Offensive auf Ost-Ghouta wird eingeleitet

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Tiger Forces werden in Damaskus stationiert

In der fruchtbaren Region Ghouta östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus begann die Syrisch-Arabische Armee (SAA) mit dem Einsatz von Luft- und Artillerieangriffen auf die islamistische Opposition in dem belagerten Gebiet, die vor allem als Vorbereitung für eine groß angelegte Offensive dienen. Damit bewahrheiten sich die wochenlangen Gerüchte, dass die syrische Armee mit neuer Verstärkung eine Operation in Ost-Ghouta plant, die die vollständige Eroberung dieser Territorien vorsieht.

Die größte Konzentration der Streitkräfte scheint es im Osten zu geben, wo im Gegensatz zum urbanen Stadtgebiet im Westen Farmen und kleinere Ortschaften dominieren, also einfacher erobert werden können. In den letzten Tagen erreichten die größten Kontingente der Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter Suheil al-Hassan diese Front, die den Angriff anführen werden. Russland wird dabei ebenfalls aktiv involviert sein, neben der Luftwaffe wurden ebenfalls russische Spezialeinheiten als neue Sicherheitskräfte für Suheil al-Hassan gesichtet.

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Eliteeinheiten nach Ost-Ghouta verlegt

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Die offensive Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter dem berühmten Suheil al-Hassan wurden aus der nordsyrischen Provinz Idlib nach Ost-Ghouta östlich von der Hauptstadt Damaskus bzw. in Rif Dimashq verlegt. Diese Planänderung ist ein ganz klarer Indikator für eine groß angelegte Offensive auf Ost-Ghouta, Eine der letzten großen Bastionen der Opposition. Ost-Ghouta besteht teils aus Damaszener Vierteln, großen Städten und landwirtschaftlichen Gebieten. Seit Anbeginn des Konfliktes konnte die Opposition Ost-Ghouta halten und teilweise auch expandieren, musste aber 2016 viele Gebietsverluste hinnehmen.

In diesem und letztem Jahr startete die Armee mit großen Truppenkontingenten und den „Republikanischen Garden“ mehrere größere Operationen, um Damaszener Viertel wie Ayn Terma und Irbeen zu erobern, konnten aber nur einige hundert Meter vordringen und dabei enorme Verluste erleiden. Der urbane Häuserkampf ist für beide Seiten besonders verlustreich, besonders konnte die Opposition sieben Jahre lang Verteidigungspositionen errichten, besonders gefürchtet sind die komplexen Tunnelsysteme (teilweise können dadurch sogar Autos und Panzer transportiert werden) und die Tunnelbomben, die immer wieder zu großen Verlusten bei der Armee führen. Neben der starken Verteidigung besitzen die Aufständischen in Ost-Ghouta ebenfalls über den Vorteil, dass in der Vergangenheit viele korrupte Armeeoffiziere die Stellungen um Ghouta übernahmen und es zu einem regen Schmuggel an allerlei Waren kam.

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Ost-Ghouta

Schätzungsweise 200.000 bis 400.000 Zivilisten sollen sich in dem dicht bebautem Gebiet aufhalten, die löchrige Belagerung der Armee (mit der Ausnahme von einigen UN-Hilfslieferungen) setzte der Bevölkerung zu, Grundnahrungsmittel sind teilweise rar. Die Bevölkerung in Damaskus ist hingegen immer wieder Mörserangriffen ausgesetzt, die von den Oppositionsparteien abgefeuert werden. Denn Diese besteht aus den Gruppierungen Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham, Faylaq al-Rahman und Tahrir al-Sham, allesamt mit einem islamistischen Hintergrund. In der Vergangenheit beispielsweise sperrten sie gefangen genommene Alawiten in Käfige, paradierten sie und stellten sie als menschliche Schutzschilde vor Luftschlägen auf Dächer.

Insgesamt wird es sich bei Ost-Ghouta für die sonst sieg- und erfolgreichen „Tiger Forces“ um eine sehr schwere Aufgabe handeln, sie haben es mit einem perfekt vorbereiteten Gegner zu tun welcher in der Vergangenheit Angriff auf Angriff erfolgreich abwehren und teilweise sogar neue Gebiete (z.B. bei Harasta und der dazugehörigen Militärbasis) erobern konnte.

