SDF erobert Ölfelder nahe Deir ez-Zor

DKbZkO-W0AAw4jv.jpg

Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) konnten im Nordosten der ostsyrischen Großstadt Deir ez-Zor in der gleichnamigen Provinz die Tabiyeh-Ölfelder erobern. Dazu gehörig sind die al-Azba und Conico-Raffinerien, worin nach eigenen Angaben für zwei Tage mehrere IS-Kämpfer belagert waren.  Satellitenbilder zeigen mehrere Ölquellen die vom Islamischen Staat vor ihrem Abzug in Brand gesteckt wurden und damit zunächst nicht funktionsfähig sind.

Über die Tabiyeh-Ölfelder kam es in den vergangenen Tagen zu einem Wettrennen zwischen der SDF und der Syrisch-Arabischen Armee (SAA), wo beide Fraktionen nur wenige Kilometer von den Ölfeldern entfernt liegen und die SDF den Sieg scheinbar erringen konnte. Weiter östlich befinden sich die Omar-Ölfelder, das größte Erdölförderungsgebiet im ganzen Land, welches vor dem Krieg etwa 50% des Erdöls hervorbrachte.

3-64

Kürzlich in Brand gesteckte Bohrtürme

Advertisements

Syrische Armee erobert Madaan

 

DKZ-sFGW0AASosZ.jpg

Einheiten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) eroberten das administrative Zentrum im Südosten der Provinz Raqqah, Madaan. Die Stadt befindet sich direkt am Euphrat und ist neben Raqqah selber die letzte Stadt unter der Kontrolle des Islamischen Staates in der Provinz. Madaan und die umliegenden Gebiete sind seit der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor selber belagert gewesen und in den vergangenen Wochen und Tagen immer weiter verkleinert worden. Der IS kontrolliert damit nur noch wenige Dörfer, die ebenfalls in den nächsten Tagen fallen sollten.

Außerdem trafen sich verschiedene Truppen der SAA weiter südlich von zwei unterschiedlichen Achsen, nachdem beide Seiten vorgerückt sind. Damit sind die Frontlinien in der Provinz Raqqah und Deir ez-Zor vereint.  Die „Tiger Forces“ rückten in den vergangenen Tagen in Richtung Maadan entlang des Euphrats vor. Den Berichten zufolge sollen sich nur noch die Dörfer al-Khamiesiah und al-Jabber unter der Kontrolle des IS befinden.

Vor etwa zwei Monaten befand sich die SAA und verbündete Stammesmilizen in Raqqah bereits nur wenige Kilometer vor al-Maadan, wurden jedoch durch eine brutale Gegenoffensive des IS wieder weit zurückgeworfen. Beide Seiten erlitten dabei schwere Verluste. Aufgrund der Aktion ist eigentlich davon auszugehen, dass sich noch viele IS-Känpfer in al-Maadan und der Region aufhalten werden, solange sie nicht bereits geflüchtet sind.

Syrische Armee dringt an beiden Seiten des Euphrats vor

150608375269871.jpg

Die offensive Eliteeinheit „Tiger Forces“ der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) konnte am Freitag neue Gebiete nordwestlich der Großstadt Deir ez-Zor vom Islamischen Staat erobern.  Entlang des Euphrats konnte man von al-Tabni aus etwa 15 Kilometer weiter vordringen und dabei die Dörfer Qasabi, Maadan Adiq, al-Bassah und Hammat Shamiyah erobern. Damit erreicht man einerseits die SDF-Frontlinien auf der anderen Seite des Flusses und andererseits sichert man das Khulayb Hamma-Plateau, welches die höchste Region in dem Gebiet ist. Außerdem befindet sich dort die Ruinen der byzantinischen Festung Halabiya.

Mit Maadan Adiq an vorderster Front ist man noch etwa 24 Kilometer von den verbündeten Truppen in der Provinz Raqqah entfernt, die in den vergangenen Wochen nicht aktiv gegen den IS vorgegangen sind. Das dortige Territorium des Islamischen Staates ist seit der Beendigung der Belagerung von Deir ez-Zor selber vollständig belagert, einzige Möglichkeit ist der Euphrat, welcher wiederum von den Luftstreitkräften verschiedener Länder überwacht wird. Neben vielen vereinzelten Dörfern befindet sich dort ebenfalls das administrative Zentrum der Region, al-Maadan. Dieses liegt wiederum nur etwa sechs Kilometer von Maadan Adiq entfernt.

Vor etwa zwei Monaten befand sich die SAA und verbündete Stammesmilizen in Raqqah bereits nur wenige Kilometer vor al-Maadan, wurden jedoch durch eine brutale Gegenoffensive des IS wieder weit zurückgeworfen. Beide Seiten erlitten dabei schwere Verluste. Aufgrund der Aktion ist eigentlich davon auszugehen, dass sich noch viele IS-Känpfer in al-Maadan und der Region aufhalten werden, solange sie nicht bereits geflüchtet sind.

DKVR7W-WkAA38ki.jpg

Auf der anderen Seite des Euphrats konnten sie ebenfalls ihre erste Stadt, Khusham, vollständig sichern nachdem der Islamische Staat sich nordwestlich der Stadt befestigte und Widerstand leistete. Der IS veröffentlichte davon auch mehrere Bilder, die Panzer und gut ausgerüstete Kämpfer zeigen. Khusham selber liegt etwa fünf Kilometer von den Tabiyah-Ölfelder entfernt, die in einem Wettrennen zwischen der SDF und Armee umkämpft sind. Der IS zündete vor kurzem alle Quellen an, da sie wohl selber keine Chance zur Verteidigung sehen. Beide Fraktionen sind den Feldern damit sehr nahe, welche wiederum Ausläufer der riesigen Omar-Ölfelder sind, die vor dem Krieg 50% des syrischen Erdöls hervorbrachten.

