USA bombardiert Syrien, tote Zivilisten

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Die USA griffen mit Hunderten Raketen mehrere Ziele in der Region in und um der syrischen Hauptstadt Damaskus an, nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump, Großbritannien und Frankreich für mehrere Tage einen bevorstehenden Militärangriff als Reaktion auf den angeblichen „Giftgasangriff“ durch die syrische Armee in Ost-Ghouta in Aussicht stellten. Eigentlich sah es so aus als würde sich die Situation in den letzten zwei Tagen wieder beruhigt haben, dementsprechend unerwartet ist dieses Ereignis auch in Syrien gewesen. Damit fußt die neue amerikanische Intervention auf keinerlei Beweisen, die USA konnte nicht mal die Untersuchung der OPCW abwarten, die derzeit vor Ort sind. Neben der USA waren ebenfalls Frankreich mit einer Fregatte und Großbritannien mit mehreren Kampfjets involviert.

Es gibt widersprüchliche Angaben über die bombardierten Ziele. Offiziell wurde ein angebliches Labor für Chemiewaffen im Viertel Barzeh und zwei Lager für Giftgas bei Homs getroffen. Einwohner berichten hingegen ebenfalls von der Zerstörung des Mezzeh-Flughafens und dem Tod von mindestens vier Zivilisten in einem südlichen Wohnviertel von Damaskus. Das russische Verteidigungsministerium spricht zudem von einem Angriff auf den Dumayr-Flughafen, der aber abgewehrt werden konnte.

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Das doppelte Spiel Trumps in Syrien

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Während der amerikanische Präsident Trump nun innerhalb weniger Tage wiederholt seinen Willen ausgedrückt hat, in absehbarer Zeit amerikanische Truppen aus Syrien abzuziehen, sprechen die Fakten und das Geschehen auf dem Boden eine völlig andere Sprache, neue Waffen und Soldaten werden ins Land gebracht, Militärstützpunkte errichtet oder aufgebessert. Der vorgeschobene Grund eines Einsatzes gegen den Terror bzw. dem Islamischen Staat dient dabei zu nichts mehr als zur einfachen Legitimation. Während der IS im Euphrat-Tal aufgrund ausbleibender Kämpfe seine Kräfte konsolidieren kann, rüstet die USA massiv an den Grenzen zur Türkei in Manbij und zur syrischen Regierung in al-Tanf auf.

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Regierungsmiliz beschießt US-Basis in Syrien

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Amerikanische Soldaten überblicken Positionen der türkischen Armee nördlich von Manbij

Die mit der syrischen Regierung verbündete Miliz „Popular Resistance“ beschoss in der Nacht vom 1. April den US-Militärstützpunkt bei der Stadt Ain Issa in Nordsyrien, welches unter der Kontrolle der mit den USA verbündeten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) steht und primär aus den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) besteht. In einem veröffentlichten Video sieht man wie mit einem behelfsmäßig errichteten Abschussrampe zwei GRAD-Raketen oder Mörsergranaten auf die angebliche Militärbasis schießt. Der Erfolg der Operation ist unklar, wäre der Stützpunkt tatsächlich getroffen und gar amerikanische Soldaten dabei getötet worden, hätte das Pentagon derartige Berichte wie in der Vergangenheit bestätigt.

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US-Soldaten in Nordsyrien getötet – steckt die Türkei dahinter?

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US-Soldaten überblicken im Norden von Manbij Positionen der Türkei, die in Folge der Operation „Euphrates Shield“ in Nord-Aleppo gegen den IS errichtet wurden

Am Donnerstag starb jeweils ein amerikanischer und ein britischer Soldat bei einer Patrouille nahe der Stadt Manbij, der Ort befindet sich unter der Kontrolle der von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und grenzt im Norden und Westen an das Einflussgebiet (erobert in der Operation „Euphrates Shield“) der Türkei in Syrien. Aufgrund seiner Lage westlich des Euphrats rückt es immer wieder in den Mittelpunkt zukünftiger Armeeoperationen im Nachbarland, nachdem Erdogan bereits Manbij mehrmals mit dem Ziel bedrohte, die „terroristische PKK“ aus der Region zu vertreiben, so wie man es innerhalb von zwei Monaten in Afrin getan hatte.