„Waffenruhe“ in Ost-Ghouta nach nur einem Tag gescheitert

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Im Osten der syrischen Hauptstadt Damaskus kam es zu intensiven Gefechten zwischen der Armee und Opposition um die Kontrolle einer wichtigen Militärbasis. Die oppositionellen Streitkräfte um Ahrar al-Sham in dem seit mehreren Jahren belagerten Ost-Ghouta starteten ihre dritten Angriff innerhalb weniger Monate auf die Harasta-Militärbasis, die seitdem hart umkämpft ist und zeitweise auch belagert wurde. Mit der neu gestarteten Offensive wurden die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der Opposition in Wien torpediert. Bereits kurz darauf kündigten die wichtigsten islamistischen Fraktionen in Ost-Ghouta an, die Waffenruhe zu ignorieren.

Die Offensive begann mit dem Einsatz eines Selbstmordattentäters bzw. einer Autobombe (SVBIED), der die feindlichen Verteidigungspositionen der Armee attackierte, gefolgt von der Erstürmung durch reguläre Einheiten. Die Armee berichtet von der erfolgreichen Abwehr des Vorstoßes und die Zerstörung der Autobombe, bevor sie ihr Ziel erreichen konnte. Umkämpfte Areale stellen die Militärbasis „Idarat al-Markabat“ und das weiter nördlich gelegene Viertel Harasta dar.

Bereits zum Zeitpunkt der diplomatischen Verhandlungen erklärte der Operationsraum „Ihnen wurde Unrecht getan“ eine Ablehnung jeglicher Waffenruhe. Dieser Operationsraum führt die Offensiven um das Viertel Harasta an und bestehen aus den islamistischen Fraktionen Ahrar al-Sham, Faylaq al-Rahman und Tahrir al-Sham. Einzig Jaish al-Islam als letzte relevante Gruppierung in Ost-Ghouta ist nicht Teil davon und bekämpfte die Armee bisher auch nicht.

Neben der syrischen Armee ist ebenfalls die syrische Miliz „Qalamoun Shield“ involviert, die Armee wird vor allem durch die Eliteeinheit der Republikanischen Garden verstärkt. Beide Seiten setzen schweres Kriegsgerät wie Panzer ein, die Armee setzt vor allem auf russische und syrische Luftschläge, während die Opposition neben Selbstmordattentätern auch Tunnelbomben einsetzt.

Syrische Armee beendet Belagerung bei Damaskus

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen konnten die wochenlange Belagerung eines Militärgebäudes im Osten der syrischen Hauptstadt Damaskus beenden und den von Islamisten errichtetem Belagerungsring durchbrechen. Der Durchbruch geschah nahe den Getreidemühlen östlich der Militärbasis und ermöglicht den schätzungsweise 200 eingeschlossenen Soldaten erstmals wieder die nötige Versorgung an Ressourcen und Verarztung von Verletzten.

Durch das Aufheben der Belagerung ist das strategische Ziel der Opposition in dieser Offensive, die Eroberung des Militärgeländes, gescheitert. Ihre Erfolge können trotzdem nicht unterschätzt werden, immerhin konnten sie fast gänzlich das Viertel Harasta erobern und bisher auch erfolgreich halten. Damit handelt es sich erstmals seit Jahren um eine „erfolgreiche“ Offensive in der Region um Ost-Ghouta, welches seit 2013 Gefechten ausgesetzt wird und nur durch viele Schmuggelrouten notdürftig versorgt wird. Es bleibt abzuwarten, welche weitere Operationen die syrische Armee in Ost-Ghouta unternehmen wird, um die Opposition militärisch zu bedrängen und die verlorenen Gebiete wieder zu erobern.

Der Angriff auf das sogenannte „Idarat al-Markabat“, einem Militärkomplex welcher vor allem zur Verwaltung von mechanischen Fahrzeugen der Armee dient, begann mit dem Einsatz eines Selbstmordattentäters (SVBIED) von Ahrar al-Sham auf die Verteidigungsstellungen der Armee. Am ersten Tag konnten die meisten Angriffe abgewehrt werden, an den darauf folgenden Tagen aber konnte Ahrar al-Sham und Faylaq al-Rahman die Bezirke al-Ajami und al-Hadayiq vollständig erobern und damit auch effektiv die letzte Verbindung zur Militärbasis kappen. Die Selbstmordattentäter sollen saudische Staatsbürger gewesen sein.

Neben der syrischen Armee sind verschiedene Milizen wie „Qalamoun Shield“ involviert, die Armee wird vor allem durch die Eliteeinheit der Republikanischen Garden verstärkt. Hinzu kommen Spezialkräfte der Polizei und die „Arab Nationalist Guard“, eine pan-arabische Miliz der regierenden Ba’ath-Partei. Auf Seiten der Opposition kämpfen die islamistischen Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham und Faylaq al-Rahman. Beide Seiten setzen schweres Kriegsgerät wie Panzer ein, die Armee setzt vor allem auf russische und syrische Luftschläge, während Ahrar al-Sham bisher zwei Selbstmordattentäter einsetzt.