Israel bombardiert Flughafen von Damaskus

DKSKNqyWsAADfgG.jpg

Die israelische Armee attackierte scheinbar erneut den Internationalen Flughafen von Damaskus mitten in der Nacht. Bisher ist der genaue Waffeneinsatz ungeklärt, einige Quellen sprechen von drei Luftschlägen und Andere von etwa drei Raketen. Diesmal soll die Luftabwehr ebenfalls westlich der Stadt zum Einsatz gekommen sein und „unidentifizierte Projektile“ zerstört haben. In Beit Jinn soll eine Kampfdrohne zerstört worden sein, aber es ist ungeklärt ob dies im Zusammenhang mit der israelischen Operation steht.

Es ist nicht gerade unüblich, dass Israel entweder Armeestellungen entlang der syrischen Grenze und/oder den Flughafen attackiert. Meistens handelt es sich dabei um die Zerstörung von Waffen der Hisbollah oder der Unterbrechung von irgendwelchen Transporten zwischen der Hisbollah und der Armee.

Irakische Armee erobert Anah

DKQSf0xXoAA0N7-

Die irakischen Streitkräfte und verbündete Truppen eroberten einen Tag seit Anbeginn der Offensive im Zentralirak die kleine Stadt Anah und umliegende Gebiete in der Provinz Anbar am Fluss Euphrat. Der Distrikt wurde nach wenigen Kämpfen in Anah und al-Rayhanah vollständig gesichert, die Verluste sollen minimal sein.

Wahrscheinlich steht die Offensive mit der Operation entlang der syrischen Grenze im Zusammenhang, wo man versucht neue Gebiete vor dem Islamischen Staat zu sichern. Scheinbar versucht die irakische Armee, sich der syrischen Grenze anzunähern und möglicherweise mit den Vorstößen der syrischen Armee parallel zu operieren und zu kooperieren. Mit der Eroberung von Anah nähert man sich al-Qaim, der letzten großen Stadt des Islamischen Staates.

Irakische Armee beginnt neue Offensive für Hawija

3-64

Der irakische Premierminister Haidar al-Abadi verkündete offiziell den Start der Offensive zur Eroberung von Hawija, Eine der letzten Hochburgen des Islamischen Staats im Irak und die Letzte in Nordirak. Hawija und die gesamte Region ist ein seit etwa zwei Jahren isoliert vom restlichen Territorium des IS und lebt relativ autark. Hawija ist bereits vor dem Aufstieg des IS eine Hochburg für sunnitische Extremisten gewesen, zuletzt gab es 2013 einen großen Aufstand gegen die „schiitische Regierung“ unter Maliki.

An der Operation werden sowohl die regulären, irakischen Streitkräfte, als auch eine Reihe an verschiedenen Milizen unter dem Dachverband der „Volksmobilisierungseinheiten“ bzw. Hashd al-Shaabi teilnehmen. Diese könnten mehrheitlich schiitisch sein, was zu Widerständen in der Bevölkerung führen würde. Eine Beteiligung der kurdischen Peschmerga ist nicht geklärt, die irakische Zentralregierung würde dies wahrscheinlich nicht befürworten. In der Region gibt es bereits Territorialkonflikte zwischen den beiden Seiten um Kirkuk und die Kurden werden ebenso ungerne von der Bevölkerung in Hawija gesehen. Zudem steht man kurz vor dem Unabhängigkeitsreferendum, welches für neue Konflikte sorgt. Außerdem werden höchst wahrscheinlich westliche Spezialeinheiten aktiv sein.

Derzeitige Kämpfe beschränken sich vor allem um den Nordwesten bei al-Shirqat, entlang des Tigris. Es ist zu erwarten dass die gesamte Aktion wesentlich länger und mehr Ressourcen in Anspruch nehmen wird als Tel Afar, welches ohne großen Widerstand nach nur einer Woche fiel.

Syrische Armee erobert neue Dörfer westlich des Euphrats

02

Die offensive Eliteeinheit „Tiger Forces“ der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) konnte am Mittwoch neue Gebiete nordwestlich der Großstadt Deir ez-Zor vom Islamischen Staat erobern.  Entlang des Euphrats konnte man auf einer Länge von etwa 20 Kilometern die Dörfer al-Tabni, Tal Salm, al-Talef, Boutiyah, Hamd und viele weitere Ortschaften erobern.

Mit al-Tabni an vorderster Front ist man noch etwa 35 Kilometer von den verbündeten Truppen in der Provinz Raqqah entfernt, die in den vergangenen Wochen nicht aktiv gegen den IS vorgegangen sind. Das dortige Territorium des Islamischen Staates ist seit der Beendigung der Belagerung von Deir ez-Zor selber vollständig belagert, einzige Möglichkeit ist der Euphrat, welcher wiederum von den Luftstreitkräften verschiedener Länder überwacht wird. Neben vielen vereinzelten Dörfern befindet sich dort ebenfalls das administrative Zentrum der Region, al-Maadan.

Vor etwa zwei Monaten befand sich die SAA und verbündete Stammesmilizen in Raqqah bereits nur wenige Kilometer vor al-Maadan, wurden jedoch durch eine brutale Gegenoffensive des IS wieder weit zurückgeworfen. Beide Seiten erlitten dabei schwere Verluste. Aufgrund der Aktion ist eigentlich davon auszugehen, dass sich noch viele IS-Känpfer in al-Maadan und der Region aufhalten werden, solange sie nicht bereits geflüchtet sind.