Der Vorfall ist insofern interessant, da der Islamische Staat höchst wahrscheinlich nicht hinter der Tat steckt, nachdem er vor rund zwei Jahren aus der Region vertrieben wurde und es seitdem zu keinerlei Aktionen durch IS-Schläferzellen gekommen ist. Stattdessen kommt es aber immer wieder zu Anschlägen und Attentaten auf wichtige SDF-Mitglieder in der Stadt, hauptsächlich ausgeführt von der oppositionellen Gruppierung Harakat al-Qayyam, die intensive Beziehungen zur Türkei pflegen soll. Es ist durchaus denkbar, dass die Türkei durch derartige Anschläge versucht, die Präsenz der USA in Manbij zumindest zu reduzieren und sich damit ein „freies Feld“ für eine Offensive auf die SDF in der Region zu geben, da die schützende Hand der USA der einzige Grund für das bisherige Ausbleiben von Angriffen der Türkei ist.

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Mit welchen Gruppen beendet die USA angeblich ihre Unterstützung? – Teil 1

US-Präsident Donald Trump hat laut Medienberichten die Waffenlieferungen der CIA an die syrische Opposition stoppen lassen. Auch Ausbildungsprogramme für andere Fraktionen sollen unterlassen werden. Hier ist eine Auflistung aller syrischen Oppositionsgruppen, die von der USA aktiv ausgebildet und/oder materiell unterstützt wurden, namentlich vor allem mit Panzerabwehrwaffen (TOWs). Teilweise ist es dennoch unklar, ob die Unterstützung bereits früher fallen gelassen wurde und dementsprechend keine Vollständigkeit garantiert wird.

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1st Regiment

Das 1st Regiment war einst Teil der Tawhid-Brigade und der Levant Front und löste sich Mai 2015 von der Letzteren los. Es besitzt enge Beziehungen zu Ahrar al-Sham, eine der größten islamistischen Fraktionen. Ihr Kommandant Hakim Anza selber weist Beziehungen zu al-Qaida auf und war in der Entführung von britischen und amerikanischen Journalisten involviert. Waren zuvor in Aleppo aktiv und operieren inzwischen vor allem in Nord-Hama. Im Juni 2017 kämpfte man an der Seite von Ahrar al-Sham gegen die Oppositionsgruppen Sultan Murad und Hamza-Division. 

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16th Infantry Division

Die 16th Infantry Division (inzwischen umbenannt in 23rd Division) war in der Vergangenheit in Aleppo aktiv. Ihr ehemaliger Anführer Khaled Hayani gehörte zu den korruptesten Warlords, bis er 2015 getötet wurde. Die Gruppe ist für die ständigen Artillerieangriffe auf die Wohngebiete der syrischen Regierung und YPG in Aleppo bekannt gewesen und wurde ebenfalls von Amnesty Internaional kritisiert. Außerdem nutzen sie gerne „Sieg Heil“ in ihrem Intro

11169984_407731169399218_3743319458400053842_n.jpgThuwar al-Sham

Gegründet von ehemaligen Mitgliedern der Mujahideen-Armee und kleineren Brigaden. Ebenfalls aktiv in Aleppo und kämpft vor allem gegen die syrische Armee in Süd-Aleppo. Sie nahm 2015 an der Idlib-Offensive teil und schloss sich zwei Jahre später Jabhat Fateh al-Sham (ehemals bekannt als al-Nusra, syrischer Ableger von al-Qaida) an. Im Januar 2017 lösten sie sich aber wieder los und schlossen sich Ahrar al-Sham an.

Levant_Front.pngal-Sham Front

Levant (oder al-Sham) Front ist quasi eine umbenannte Version von Liwa al-Tawhid, einem der Gründungsmitglieder der Islamischen Front. Verließ die FSA 2012 um der Islamischen Befreiungsfront beizutreten und gehört dort zu den „moderateren Gruppierungen“. 2016 traten sie der FSA wieder bei und bekamen im selben Jahr amerikanische Waffen. Außerdem wurden sie ebenfalls von Amnesty zu den Gruppen gezählt, die Menschenrechtsverletzungen in Aleppo begingen. Inzwischen sind sie mit Ahrar al-Sham verbündet und kämpften Anfang 2017 für kurze Zeit auch gegen al-Nusra/Fateh al-Sham/Tahrir al-Sham.

