2 Terroranschläge erschüttern Damaskus zum 6. Jahrestag der Revolution

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Justizpalast

In Damaskus kam es in den vorherigen Stunden zu zwei Terroranschlägen, die Dutzenden Menschen bisher das Leben kostete. Ein Anschlag ereignete sich vor dem „Justizpalast“ westlich von der Altstadt, wo es bisher zu mindestens 31 getöteten Zivilisten kam. Weitere 80 wurden verletzt. Wenig später kam es in einem Restaurant im Zentrum der Stadt ebenfalls zu einem Anschlag, nähere Angaben existieren noch nicht. Weitere unbestätigte Berichte erzählen ebenfalls von einer dritten Bombe an der sogenannten Präsidentenbrücke, die aber entschärft wurden konnte. Die Terrorangriffe ereignen sich am 6. Jahrestag der sogenannten Syrischen Revolution, ein Zusammenhang wird in dem Kontext nicht unwahrscheinlich sein. Drei Tage zuvor kam es im Viertel Sayyidah Zainab zu einem Terroranschlag auf einen schiitischen Schrein. Die Anzahl und Frequenz der Angriffe ist außergewöhnlich für die syrische Haupstadt, welche in der Vergangenheit sich als relativ sicher erwiesen hat.

 

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Explosion am türkischen Grenzübergang – mindestens 30 Tote & Verletzte

Bei Einem der letzten offiziellen Grenzübergängen zwischen der von der Opposition gehaltenden Provinz Idlib und der Türkei soll sich ein Bombenanschlag ereignet haben, der zu mindestens 30 toten Kämpfern der Opposition geführt haben soll. Ebenfalls gibt es Berichte von türkischen Grenzsoldaten als Opfer.

Die anfängliche Annahme einer Autobombe wurde schnell fallengelassen und so geht man inzwischen von einem Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel aus. Bei den Opfern soll es sich um die von der USA unterstützten und finanzierten Gruppierungen „Faylaq al-Sham“ und „Harakat Nour al-Zinki“ gehandelt haben.

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Dem Ziel zu entnehmen könnte es sich höchst wahrscheinlich entweder um die üblichen, internen Streitigkeiten der Opposition zwischen Jaysh al-Fateh/Jabhat Fatah al-Sham (ehemals al-Nusra) handeln. Außerdem besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit von reaktivierten Daesh-Schläferzellen nahe Idlib, die dort bereits im November 2013 die Bevölkerung terrorisierten und z.B. einen 150 Jahre alten Baum absägten, da nach ihren Aussagen die Einwohner als „Gott verehrten“. Aufgrund der Nähe zur Türkei würde sich aber Daesh wie üblich nicht zu diesem Anschlag erkennen (wollen). Die Zahl könnte weiterhin steigen.

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Edit 15.08.: Die Nachrichtenagentur AMAQ erzählt dass sich Daesh offiziell dazu bekannt hat und die Opferzahl auf ~50 Tote beziffert. AMAQ ist das mediale Sprachrohr des IS.