US-Unternehmen bekommt Zuschlag für syrische Ölfelder

©-rob3000-Fotolia.com-7

Im Osten Syriens, auf den Gebieten östlich des Euphrat-Flusses in der Provinz Deir ez-Zor, liegen die wichtigsten und zugleich größten Rohstoffe des Landes: Erdöl. Diese Territorien befinden sich seit der Niederlage des Islamischen Staates in den Händen des arabisch-kurdischen Milizenbündnisses mit dem Namen „Syrische Demokratischen Kräfte“ (SDF), die seit jeher von den USA unterstützt werden. Trotz kurdischer Sympathien kommunizierte Präsident Donald Trump klar, dass die amerikanische Truppenpräsenz in Syrien allein aufgrund des Erdöls zurückzuführen ist. Dementsprechend erwartbar ist nun die Nachricht, dass das Finanzministerium der USA einem US-Unternehmen den Zuschlag gab, die Ölfelder zu modernisieren, welche enge Kontakte mit der US-Regierung unterhält. Dafür sollen die Kurden eine eigens erstellte „Oil Protection Force“ bereitstellen.

Weiterlesen

Riesige Explosion sorgt in Beirut für Chaos

Eel0hgKXgAQhsKh

Am Dienstag Abend kam es im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut zu einer riesigen Explosion, die die gesamte Hafenanlage zerstörte und das Leben in der Millionenstadt weitgehend lahmlegte.  Die durch die Explosion verursachte Druckwelle war noch kilometerweit zu spüren und zerstörte ganze Häuserfassaden und Geschäfte, der Bürgermeister beschrieb das Ereignis „vergleichbar mit dem Geschehen in Hiroshima“, selbst im 200 Kilometer weiter entfernten Zypern und der syrischen Hauptstadt Damaskus war die Detonation noch zu spüren. Die Ursache der Explosion ist bisher unbekannt, jedoch wird kein militärischer Hintergrund vermutet. Ebenso unklar ist die Anzahl der Verletzten und Toten, jedoch soll sie im vierstelligen Bereich liegen. Die Explosion verursacht gerade in jenem Land schwere Schäden und Verluste, welches ohnehin mit einer schweren Wirtschaftskrise zu kämpfen hat.

Weiterlesen

Syrische und russische Bombardements über ganz Idlib

3187A14C-E873-4ABC-9F09-7236C4F20B34.jpg

In der letzten, noch von islamistischen Kräften kontrollierten Provinz Idlib im Nordwesten Syriens dauern die Artillerie- und Luftangriffe der syrischen und russischen Militärstreitkräfte seit über eine Woche ein, von der einstigen Waffenruhe verbleibt nur noch eine vage Erinnerung. Während sich die Angriffe der syrischen Regierung auf den Lufraum beschränken, griffen islamistische Milizen Verteidigungsstellungen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) am Boden an und konnten bei diesen Überfällen mehrere Soldaten töten. Die Stimmung in Idlib ist inzwischen von der Erwartung geprägt, dass das syrische Militär jederzeit ihre Offensive weiterführen könnte, unabhängig von der Präsenz türkischer Truppen in der ganzen Region.

Weiterlesen

Türkei schmuggelt IS-Frauen aus Syrien

20200717-20200717-igor-dodon-jpge71941-image-jpgf3b376-image.jpg

Es war ein herzerwärmendes Wiedersehen, als die moldauische Staatsbürgerin Natalia Barkal mit ihren vier Kindern nach sieben Jahren in ihre Heimt zurückkehren konnte, wiedervereint mit ihren Eltern. Doch der Schein trügt: Bei Natalia Barkal handelt es sich um eine sogenannte „Braut des Islamischen Staates“, die voller ideologischer Überzeugung in den heiligen Krieg gegen die Ungläubigen im Nahen Osten zog und sich dort kurzerhand der Terrormiliz IS anschloss. Die scheinbar straflose Rückkehr nach Moldawien wurde durch die Türkei ermöglicht, welche eigener Darstellung zufolge diese hilflose Frau aus ihrer Entführung durch „terroristische Elemente“ befreit hätte. In Wirklichkeit jedoch besitzt die türkische Regierung eine lange Tradition, IS-Kämpfer aus der Gefangenschaft in Syrien zu befreien.