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Jaish al-Mujahideen

Die Armee der Mujahideen hat gute Beziehungen zum Islamischen Rat, ein eher moderater Dachverband. Die meisten Mitglieder werden zur FSA gezählt, dennoch gab es immer wieder Bemerkungen vor einigen Jahren, dass „al-Nusra unsere Brüder sind“ und rief Mitglieder des Islamischen Staates dazu auf, zu desertieren und bei Jaish al-Mujahideen teilzunehmen. Außerdem zwangen sie Christen dazu, Hijab zu tragen. Im Januar 2017 kämpften sie dennoch gegen al-Nusra (bzw. Fateh al-Sham) und verloren dabei den Großteil ihrer Kämpfer. Infolgedessen schlossen sie sich mit Thuwar al-Sham Ahrar al-Sham an.

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Fastaqem Union

Fastaqim Kama Umirt Union war einst Mitglied der Armee der Mujahideen doch spaltete sich und war vor allem in der Provinz Aleppo aktiv. 2016 kämpften sie gegen Fateh al-Sham, was fast vollständig zur Zerstörung führte. Die verbliebenen Mitglieder schlossen sich Ahrar al-Sham an. Außerdem gibt es noch eine kleine Präsenz in Nord-Aleppo im Zusammenhang zur Operation „Euphrates Shield“.

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Kataib al-Safawah

Über sie ist wenig bekannt, sie soll in Aleppo operiert haben und insgesamt maximal 500 Mitglieder besitzen. 2013 spalteten sie sich von Liwa al-Tawhid (bzw. Levant Front) und sind seitdem unabhängig.

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Liwa Ahrar Souriya

Gründungsmitglied der 16th Infantry Division, spaltete sich später und schloss sich wiederum Liwa al-Tawhid an. Dann spalteten sie sich wieder und in den Wirren erneuter interoppositioneller Kämpfe schlossen sich viele Mitglieder Harakat Nour al-Din al-Zenki (bekannt für die Enthauptung eines 12-jährigen Kindes, zuvor ebenfalls von der USA unterstützt) an, um Schutz zu finden. Einige Mitglieder schlossen sich in Nord-Aleppo auch der Sham Legion an.

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Hamza Division (Aleppo)

Die Hamza Division gehört zu den stärksten Gruppen des „Euphrates Shield“ und konnte dort ihren Einfluss ausbauen. Kämpfte in der Vergangenheit oft gegen das 1st Regiment (siehe oben) und die Sultan Murad Division. Trotz der Unterstützung der USA sind die sonstigen Beziehungen weniger gut, vor einigen Monaten wurden US-Soldaten von der syrisch-türkischen Grenze vertrieben. Inzwischen bevorzugt sie auch die Türkei über die USA. Ihr wurde vorgeworfen, zusammen mit Sultan Murad mehrere Diebe zum Tode gefoltert zu haben.

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Liwa al-Mutassim

Die Mutassim-Brigade ist eine kleine Gruppe in Nord-Aleppo. Besteht vor allem aus Kämpfen von Jabal al-Akrad, wo sie gewaltsam von al-Nusra damals vertrieben wurden. Sie sind ansonsten recht wenig aufgefallen, der Kommandant Awad Abu Saqr und mehrere Mitglieder flohen im letzten Monat in das Gebiet der SDF.

 

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51st Brigade

Operiert ebenfalls in Nord-Aleppo und besteht vor allem aus Mitgliedern von Deir ez-Zor. Außerdem ist der Kommandant ein Mitglied der inzwischen aufgelösten 7. Division gewesen.

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Northern Storm Brigade

Früher bestand die Gruppe vor allem aus Schmugglern an der syrisch-türkischen Grenze, denen immer wieder Menschenschmuggel und Entführungen vorgeworfen wurden. Man verlor viele Mitglieder 2013 durch Desertationen und Kämpfe gegen den Islamischen Staat in und um Azaz. Die verbliebenen Mitglieder schlossen sich Liwa al-Tawhid an. 2016 kam es wieder zu Kämpfen gegen al-Nusra.

