Verbündete der syrischen Regierung erklären US-Angriff als „Überschreitung roter Linien“

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Erwähntes Statement

Nach dem US-Militärschlag gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt Shayrat südlstlich von Homs verschärft sich der Ton zwischen der USA und verschiedenen Unterstützern der syrischen Regierung.

Russland, der Iran, Syrien und verschiedene Milizen warfen Washington vor, mit dem Angriff mit Tomahawk-Marschflugkörpern eine „rote Linie“ überschritten zu haben. „Die von der USA geführte Gewalt gegen Syrien hat mehrere rote Linien überschritten. Von nun an werden wir mit Gewalt gegenüber jeden Aggressor und weiteren Überschreitungen von roten Linien reagieren. Und die USA weiß unsere Möglichkeiten zu antworten sehr gut“, heißt es im obigen Statement. In einem privaten Telefongespräch zwischen Putin und Rouhani bekräftigte man erneut die Haltung, dass es sich bei dieser Aktion um einen Bruch internationalen Rechtes handelt. Dahingehend weiter heißt es sinngemäß:

  1. Der amerikanische Angriff ist ein gefährlicher und eklatanter Bruch der Souveränität des syrischen Staates und Volkes. Dies beweist erneut die Fehler der us-amerikanischen Kalkulationen und Optionen.
  2. Diese Aggression ist eine ungerechte Aktion gegen Syrien, welches seit sechs Jahren gegen multinationalen Terrorismus kämpft und dafür einen schweren Preis zahlt.
  3. Wir verurteilen alle zivilen Opfer auf der Welt, auch in Khan Sheikhoun.
  4. Diese Länder, die terroristische Gruppierungen unterstützen und trainieren, unterstützen [damit] die Aggressoren gegen die legitimen Rechte in der Region.
  5. Die USA wollten und warteten auf keine Erlaubnis, Syrien bombardieren zu können, noch beachteten sie die Meinungen anderer Staaten in der UN. Bevor die Ergebnisse einer Investigation in Khan Sheikhoun veröffentlicht werden könnten, griff die USA Syrien mit dieser Legitimation an.
  6. Wir ignorieren nicht die Ziele der USA, die sie in Nord-Syrien und Nordwest-Irak versucht zu erzielen. Wir beobachten alle Schritte und Bewegungen. Der Versuch diverse Gebiete zu kontrollieren macht sie zu einer illegalen Besetzungsmacht.
  7. Wir werden weiter Seite an Seite mit der Syrisch-Arabischen Armee zusammenarbeiten und ihrem Ziel, ganz Syrien von der Besetzung zu befreien.
  8. Die von der USA geführte Gewalt gegen Syrien hat mehrere rote Linien überschritten. Von nun an werden wir mit Gewalt gegenüber jeden Aggressor und weiteren Überschreitungen von roten Linien reagieren. Und die USA weiß unsere Möglichkeiten zu antworten sehr gut.
  9. Russland und der Iran werden es nicht erlauben, dass die USA die Welt dominieren wird, indem sie internationales Recht brechen und außerhalb der UN arbeiten.
  10. Als Reaktion auf diese kriminelle Aggression werden wir, die Verbündeten von Syrien, unsere Unterstützung intensivieren.

 

 

Russland erklärte bereits zu Beginn, die Luftabwehrsysteme in Syrien zu modernisieren und derartige Angriffe dadurch zukünftig zu vereiteln. Auch für Israel könnte dies ein Problem darstellen, da es in Vergangenheit oft militärische Ziele der Hisbollah in Syrien bombardiert hat.

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Russland errichtet Militärbasis im Kurdengebiet

 

 

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Russische Soldaten in Afrin

Ein Pressesprecher der YPG veröffentlichte am Montag die Mitteilung, dass Russland in Kooperation mit der YPG/SDF im Afrin-Kanton im Nordwesten Syriens eine militärisch-zivile Basis errichten wird, die vor allem zum Training der dortigen Kämpfer dient. Diese Basis soll dafür in Qatmah entstehen. Genauere Planungen sind jedoch unbekannt, ein rein ziviler Nutzen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Autoritäten ist nicht auszuschließen. Russische Truppen sollen bereits vor Ort sein.

Insgesamt besitzt die Aktion verschiedene Auswirkungen, z.B. wird damit ein ohnehin nicht existenter Einfluss der USA, im Gegensatz zu den restlichen Kantonen, erfolgreich (präventiv) verhindert. Das Afrin-Kanton erwies sich bereits in der Vergangenheit als sehr enger Verbündeter der syrischen Regierung im Kampf gegen die syrische Opposition, z.B. begann man Anfang 2016 gemeinsam eine Offensive im Norden der Provinz Aleppo, um die belagerten, schiitischen Städte Nubl und Zahraa zu befreien. Am Ende standen einzelne Verhandlungen über verschiedene Ortschaften, so wurden einige Städte an die YPG übergeben.