Weiterlesen

Neue Angriffe auf Idlib

large_ejH22HUioTkdX57J

Über die letzten Tage hinweg haben sich die syrischen und russischen Luft- und Artillerieangriffe auf die letzte, noch von islamistischen Kräften kontrollierte Provinz Idlib intensiviert, was oftmals als Vorbote für eine bevorstehende Militäroffensive dient. Über die gesamte Frontlinie hinweg kam es zu so vielen militärischen Aktivitäten, die es seit 2019 nicht mehr gab: Während der Boden von Artilleriebombardements betroffen ist, kreisen in der Luft etliche Drohnen und Kampfjets aus russischer und syrischer Produktion. Einziges Hindernis für eine mögliche Operation: Die Türkei, welche ihre militärische Präsenz massiv ausbaute und mit ihren islamistischen Verbündeten eng kooperiert.

Weiterlesen

Schusswechsel an israelisch-libanesischer Grenze

Ed7xkoHWoAM5_8X.jpg

Vor wenigen Stunden kam es an der israelisch-libanesischen Grenze zu mehreren Plänkeleien zwischen israelischen Streitkräften und der libanesisch-schiitischen Organisation Hisbollah. Bisherigen israelischen Angaben zufolge gab es zwei, voneinander unabhängige Ereignisse: Angeblich wurde ein israelischer Kampfpanzer von einer Panzerabwehrlenkwaffe der Hisbollah getroffen wurde, während woanders eine Einheit der libanesischen Miliz versucht hatte, die sogenannte „blaue Linie“, eine Demarkationslinie zwischen Israel und dem Libanon, zu infiltrieren, wodurch es zu stundenlangen Artilleriefeuer auf libanesische Dörfer gekommen ist. Die verschiedenen Seiten sprechen der jeweils Anderen die Schuld für diese neueste Eskalation zu, während sie sich bedeckt mit Informationen halten. Die Hisbollah behauptet sogar, keinen Angriff durchgeführt zu haben und Israel stattdessen „auf Geister“ geschossen hätte.

Weiterlesen

US-Kampfjets bedrängen Passagierflugzeug über Syrien

1200px-F-15E_Strike_Eagle_banks_away_from_a_tanker.jpg

Ein iranisches Passagierflugzeug wurde während eines Regelfluges zwischen Teheran und Beirut von zwei amerikanischen Kampfjets über syrischem Territorium bedrängt, wodurch mehrere Passagiere verletzt wurden, Einige darunter schwer. Als sich die Jets näherten, reagierten die Piloten mit einem Ausweichmanöver in Form eines Sinkfluges, um eine Kollision zu vermeiden. Während das US-Militär diese Maßnahme als „Routineidentifizierung im Einklang mit internationalen Standards“ beschreibt, ist sie eine Erinnerung an die von den USA errichtete Besatzungszone im Süden Syriens, in der sie einen wichtigen Grenzübergang zwischen Syrien und dem Irak kontrollieren.

Weiterlesen

Ägyptisches Parlament ermöglicht Militäreinsatz in Libyen

egypt-parliament.jpg

Wenig überraschend beschloss das ägyptische Parlament in der letzten gemeinsamen Sitzung vor wenigen Tagen eine mögliche Militärintervention im westlichen Nachbarland Libyen. In einer geschlossenen Sitzung stimmte das Abgeordnetenhaus für „Kampfeinsätze außerhalb Ägyptens, um die nationale Sicherheit gegen kriminelle und bewaffnete Milizen sowie ausländische terroristische Elemente“ zu verteidigen. Damit unterstreicht der ägyptische Staatsapparat die bereits bestehenden Drohungen einer möglichen Militärintervention im Bürgerkriegsland, um die ostlibysche Tobruk-Regierung bzw. die „Libysche Nationalarmee“ (LNA) unter der Führung Khalifa Haftars gegen die von der Türkei abhängige „Einheitsregierung“ (GNA) aus dem Westen des Landes zu unterstützen. In Libyen selber herrscht derweil eine faktische Waffenruhe, während beide Seiten den nächsten Schritt abwarten.