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Besuch des amerikanischen Senators John McCain, der einige Mitglieder der Brigade besuchte. Dies führte jedoch zu Zerwürfnissen gegen den Islamischen Staat (die damals eng mit der Opposition zusammenarbeitete)

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99th Division

Über die 99th Division ist ebenfalls sehr wenig bekannt, sie war in der Vergangenheit in Aleppo (sowohl Stadt als auch Provinz) aktiv und ist ein Zusammenschluss aus Liwa Ahfad Salah al-Din und der Dhi Qar Brigade.

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Faylaq al-Sham

Enge Beziehungen kennzeichnen Faylaq al-Sham aka Sham Legion. Es gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Jaish al-Fateh, dem großen Dachverband zur Eroberung von Idlib mit derartigen Mitgliedern wie al-Nusra, Ahrar al-Sham, Jund al-Aqsa (dem IS angeschlossen) oder der Islamischen Turkestan-Partei. Aufgrund von Kämpfen gegen Jund al-Aqsa verließ man aber schnell wieder den Verband. Inzwischen unterstützen sie vor allem Ahrar al-Sham. Sie kämpften außerdem gegen die Northern Brigade (abgespalten von der Northern Storm Brigade) und hat Mitglieder von Harakat Nour al-Din al-Zenki aufgenommen. Die „Lions of Islam Brigade“ hingegen desertierte und schloss sich dem IS an. 

 

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1st Coastal Division

Ehemals bekannt als Liwa al-Aadiyat ist die eine Abspaltung der Ahfad al-Rasul-Brigade und in Latakia aktiv. Sie gehörte zu den ersten US-unterstützten Gruppen. Ihre Mitglieder besteht aus Arabern und Turkmenen von Jabal al-Akrad. Neben der USA gehört Katar zu den großen Geldgebern, einige Mitglieder wurden sogar extra in Katar ausgebildet und trainiert. Zusammen mit Ahrar al-Sham, al-Nusra und der Islamischen Turkestan-Partei eroberten sie Jisr al-Shughour, welches inzwischen von uigurischen Familien der ITP-Kämpfer kontrolliert wird. Medial bekannt sind sie für Abu Hamza, der zu den besten TOW-Schützen des Konfliktes gilt.

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Die zweite Küstendivision (kein Zusammenhang zur Ersten, wobei sie als Vorbild gilt) besteht primär aus Turkmenen und gilt als ein türkischer Proxy. Die türkischen, Grauen Wölfe assistieren der Gruppe aktiv, sowohl mit Kampfkraft, als auch mit Waffen und Logistik. Sie sind dafür bekannt auf die russischen Piloten in der Luft geschossen zu haben, die durch die türkische Luftabwehr 2016 abgeschossen wurden.

 

 

Verbündete der syrischen Regierung erklären US-Angriff als „Überschreitung roter Linien“

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Erwähntes Statement

Nach dem US-Militärschlag gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt Shayrat südlstlich von Homs verschärft sich der Ton zwischen der USA und verschiedenen Unterstützern der syrischen Regierung.

Russland, der Iran, Syrien und verschiedene Milizen warfen Washington vor, mit dem Angriff mit Tomahawk-Marschflugkörpern eine „rote Linie“ überschritten zu haben. „Die von der USA geführte Gewalt gegen Syrien hat mehrere rote Linien überschritten. Von nun an werden wir mit Gewalt gegenüber jeden Aggressor und weiteren Überschreitungen von roten Linien reagieren. Und die USA weiß unsere Möglichkeiten zu antworten sehr gut“, heißt es im obigen Statement. In einem privaten Telefongespräch zwischen Putin und Rouhani bekräftigte man erneut die Haltung, dass es sich bei dieser Aktion um einen Bruch internationalen Rechtes handelt. Dahingehend weiter heißt es sinngemäß:

