Israel manipuliert Radarsysteme Syriens

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Israel soll das Nachbarland Syrien mit mehreren Raketen angegriffen haben, wie das syrische Staatsfernsehen vermeldet. Demnach griff die syrische Luftabwehr im Süden des Landes mehrere „feindliche Projektile“ an, welche von den israelisch besetzten Golanhöhen aus gestartet wurden. Eine Besonderheit stellt der Vorwurf der „elektronischen Kriegsführung“ dar nachdem das syrische Radarsystem blockiert wurde, bisher ein Novum im Konflikt in und um das arabische Land. Es gibt bisher keine neuen Angaben von verursachten Schäden, Verletzten oder erfolgreichen Abfangaktionen.

Die syrische Nachrichtenagentur SANA vermeldet den erfolgreichen Abschuss sämtlicher Raketen aus Israel, Beweise liegen dafür jedoch nicht vor und diese Behauptung wird nach jedem israelischen Angriff aufgestellt. Dabei wurde Tell al-Hara in der südsyrischen Provinz Daraa angegriffen, welches noch vor über einem Jahr fest unter der Kontrolle der Opposition stand. Zuletzt wurden im Juni Stellungen der syrischen Armee von Israel bombardiert, nachdem sich eine Artilleriegranate von syrischer Seite auf den Golanhöhen verirrt haben soll.

Es handelt sich um den elften Angriff Israels in diesem Jahr, nachdem bereits mehrmals Armeestellungen in der Region um Damaskus und Aleppo bombardiert wurden. Die Angriffe erfolgten stets vom libanesischen Luftraum oder von den israelisch besetzten Golanhöhen aus, wodurch die syrische Luftabwehr erst verspätet aktiviert wird. Eigentlich einigten sich Russland und Syrien auf die Lieferung moderner S-300-Luftabwehrsysteme, nachdem ein russisches Aufklärungsflugzeug über Latakia abgeschossen wurde. Derzeit ist aber noch unklar, ob die S-300 mitsamt weiterer Radarsysteme und anderer Logistik überhaupt einsatzfähig ist, zumindest wird das zukünftige syrische Personal noch von Russland vor Ort ausgebildet. Die S-300-Abwehrbatterie soll in der Nähe von Masayaf in Nord-Hama stationiert sein, bisher kam sie noch nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

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