Weiterlesen

Neuer israelischer Raketenangriff auf Syrien

EdZPc_bWkAIGYcA.jpg

In der vergangenen Nacht kam es über dem Himmel Südsyriens zum Schusswechsel zwischen den israelischen Luftstreitkräften und den Luftabwehrraketen der syrischen Regierung. Mehrere israelische Raketen trafen demnach militärische Ziele im Umland der Hauptstadt Damaskus und vernichteten ersten Berichten zufolge iranische Waffenlieferungen, die womöglich für die libanesische Hisbollah bestimmt waren. Während syrische Staatsmedien wie üblich von der erfolgreichen Abwehr der „israelischen Provokateure“ berichten, sollen mindestens sieben syrische Soldaten verletzt worden sein. Zudem landete eine Luftabwehrrakete in Jordanien und verursachte dabei einen Flächenbrand, welcher erst zu Tagesbeginn unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Weiterlesen

Ägypten bereitet sich auf eine mögliche Intervention in Libyen vor

EdEA4aFX0AAFoyO

Al-Sisi trifft sich in Kairo mit mehreren Stammesführern aus Libyen

Derzeit stehen alle Zeichen auf Eskalation: Die Truppen der Einheitsregierung bereiten sich seit Tagen auf eine Erstürmung der Stadt Sirte vor, welche aufgrund ihrer zentralen Küstenlage das wichtigste Drehkreuz des Landes für den Ölhandel darstellt. Gleichermaßen kann der Ort die Zukunft Libyens bestimmen, denn sie wurde von der ägyptischen Regierung zur „roten Linie“ erklärt: Im Falle der Eroberung oder eines Angriffes könnte das östliche Nachbarland mit eigenen Soldaten in den Krieg eingreifen. Sowohl die von der Türkei abhängige, international anerkannte „Einheitsregierung“ (GNA) aus dem Westen, als auch die ostlibysche Tobruk-Regierung bzw. deren militärischer Arm der „Libyschen Nationalarmee“ (LNA) unter General Khalifa Haftar versuchen Sirte für sich zu gewinnen, notfalls auch unter dem Risiko einer neuen ägyptischen Intervention und zunehmenden Internationalisierung des Konfliktes.

Weiterlesen

Russland und Türkei bombardieren sich in Syrien gegenseitig

FCEFF4DC-1835-4986-A795-EBE63ED0E476.jpg

In den letzten zwei Tagen kam es regelrecht zu einem Schusswechsel zwischen der Türkei und Russland in Nordsyrien. In der Nacht zum Donnerstag flogen russische Kampfjets mehrere Angriffe auf die Stadt al-Bab, welche sich seit der ersten türkischen Militärintervention in Syrien unter fester türkischer Verwaltung befindet und das nördliche Nachbarland dort mehrere Militärbasen besitzt. Nur einen Tag später attackierte dann eine türkische Drohne ein kurdisch-russisches Kommunikationszentrum nahe der syrisch-türkischen Grenze, in dessen Folge zwei russische Soldaten verletzt wurden. Diese direkte Konfrontation sorgt für Rätselraten, da die beiden Länder trotz der Unterstützung verfeindeter Fraktionen in anderen Landesteilen durch gemeinsamen Patrouillen miteinander kooperieren und sich bisher vergleichsweise ignorierten.

