Syrische Armee startet Angriff auf IS-Viertel in Damaskus

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und mit der Regierung verbündeten Milizen starteten am Donnerstag eine groß angelegte Offensive auf die letzten Überbleibsel des Islamischen Staates in Syrien und dem Großraum Damaskus. Mit der Unterstützung der russischen und syrischen Luftstreitkräfte wurden in der letzten Nacht etliche Ziele in den vom IS gehaltenen Vierteln bombardiert, darauf soll nun eine Bodenoperation folgen. In der Nähe einer Moschee soll es bereits erste Bodengewinne gegeben haben. Unterstützt wird die Operation durch palästinensisch-syrische Kräfte.

Sollte diese erfolgreich ablaufen wäre ganz Damaskus und die umliegende Grenzregion bzw. Provinz Rif Dimashq unter der alleinigen Kontrolle der syrischen Regierung. Ursprünglich gab es widersprüchliche Berichte über eine mögliche Einigung der zwei Seiten für einen friedlichen Abzug der Terrororganisation aus Damaskus, wofür freies Geleit versprochen wird. Seitdem tauchen immer weniger derartige Meldungen auf, können jedoch nicht bestätigt werden. Es ist aber wohl wahrscheinlich dass einige Teile der Enklave lieber aufgeben wollen, als gegen einen haushoch überlegenden Gegner anzutreten.

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Syrische Armee erobert Qalamoun nach nur einem Tag

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Nachdem die mit der Regierung verbündeten syrischen Streitkräfte eine Offensive auf die von verschiedenen Oppositionsgruppierungen gehaltene Enklave in Ost-Qalamoun gestern gestartet hatte gibt es bereits nach 24 Stunden eine Kapitulationsbereitschaft seitens der Rebellen. Der militärische Erfolg bestand aus der Eroberung der strategisch wichtigen Hügel östlich der Stadt Ruhaybah, namentlich die Hügel Tall Kharnubah und Tall Musaybah. Damit ist der Ort vollständig belagert und vom restlichen Gebiet abgeschnitten. Scheinbar war diese Schaustellung der militärischen Überlegenheit der syrischen Armee bereits genug, um die ansonsten recht friedlichen und quantitativ wenigen Aufständischen zur Aufgabe zu bewegen. Damit fällt eine weitere Enklave in die Hände der syrischen Regierung.

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Neue Armeeoffensive in Qalamoun

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) unter dem Kommando der Eliteeinheit der „Tiger Forces“ haben eine neue Offensive im Osten der Region Qalamoun etwa 40 Kilometer nordwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus gestartet. Das an der syrischen Wüste gelegene Grenzgebiet wird von mehreren Oppositionsgruppen gehalten und besteht hauptsächlich aus den Städten Ruhaybah, Jalroud, Nasiriyah und größeren Wüstengebieten, die vor allem von hohen Gebirgen geprägt sind. Die Offensive begann mit einem Vorstoß auf die Verteidigungspositionen der FSA-Miliz „Jaish Tahrir al-Sham“ (nicht zu verwechseln mit der islamistischen Organisation Hayyat Tahrir al-Sham), die auch die stärksten Streitkräfte vor Ort aufstellen kann. Zudem existieren hauptsächlich noch die von der USA unterstützten „Ahmed al-Abdo Forces“ und die Islamisten von „Jaish al-Islam“ vor Ort.

Diese Offensive entstand nach einem scheinbaren Zusammenbruch der langjährigen Waffenruhe und langwieriger Verhandlungen zwischen Aufständischen und syrischer Regierung den Konflikt friedlich zu lösen, wo die Regierung die Kontrolle übernehmen würde und verfeinde Kämpfer entweder eine Generalamnestie akzeptieren oder in andere Gebiete Syriens evakuiert werden, vor allem in die von den Islamisten gehaltene Provinz Idlib oder Nord-Aleppo, welches unter der Kontrolle der Türkei steht.

Dem Angriff vorausgegangen war ein separater Deal zwischen Regierung und Jaish al-Islam in der nahe gelegenen Stadt al-Dumayr, die die oben beschriebene Möglichkeit akzeptierten und derzeit evakuiert werden. Kurz zuvor wurde der Verhandlungsführer von unbekannten Personen ermordet. Eigentlich herrscht dort seit Jahren Frieden, jedoch starteten einzelne Kampfverbände in den letzten Wochen mehrere Überfälle auf Verteidigungspositionen der syrischen Armee beim Berg Muhassa, wobei mindestens ein T-72-Panzer zerstört wurden. Außerdem wurde angeblich ein syrischer Kampfjet abgeschossen.

