Qalamoun-Region vollständig unter Regierungskontrolle

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Das einst von der Opposition gehaltene Territorium im östlichen Teil der Region Qalamoun wurde nun offiziell vollständig von der syrischen Regierung kontrolliert, nachdem man nach langen Verhandlungen eine Einigung mit den dortigen oppositionellen Gruppierungen erzielen konnte. Damit befindet sich nahezu ganz Zentralsyrien unter der Kontrolle der syrischen Regierung und eine weitere Region konnte von den Aufständischen erfolgreich wiedererobert werden, ohne großes Blutvergießen in diesem Falle.

Zusammen mit russischen und internationalen Hilfslieferungen in den Städten Ruhaybah, Jalroud, Nasiriyah und al-Dumayr wurden in vielen öffentlichen Institutionen die Flagge der syrischen Republik gehisst, zudem agieren nun regionale Polizeieinheiten als Sicherheitskräfte, die syrische Armee wurde an andere Frontlinien (vor allem das vom Islamischen Staat gehaltene Damaszener Viertel Yarmouk) verlegt. In den Städten kam es mehrheitlich zu größeren Pro-Regierungsprotesten, wie veröffentlichte Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur SANA belegen.

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Armee erbeutet etliche Panzer und Waffen in Qalamoun

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Einige der Panzer, die die syrische Armee in Qalamoun zurückgewinnen konnte

Die Evakuierung der einst von der syrischen Opposition gehaltenen Region Ost-Qalamoun ist derzeit im vollem Gange, Tag für Tag erreichen Dutzende Transportbusse die Städte al-Dumayr, Ruhaybah, Jalrouh und Nasiriyah und transportieren Tausende aufständische Kämpfer und ihre Sympathisanten in die von der Türkei kontrollierte Region in Nord-Aleppo. In der größten Stadt al-Dumayr wurde bereits die Flagge der syrischen Regierung gehisst, nachdem man dort bereits einige Tage zuvor einen separaten Evakuierungsdeal mit der islamistischen Fraktion „Jaish al-Islam“ erreichen konnte. Bestandteil dieser Vereinbarungen war auch die Abgabe schwerer Waffen, die syrische Armee konnte dadurch eine beachtliche Menge an Panzern, Fahrzeugen etc. erbeuten, die man Jahre zuvor verloren hatte.

Insgesamt wurden fast 40 Panzer und Panzerfahrzeuge übergeben, darunter auch auf aufgerüstete Kampfpanzer wie der T-72 oder viele Transportfahrzeuge. Zudem wurden etliche Mengen von amerikanischen Panzerabwehrwaffen (TOWs und Milans) und weitere Ausrüstung gefunden, vor allem über die jordanische Grenze dorthin geschmuggelt. Außerdem wurde Eine der wenigen Abschussplattformen für die berühmten Zelzal-2-Ballistikraketen. Das Gros der Waffen fällt dadurch in die Hände der elitären „Tiger Forces“, die hauptsächlich an der kurzweiligen, quasi eintägigen Operation federführend waren. Ihr Anführer Suheil al-Hassan war bereits vor Ort und begutachtete die erbeuteten Waffen.

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Neue Armeeoffensive in Qalamoun

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) unter dem Kommando der Eliteeinheit der „Tiger Forces“ haben eine neue Offensive im Osten der Region Qalamoun etwa 40 Kilometer nordwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus gestartet. Das an der syrischen Wüste gelegene Grenzgebiet wird von mehreren Oppositionsgruppen gehalten und besteht hauptsächlich aus den Städten Ruhaybah, Jalroud, Nasiriyah und größeren Wüstengebieten, die vor allem von hohen Gebirgen geprägt sind. Die Offensive begann mit einem Vorstoß auf die Verteidigungspositionen der FSA-Miliz „Jaish Tahrir al-Sham“ (nicht zu verwechseln mit der islamistischen Organisation Hayyat Tahrir al-Sham), die auch die stärksten Streitkräfte vor Ort aufstellen kann. Zudem existieren hauptsächlich noch die von der USA unterstützten „Ahmed al-Abdo Forces“ und die Islamisten von „Jaish al-Islam“ vor Ort.

Diese Offensive entstand nach einem scheinbaren Zusammenbruch der langjährigen Waffenruhe und langwieriger Verhandlungen zwischen Aufständischen und syrischer Regierung den Konflikt friedlich zu lösen, wo die Regierung die Kontrolle übernehmen würde und verfeinde Kämpfer entweder eine Generalamnestie akzeptieren oder in andere Gebiete Syriens evakuiert werden, vor allem in die von den Islamisten gehaltene Provinz Idlib oder Nord-Aleppo, welches unter der Kontrolle der Türkei steht.

Dem Angriff vorausgegangen war ein separater Deal zwischen Regierung und Jaish al-Islam in der nahe gelegenen Stadt al-Dumayr, die die oben beschriebene Möglichkeit akzeptierten und derzeit evakuiert werden. Kurz zuvor wurde der Verhandlungsführer von unbekannten Personen ermordet. Eigentlich herrscht dort seit Jahren Frieden, jedoch starteten einzelne Kampfverbände in den letzten Wochen mehrere Überfälle auf Verteidigungspositionen der syrischen Armee beim Berg Muhassa, wobei mindestens ein T-72-Panzer zerstört wurden. Außerdem wurde angeblich ein syrischer Kampfjet abgeschossen.