Islamischer Staat steht in der Wüste vor seiner „Niederlage“

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Seit fast einem Monat dauert die Militäroperation der Syrisch-Arabischen Armee und verbündeter Milizen in der syrischen Wüste gegen den Islamischen Staat an, nun scheint sich ein finaler Kampf heranzubahnen. Woche für Woche dringen die syrischen Streitkräfte in der unwirtlichen Gegend des Vulkans al-Safa gegen die verstreuten Kämpfer des Islamischen Staates vor und können dabei Dutzende Islamisten töten. Einzig im Nordosten und Zentrum der Vulkanregion befinden sich noch wenige Enklaven die derzeit bedroht werden, zerschlagen zu werden. Nun wurde das restliche IS-Territorium in zwei Teile gespalten, die sich nicht unabhängig voneinander aufrecht erhalten können.

Unter den erst kürzlich eroberten Hügel und Gebieten befinden sich Saad Hateel, Huwi Awad, Wadi Halaweh, Ghader Al-Sous, Huwi Raseen, Tal Daras und Khirbat Awad. In Saad Hateel befindet sich die primäre Wasserquelle für die Region und ehemals letzte Lebensader für den IS. Man kann den IS-Kämpfern wichtige Verluste zufügen, dennoch gibt es auch eigene Tote zu beklagen. Immer wieder sterben Soldaten, Hisbollah-Kämpfer oder Milizionäre durch Minen oder improvisierte Sprengstoffallen (IEDs). Artillerie und die syrische Luftwaffe sorgen für die nötige Unterstützung in den Gefechten, erst vor wenigen Tagen konnte man Eines der wenigen Fahrzeuge der Islamisten zerstören.

Die Säuberung des Islamischen Staates von schwer kontrollierbaren Regionen erweist sich gemeinhin als herausforderndes Problem, welches weder in Syrien, noch im Irak gelöst werden konnte. Dort hat die Terrormiliz etliche Rückzugsorte, von wo der IS immer wieder Überfälle oder Massaker, wie jenes in Suweida, planen und ausführen kann. Diese neu gestartete Operation wird zwar wahrscheinlich den Rest-IS entscheidend schwächen, aber nicht vollständig schlagen.

Ursprünglich stammen die dortigen IS-Kämpfer aus dem Damaszener Viertel Yarmouk, von wo sie nach einer ausgehandelten Vereinbarung mit der syrischen Regierung evakuiert wurden. Daraufhin wurden sie in die syrische Wüste transportiert, wo sie neue Positionen aufbauten und nun mehrere Anschläge und Überfälle durchgeführt haben. Der Angriff auf mehrere Orte in Suweida mit über 300 Toten war der Startschuss für eine neue Anti-IS-Operation der syrischen Armee.

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