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Gehaltenes Territorium der türkisch-syrischen Operation „Euphrates Shield“

Besonders entscheidend ist aber ebenfalls der Faktor, dass damit die türkisch dominierte Operation „Euphrates Shield“ völlig eingekreist werden könnte. Während im Süden die Syrisch-Arabische Armee sitzt, deckt die SDF/YPG alle Gebiete westlich und östlich ab. Im Osten um Manbij übergab die SDF bereits mehrere Dörfer an Russland und die Syrisch-Arabische Armee, um ihre eigene Front gegen Euphrates Shield zu verkleinern bzw. wirksam weitere Kämpfe zu verhindern. Im Westen scheint nun in gewisser Weise das Selbe zu geschehen, die Türkei hat nun keine Möglichkeit mehr sich weiter zu expandieren ohne eine Eskalation mit weiteren Fraktionen (sprich: Russland und die syrische Regierung) zu riskieren.

Offensive in Ost-Aleppo wird weitergeführt | Palmyra fällt

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Nachdem für 2 Tage die Waffen geruht haben und dies die Evakuierung von Tausenden Zivilisten (laut dem russischen Verteidigungsministerium ~20.000) ermöglichte, scheint die Syrisch-Arabische Armee mit ihren Verbündeten erneut kleine Fortschritte zu machen. Derzeit wurde das gesamte al-Qasileh-, al-Ma’adi- und Bab al-Maqam-Viertel erobert. Kleinere Fortschritte soll es ebenfalls in den umlegenden Vierteln wie Sahet Bizzah gegeben haben, wobei sich deren Eroberungen momentan nur auf ein paar Häuserblöcke beschränken.

Daesh erobert Palmyra

Währenddessen gibt es weniger erfreuliche Nachrichten aus der antiken Wüstenstadt Palmyra/Tadmur: Nach einem nächtlichen Hin und Her zwischen der NDF (die auch Unterstützung von der 11th Division der SAA erhalten hat) und Daesh konnte der Islamische Staat die Verteidigungen im Norden und Osten der Stadt durchbrechen und durch einen weiteren Zangengriff vom Süden auf die Fakhreddine al-Ma’any-Festung westlich der Stadt die restlichen Einheiten zur Flucht zwingen. Sowohl die Daesh nahe stehende Nachrichtenagentur AMAQ als auch Videos bestätigen diese Mitteilung.

Zuvor in der Nacht kam es zu massiven Luftschlägen der russischen und syrischen Luftwaffe. Obwohl es für den gestrigen Abend sehr gut für die NDF aussah, schien die Wirkung der Bombardements aufgrund der Wüste und des gebirgigen Terrains nur einen bedingten Erfolg gehabt zu haben (angeblich wurden mindestens 150 Islamisten getötet). Daesh nutzte exakt die gleiche Taktik wie 2015, wer die Berge um Palmyra kontrolliert, der kontrolliert auch die Stadt.

Nähere Informationen für die Tage davor hier.

Während die Stadt keine militärische Bedeutung besitzt, bedeutet sie einen wichtigen propagandistischen Sieg für Daesh, welches ansonsten an allen Fronten größtenteils verliert und damit durchaus zu kleinen Offensiven fähig ist. Ebenfalls bedeutet dies einen enormen Verlust an Prestige für Russland, welches die Rückeroberung äußerst brachial mit einem Konzert im Amphitheater etc. zelebriert hat. Was die Eroberung für die Ruinen bedeutet ist derzeit unklar.

Russland verkündet 8-stündige Waffenruhe für Ostaleppo

Das russische Verteidigungsministerium verkündete am Montag, eine unilaterale Waffenruhe für den 20. Oktober auszurufen, die insgesamt 8 Stunden anhalten soll und sowohl Zivilisten als auch Oppositionskämpfern die Möglichkeit bietet aus Ostaleppo durch die verschiedenen Fluchtkorridore zu entkommen.

Der russische Offizier Sergei Rudskoi bezeichnet diese Waffenruhe als „humanitäre Pause“, um sowohl Zivilisten als auch Verletzte und Kranken eine Option zu ermöglichen, aus dem Kriegsgebiet zu fliehen.

Ein möglicher Erfolg erscheint alleine aufgrund des unilateralen Aufbaus sehr unwahrscheinlich, der Großteil der Zivilbevölkerung wird weiterhin als „Geiseln“ für die islamistische Opposition in Ostaleppo missbraucht. Primär wird es sich um einen PR-Versuch handeln, Russland als humanitären Helfer zu inszenieren.

Russischer Helikopter in Südaleppo abgeschossen

Vor wenigen Minuten wurden Bilder und Videos veröffentlicht die einen zerstörten Helikopter in Syrien zeigen. Nach einigen Rätselraten bestätigt selbst sogar das russische Verteidigungsministerium, dass ein russischer Mi-8-Helikopter durch „Bodenfeuer“ abgeschossen wurde und dabei die Besatzung von 5 Personen gestorben ist, 3 Crewmitglieder und 2 Offiziere. Damit steigt die offizielle Todeszahl an Soldaten auf insgesamt 19 in Syrien.

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Ebenfalls redet das russische Verteidigungsministerium von einer Mission zur humanitären Versorgung in Aleppo, dies erscheint aber aufgrund einer ohnehin nicht stattfindenden Versorgung durch Helikopter, falschen Ortes und der anhaltenden Großoffensive der Opposition um die Belagerung Ostaleppos aufzuheben eher unwahrscheinlich. Abgestürzt wurde er östlich von Saraqib nahe des „Sultan-Hügels“ gefunden. Außerdem wurden einige Dokumente, Daten und Papiere des Personals gefunden.

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