  1. Der amerikanische Angriff ist ein gefährlicher und eklatanter Bruch der Souveränität des syrischen Staates und Volkes. Dies beweist erneut die Fehler der us-amerikanischen Kalkulationen und Optionen.
  2. Diese Aggression ist eine ungerechte Aktion gegen Syrien, welches seit sechs Jahren gegen multinationalen Terrorismus kämpft und dafür einen schweren Preis zahlt.
  3. Wir verurteilen alle zivilen Opfer auf der Welt, auch in Khan Sheikhoun.
  4. Diese Länder, die terroristische Gruppierungen unterstützen und trainieren, unterstützen [damit] die Aggressoren gegen die legitimen Rechte in der Region.
  5. Die USA wollten und warteten auf keine Erlaubnis, Syrien bombardieren zu können, noch beachteten sie die Meinungen anderer Staaten in der UN. Bevor die Ergebnisse einer Investigation in Khan Sheikhoun veröffentlicht werden könnten, griff die USA Syrien mit dieser Legitimation an.
  6. Wir ignorieren nicht die Ziele der USA, die sie in Nord-Syrien und Nordwest-Irak versucht zu erzielen. Wir beobachten alle Schritte und Bewegungen. Der Versuch diverse Gebiete zu kontrollieren macht sie zu einer illegalen Besetzungsmacht.
  7. Wir werden weiter Seite an Seite mit der Syrisch-Arabischen Armee zusammenarbeiten und ihrem Ziel, ganz Syrien von der Besetzung zu befreien.
  8. Die von der USA geführte Gewalt gegen Syrien hat mehrere rote Linien überschritten. Von nun an werden wir mit Gewalt gegenüber jeden Aggressor und weiteren Überschreitungen von roten Linien reagieren. Und die USA weiß unsere Möglichkeiten zu antworten sehr gut.
  9. Russland und der Iran werden es nicht erlauben, dass die USA die Welt dominieren wird, indem sie internationales Recht brechen und außerhalb der UN arbeiten.
  10. Als Reaktion auf diese kriminelle Aggression werden wir, die Verbündeten von Syrien, unsere Unterstützung intensivieren.

 

 

Russland erklärte bereits zu Beginn, die Luftabwehrsysteme in Syrien zu modernisieren und derartige Angriffe dadurch zukünftig zu vereiteln. Auch für Israel könnte dies ein Problem darstellen, da es in Vergangenheit oft militärische Ziele der Hisbollah in Syrien bombardiert hat.

Amerikanische Luftschläge töten über 100 oppositionelle Kämpfer

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Ein Tag vor dem Amtsantritt von Donald Trump hat die amerikanische Luftwaffe mithilfe einiger Drohnen und eines B-52-Bombers ein Trainingslager von Jabhat Fateh al-Sham in der Provinz Idlib zerstört, wo zwischen 100 und 150 Kämpfer getötet wurden. Die Militärbasis, welche bis 2012 dem 80th Regiment der Syrisch-Arabischen Armee gehörte,  wurde vom (ehemaligen) syrischen al-Qaida-Ableger Fateh al-Sham und von der USA unterstützten und finanzierten Oppositionsgruppierung Nour al-Din al-Zenki verwaltet, nachdem man 2015 gewaltsam Bündnispartner wie Harakat Hazzm aus dem Gebiet vertrieben hat.

 

Die Militärbasis „Sheikh Suleiman“ wurde 2013 bei einer koordinierten Offensive der Opposition erobert, dabei kooperierten Fateh al-Sham (damals al-Nusra), Tawhid Brigade (FSA) und Muhajireen Group. Dabei waren vor allem Islamisten aus den kaukasischen Staaten involviert, wie die „Muhajireen“ damals den Zweck einer solchen Sektion von al-Qaida erfüllte. 2014 spaltete sich die Tawhid Brigade, große Teile desertierten zu Harakat Hazzm, Andere zu Nour al-Din al-Zenki. Harakat Hazzm fiel später aufgrund der ausländischen Unterstützung des Westens in Ungnade von al-Nusra und wurde dann später gewaltsam in die Türkei vertrieben.

Seit dem Jahreswechsel flog die amerikanische Luftwaffe vermehrt Angriffe auf hohe Persönlichkeiten von al-Qaida, die mit verschiedenen Gruppen in Syrien verbandelt sind. Der Angriff eines Trainingslagers und die hohe Zahl an getöteten Kämpfern ist aber äußerst ungewöhnlich und könnte erste Anzeichen eines Einflusses von Donald Trump auf die amerikanische Außenpolitik zeigen.