Weiterlesen

Russisch-türkischer Konvoi in Idlib angegriffen

Ec36wdkWkAAbpBr.jpg

Bei den inzwischen regelmäßig stattfindenden Patrouillen türkischer und russischer Streitkräfte entlang der M4-Autobahn in der Provinz Idlib, welche in Folge der beschlossenen Waffenruhe zur „entmilitarisierten Zone“ erklärt wurde, kam es am Dienstag zu einem schweren Zwischenfall: Eine Autobombe explodierte nahe dem russischen Abteil des Konvois, schleuderte einen Transportpanzer hinweg und verletzte dabei mindestens drei russische und türkische Soldaten. Der durch islamistische Organisationen verursachte Anschlag ist der neueste Versuch radikalerer Fraktionen, die Waffenruhe in der Region gewaltsam zu beenden. Diesen Wunsch könnten sie nun erfüllt bekommen, als Reaktion begannen die syrische Regierung und Russland, ihre Luft- und Artillerieangriffe auf Idlib wiederaufzunehmen.

Weiterlesen

Der libysche Konflikt auf dem Mittelmeer

EatVdVvXsAInUBH.jpg

Der sich zunehmend internationalisierende und eskalierende libysche Konflikt in Nordafrika beschränkt sich schon seit längerem nicht nur auf das Land selber, sondern findet auch vor der Küste und mitten im Mittelmeer statt. Insbesondere die Türkei versucht seit fast einem Jahr mit der Unterstützung der sogenannten „Einheitsregierung“ (GNA), ihre Ambitionen in der Region weiter auszubauen und sich Exklusivverträge und Zugang zu Ressourcen zu verschaffen, welches zu ungunsten Griechenlands, Frankreichs und der von ihnen unterstützten ostlibyschen Tobruk-Regierung bzw. der „Libyschen Nationalarmee“ (LNA) unter der Führung des Generals Khalifa Haftars ausfällt. Zudem versucht eine europäische Koalition unter der Führung Frankreichs, das UN-Waffenembargo auf dem Seeweg zwischen Libyen und der Türkei durchzusetzen, bisher jedoch ohne Erfolg.

Weiterlesen

Hilfsorganisation der USA schmuggelt Waffen in den Jemen

EcUvZuFUwAEsKP_.jpg

Als die jemenitischen Houthi-Rebellen ihre neuesten Waffenfunde in der nordjemenitischen Provinz al-Jawf inspizierten, fanden sie etwas ungewöhnliches: Dem Pressesprecher der Houthis (offiziell bekannt unter dem Organisationsnamen „Ansar Allah“) zufolge fand man in mehreren Depots Waffen und Munition aus den Händen der „United States Agency for International Development“ (USAID), einer humanitären Hilfs- und Koordinierungsorganisation des amerikanischen Außenministeriums, um offiziell Entwicklungsarbeit in durch Krieg oder Zerstörung geprägten Ländern eine enge Kooperation mit den USA zu erwirken. Insofern diese Waffensysteme tatsächlich aus den USA stammen, könnte dies auf eine neue Dimension der amerikanischen Intervention im Jemen hindeuten.

Weiterlesen

Luftschläge treffen türkische Militärbasis in Libyen

EcGgPg1WsAAlAhm

Türkischer Verteidigungsminister Hulusi Akar zu Besuch in Tripolis

Vor wenigen Nächten flogen mehrere Kampfjets bisher unbekannten Ursprungs einen Angriff auf die strategisch wichtige Luftwaffenbasis al-Watiyah südwestlich der libyschen Hauptstadt Tripolis, welche sich derzeit unter der Kontrolle der sogenannten „Einheitsregierung“ (GNA) befindet und zunehmend von ihrem größten Unterstützer, der Türkei, genutzt wird. Dabei ist Berichten zufolge mindestens ein türkisches Luftabwehrsystem zerstört worden. Während sich die westlibysche Tobruk-Regierung bzw. die „Libysche Nationalarmee“ (LNA) unter der Führung des Generals Khalifa Haftars die Bombardements bekennt, suchen türkische Medien bei Frankreich oder den Vereinigten Arabischen Emiraten nach dem Schuldigen. Die Türkei droht nun mit Vergeltungsschlägen in Libyen.

Weiterlesen