Huthi-Rebellen nehmen Hunderte Soldaten in Saudi-Arabien gefangen

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Der Pressesprecher der zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen aus dem Norden Jemens, Yehya Sarea, verkündete am Samstag den Abschluss der bisher „größten Militärkampagne gegen Saudi-Arabien seit der Intervention der Arabischen Koalition in den jemenitischen Konflikt 2015“, in dessen Folge drei Brigaden der Streitkräfte Saudi-Arabiens und verbündeter jemenitischer Milizen erfolgreich vernichtet werden konnten. Hunderte Militärfahrzeuge wurden eigenen Angaben zufolge zerstört, Hunderte Soldaten getötet und ebenso Viele gefangen genommen, darunter auch hochrangige Mitglieder des saudischen Militärs. Die Operation mit dem Namen „Sieg von Allah“ ereignete sich in der Provinz Najran in Saudi-Arabien, welche direkt an den Jemen grenzt. Houthi-Rebellen können in der Region immer wieder erfolgreiche Überfälle auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens starten. 

Die Operation wurde innerhalb von drei Tagen durchgeführt und sah zunächst die Umkreisung der feindlichen Truppen nahe der gleichnamigen Provinzhauptstadt Najran vor. Unter den gefangen genommenen Truppen sollen sich vor allem Anhänger und Soldaten der jemenitischen Hadi-Regierung befinden, welche relativ schlecht ausgebildet und demoralisiert sind, Saudi-Arabien selber versucht seine Verluste im eigenem Territorium mit dem Einsatz solcher Stellvertreter zu minimieren. Dennoch sollen sich auch Dutzende Soldaten und mehrere Kommandanten der Streitkräfte Saudi-Arabiens unter den Getöteten und Gefangenen befinden.

Neben einem Pressestatement legten die Houthi-Rebellen bisher keine Belege für derartige Behauptungen dar. Sollten sich die Berichte aber bewahrheiten, handelt es sich wohl tatsächlich um Eine der erfolgreichsten Operationen seitens der Houthis, seitdem eine Arabische Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens in den jemenitischen Konflikt eingegriffen hatte. Da es sich aber um eine offizielle Bekanntmachung des Brigadegenerals Yehya Sarea handelt, gab es diese Operation wohl wirklich. Einziges Rätsel verbleibt die wirkliche Dimension dieses Angriffes.

Nach dem Drohnenangriff auf zwei Erdölraffinerien in Saudi-Arabien boten die jemenitischen Widerstandskämpfer eine zeitweilige Waffenruhe im Land an, dieses Angebot wurde aber nur mit weiteren Luftangriffen auf verschiedene Städte beantwortet. Nahezu zeitgleich mit dieser Najran-Operation soll sich Saudi-Arabien Gerüchten zufolge dennoch mit einer regional beschränkte Waffenruhe zufrieden geben, welche zumindest vier Provinzen (darunter die Hauptstadt Sanaa) abdecken soll und möglicherweise auf weitere Regionen ausgedehnt werden könnte.