Tausend Kämpfer ziehen aus Stadt ab, übergeben Kontrolle an Regierung

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In der zentralsyrischen Stadt al-Dumayr etwa 30 Kilometer nordöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus scheint es zu einem Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen syrischer Regierung, Russland und der islamistischen Oppositionsorganisation „Jaish al-Islam“ gekommen zu sein. Diese Vereinbarung sieht die Evakuierung aller Kämpfer aus der Stadt und die Übergabe an die syrische Regierung bzw. Armee vor, wodurch es zu einer endlichen Befriedung der dortigen Region kommen könnte. Es ist dennoch unklar ob al-Dumyar vollständig übergeben wird, da sich möglicherweise auch andere Oppositionsgruppierungen vor Ort aufhalten und man sich mit ihnen bisher nicht einigen konnte.

Etwa 1000 Personen sollen mithilfe von Transportbussen in die Hunderte Kilometer weiter nördlich gelegene türkisch-syrische Grenzstadt Jarablus gebracht werden, die derzeit unter der Kontrolle der Türkei steht. Leichte Waffen können dabei mitgeführt werden, alternativ kann man auch die Generalamnestie der Regierung akzeptieren und dadurch ihr Zivilleben wiederherstellen. Kurz zuvor desertierten Kämpfer der Rebellenmiliz „Commandos of Desert“ und schlossen sich der syrischen Armee an.

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Islamischer Staat in Damaskus droht das Ende

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Nachdem die Operation „Damaszener Stahl“ in der Region Ost-Ghouta bei der syrischen Hauptstadt Damaskus offiziell als erfolgreich beendet verkündigt wurde scheint sich das Interesse des syrischen Militärs nun auf eine neue Region ganz in der Nähe des letzten Schauplatzes zu verlagern. Im Süden von Damaskus konnten sich der Islamische Staat seit Jahren in mehreren Vierteln der Millionenstadt festsetzen und sich gegen jedwede Offensive der Armee erwehren und gar neue Gebiete erobern. Nun verlegt das Generalkommando und viele regierungsnahe Milizen ihre Truppen an diese Frontlinien, eine Offensive ist bevorstehend. Sollte diese erfolgreich ablaufen wäre ganz Damaskus und die umliegende Grenzregion bzw. Provinz Rif Dimashq unter der alleinigen Kontrolle der syrischen Regierung.

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Neue Armeeoffensive bei Homs

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Eine der islamistischen Organisation Hayat Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra/Fateh al-Sham) nahe stehende Nachrichtenagentur veröffentlicht Bilder von Luftschlägen auf die eigenen Positionen

Einzelne, mit der syrischen Regierung verbündete Milizen konnten im Norden der zentralsyrischen Großstadt Homs mehrere Dörfer und Hügel von der bewaffneten Opposition sichern. Die unter dem Dachverband der „National Defence Forces“ organisierten Milizionäre haben demnach die Dörfer Qantara, Qunaytirat, Izz al-Din, Sulaym, Hamrat, Whadi Kanzir und Viele mehr erobert, allesamt in den östlichen Gebieten der eingeschlossenen Rastan-Region. Tatsächlich ist dieser (bisher) kleine Angriff von geringer Intensität ziemlich unerwartet, da das syrische Militär derzeit andere Interessengebiete absteckt und zugleich eine jahrelange Waffenruhe in und um Rastan galt.

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Islamisten bekämpfen sich in Idlib erneut untereinander

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Jabhat Tahrir Souriyah zerstört einen BMP von Tahrir al-Sham nahe Aleppo, 23. März

Erneut sind die inneroppositionellen Gefechte in der nordwestlichen Provinz Idlib eskaliert, nachdem sich die Situation in den letzten Wochen wieder beruhigte und beide Fraktionen sich scheinbar an die geeinigte Waffenruhe hielten.

Involviert in den Kämpfen sind Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die dominierende Gruppierung innerhalb der Opposition und ehemals bekannt unter den Namen von Jabhat Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra, dem syrische Ableger von al-Qaida. Auf der anderen Seite befindet sich das neu gebildete Bündnis mit dem Namen „Jabhat Tahrir Souriya“ (JTS), welches aus Ahrar al-Sham und Harakat Nour al-Din al-Zenki besteht. Letztere wurde bis mindestens 2015 von den USA aktiv mit Panzerabwehrwaffen unterstützt und ist vor allem dafür bekannt, in Aleppo ein Kind lebendig geköpft zu haben. Al-Zenki nahm eine wichtige Position bei den Kämpfen um Aleppo ein, verschwand danach aber in die Irrelevanz. Relativ zeitgleich mit der Umbenennung von al-Nusra in Fateh al-Sham schlossen sich die übrig gebliebenen Kämpfer lose Tahrir al-Sham an, doch trennten sich aufgrund interner Dispute wieder.

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