert haben, darunter das Amai Pakpak-Krankenhaus. In der Nacht sollen durch Sympathisanten die St. Mary-Kirche, das Gefängnis und die Dansalaan-Hochschule in Brand gesteckt worden sein, viele Ausgänge aus der Stadt sind mit Fahrzeugen und Barrikaden versperrt. Laut philippinischen Militär attackierten 500 Kämpfer das Camp Ranao nahe Marawi mit dem Ziel, es zu kontrollieren. Bisher sind bei Kämpfen in der Stadt ein Polizist ums Leben gekommen, fünf Weitere sind verletzt. Die militärische Situation ist unklar, neben den Bewohnern scheint es einen medialen Blackout zu geben.

Die dem Islamischen Staat nahe stehende Nachrichtenagentur AMAQ bestätigte in einer Mitteilung einen groß angelegten Angriff des Islamischen Staates auf Malawi. Die Maute-Gruppe schwor vor einiger Zeit dem Islamischen Staat die Treue und nutzt inzwischen auch deren Flagge, konnte sich aber bisher nicht als offizieller Teil etablieren. Der Bürgermeister und Einwohner haben in den regionalen Medien darum gebetet, dass Unterstützung (in Form des Militärs) bei ihnen eintreffen soll. Der philippinische Präsident Duterte erklärt während einer Reise nach Russland das Kriegsrecht in der Provinz Mindanao, wo sich auch Malawi befindet.

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Maute-Kämpfer auf den Straßen Malawis