Waffenruhe in Jemens wichtigster Hafenstadt

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In der drittgrößten Stadt des Jemens herrscht ein wackeliger Frieden. Nach monatelangen Gefechten zwischen den zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen und einer Arabischen Koalition, bestehend aus verschiedenen jemenitischen Milizen und unter der Führung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, konnten sich beide Seiten auf einen Frieden in der vitalen Hafenstadt al-Hodaydah an der Westküste des Landes einigen, nachdem man tagelang in Stockholm mit- und untereinander Friedensverhandlungen aufnahm. Durch die Waffenruhe sollen nun die humanitären Hilfsgüter aus aller Welt wieder in den Jemen transportiert werden, der Hafen von al-Hodaydah war früher für bis zu 80% jener Importe zuständig. Millionen Menschen befinden sich im Jemen am Rande des Todes, Hungersnöte und Krankheiten prägen den Alltag der einfachen Menschen.

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Sudanesischer Präsident trifft Assad

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Der syrische Präsident Bashar al-Assad traf sich vergangenen Sonntag überraschend mit seinem sudanesischen Pendant, Präsident Omar Hassan al-Bashir, getroffen, das erste zwischenstaatliche Treffen von Assad mit einem anderen Anführer eines „arabischen Staates“ seit dem Anbeginn des Bürgerkrieges. Diese Zusammenkunft ist insofern wichtig, da der Sudan seit jeher ein Verbündeter Saudi-Arabiens und fester Bestandteil der Arabischen Liga ist und diese neue Entwicklung Ausdruck für eine zukünftige Annäherung der Golfstaaten mit Syrien sein könnte, nachdem die syrische Regierung als siegreich aus dem Konflikt hervorgegangen ist. Eine Normalisierung der Beziehungen bzw. Rückkehr zum Status Quo von vor 2011 wäre für Assad ein enormer Legitimitätsgewinn.

In den veröffentlichten Teilen der bilateralen Gespräche wurden zwischen den zwei Präsidenten vor allem die zwischenarabischen Beziehungen betont und wie man sie, gemessen an der gegebenen Situation, verbessern könnte. Zudem hat der Sudan weitere Solidaritätsmaßnahmen bezüglich einer Verbesserung der Sicherheitssituation angekündigt und dass man die territoriale Integrität Syriens unterstützt. Es ist gut möglich, dass Saudi-Arabien und weitere Golfstaaten mithilfe dem afrikanischen Land die Situation auslotsen, um letzten Endes die Realität zu akzeptieren und die syrische Regierung als offiziellen Vertreter Syriens wiederanzuerkennen. Sudan selber ist wichtiger Bestandteil der Arabischen Koalition im Jemen und stellt seit Jahren Hunderte Söldner bereit, die an verschiedenen Fronten gegen die zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen eingesetzt werden.

Kurdischer Widerstand tötet türkische Soldaten in Afrin

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Die inzwischen vollständig von der Türkei und ihre syrischen Stellvertreter beherrschte Region Afrin im Nordwesten Syriens kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Tagtäglich sorgen kurdische Milizionäre für Verluste in den Reihen der Islamisten, im Untergrund dauert ein brutaler Guerillakampf gegen die derzeitigen „Besatzer“ an, die wiederum die über Jahre hinweg aufgebaute Zivilgesellschaft und Lebensgrundlage der Bewohner Afrins zerstören. Es ist kein Ende für die immer öfters auftretenden Attentate und Anschläge in Sicht, so wurden zuletzt sogar zwei türkische Soldaten ermordet. Besonders in der kurdischen Bevölkerung findet der Widerstand enorme Beliebtheit.

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Gefechte nahe dem vom USA besetzten Grenzübergang

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Überreste des zerstörten Pick-Ups

Im Süden Syriens kam es am vergangenen Freitag zu Gefechten zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und syrischen Oppositionellen, die direkt von den USA unterstützt, finanziert und kommandiert werden. Nach bisher ungeklärten Umständen kam es am nördlichen Ende der von der USA einseitig deklarierten „Sperrzone“ zu Gefechten, in dessen Ende drei Islamisten getötet und ein Fahrzeug zerstört wurde. Allgemein ist die Region recht ruhig, regierungstreue Milizen versuchten zuletzt vor einem Jahr in al-Tanf vorzudringen, wurden aber von amerikanischen Kampfjets bombardiert und zum Rückzug gezwungen. Der seit Jahren von westlichen Ländern besetzte syrisch-irakische Grenzübergang al-Tanf ist wieder Ausdruck des Stellvertreterkrieges in Syrien.

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Kurden erobern letzte Stadt des Islamischen Staates

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In Haijin wurde die Flagge der SDF gehisst

Nach heftigen Gefechten zwischen den von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) und dem Islamischen Staat im Osten Syriens scheint das arabisch-kurdische Milizenbündnis nun letztendlich die letzte und größte, noch unter IS-Kontrolle stehende Stadt Haijin fast vollständig erobert zu haben. Der Verlust der einst 40.000 Einwohner zählenden Stadt ist ein schwerer Verlust für die Terrormiliz, welche damit nur noch mehrere Dörfer weiter südlich entlang des Euphrats bis zur irakischen Grenze kontrolliert. SDF-Verbände mit amerikanischer Unterstützung drangen kurz darauf bereits weiter vor, die Verteidigungspositionen des Islamischen Staates scheinen vorerst zusammengebrochen zu sein.

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Erdogan kündigt neue Militäroffensive auf Kurden in Syrien an

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An der nordsyrischen Grenze brodelt es: Gerüchte von einer bevorstehenden Militäroffensive der türkischen Armee und ihrer verbündeten Islamisten auf das Kernland der von den USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bzw. der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) tauchen vermehrt auf. Nun kündigte der türkische Präsident Erdogan selber an, dass in den kommenden Tagen eine Militäroperation gegen die „terroristische PKK“ auf der anderen Seite der Grenze geführt werden wird. Auch die mit der Türkei verbündeten oder untergebenen Islamisten der syrischen Opposition riefen zu einer Beteiligung an, demnach wurden bereits Zehntausende Kämpfer mobilisiert. Eine Pufferzone vom Euphrat bis nach Kobane, bekannt und symbolisch wichtig für den kurdischen Widerstandskampf gegen den Islamischen Staat, wäre wohl das Ergebnis einer solchen Operation.

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Islamistische Grabenkämpfe in Idlib

 

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In der letzten, von der Opposition beherrschten Region Idlib sind erneut interne Gefechte ausgebrochen. Inmitten der Waffenruhe mit der syrischen Regierung töten Islamisten Dutzende andere Islamisten und verringern so ihre Kräfte im Falle einer Offensive der syrischen Armee. Der erneute Ausbruch von Kämpfen ähnelt dem bisherigen Muster, dass man in „Friedenszeiten“ gegen die syrische Regierung keinen einenden Gegner hat uns sich stattdessen untereinander um Macht und Einfluss innerhalb der letzten Provinz der Aufständischen bekriegt. Zudem nehmen auch wieder die Attentate auf militärische und religiöse Anführer als eine Form des „Kalten Krieges“ zwischen den Fraktionen zu, ein Ausblick auf eine syrische Zukunft unter islamistischer Herrschaft.

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