Beide Seiten haben schwere Verluste erlitten, dutzende Soldaten der Armee wurden entweder gefangen genommen oder in Kämpfen getötet. Bisher wurden drei ranghohe Brigadegeneräle getötet. Im November 2017 wurde ebenfalls eine Offensive auf Harasta gestartet, die mit der partiellen Eroberung der Militärbasis und folgenden Rückeroberung endete

Armee versucht Belagerung einer Militärbasis aufzuheben

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Nachdem es der Opposition unter der Führung von Ahrar al-Sham gelang, ein Damaszener Viertel im Osten der syrischen Hauptstadt zu erobern und dadurch einen Militärstützpunkt der syrischen Armee zu belagern, startete die Regierungsarmee nun eine Gegenoffensive, um alle verloren gegangenen Gebiete wieder zu erobern. Die oppositionellen Streitkräfte um Ahrar al-Sham in dem seit mehreren Jahren belagerten Ost-Ghouta gelang es erstmals seit langer Zeit eine erfolgreiche Offensive gegen die Syrisch-Arabische Armee (SAA) in der Region.

Der Angriff auf das sogenannte „Idarat al-Markabat“, einem Militärkomplex welcher vor allem zur Verwaltung von mechanischen Fahrzeugen der Armee dient, begann mit dem Einsatz eines Selbstmordattentäters (SVBIED) von Ahrar al-Sham auf die Verteidigungsstellungen der Armee. Am ersten Tag konnten die meisten Angriffe abgewehrt werden, an den darauf folgenden Tagen aber konnte Ahrar al-Sham und Faylaq al-Rahman die Bezirke al-Ajami und al-Hadayiq vollständig erobern und damit auch effektiv die letzte Verbindung zur Militärbasis kappen. Die Selbstmordattentäter sollen saudische Staatsbürger gewesen sein.

Es konnten bereits erste Erfolge in der Gegenoffensive verzeichnet werden. In der Nähe eines Regierungsgebäudes soll die Armee die Moschee „Abu Bakr“ und das al-Bashr-Krankenhaus wiedererobert haben. Derzeitige Stellungen befinden sich etwa 200 bis 300 Meter von der belagerten Militärbasis entfernt.

Neben der syrischen Armee sind verschiedene Milizen wie „Qalamoun Shield“ involviert, die Armee wird vor allem durch die Eliteeinheit der Republikanischen Garden verstärkt. Hinzu kommen Spezialkräfte der Polizei und die „Arab Nationalist Guard“, eine pan-arabische Miliz der regierenden Ba’ath-Partei. Auf Seiten der Opposition kämpfen die islamistischen Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham und Faylaq al-Rahman. Beide Seiten setzen schweres Kriegsgerät wie Panzer ein, die Armee setzt vor allem auf russische und syrische Luftschläge, während Ahrar al-Sham bisher zwei Selbstmordattentäter einsetzt.

Beide Seiten haben schwere Verluste erlitten, dutzende Soldaten der Armee wurden entweder gefangen genommen oder in Kämpfen getötet. Bisher wurden drei ranghohe Brigadegeneräle getötet. Im November 2017 wurde ebenfalls eine Offensive auf Harasta gestartet, die mit der partiellen Eroberung der Militärbasis und folgenden Rückeroberung endete.

Armee startet Offensive in Jobar, Damaskus

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Jobar liegt ganz im Westen des grünen Kontrollbereiches

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) startete am Dienstag eine neue Offensive auf die umkämpften Viertel von Damaskus, diesmal handelt es sich um das Viertel Jobar im Osten der Stadt. Das dortige gehört zum Oppositionsgebiet Ost-Ghoutas und wird deswegen vor allem von Faylaq al-Rahman und Jaish al-Islam kontrolliert. Aber auch Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat al-Nusra und Jabhat Fateh al-Sham) und Ahrar al-Sham besitzen dort eine kleinere Präsenz.

Auf Seiten der Armee sind vor allem die Republikanischen Garden und kleinere Milizen aktiv. Unterstützung leisten die syrischen und russischen Luftstreitkräfte, die umliegende Viertel wie Ayn Tarmah und Zamalka bombardierten. Laut dem syrischen Fernsehen konnte man in Ayn Tarmah bereits Erfolge verzeichnen und 400m in das Gebiet vordringen.

Die Offensive ist Teil des Versuches, einerseits die gesamte Stadt Damaskus wieder unter die Kontrolle der syrischen Regierung zu bringen und andererseits das belagerte Gebiet in Ost-Ghouta zu schwächen. Jobar galt in der Vergangenheit als Eines der am stärksten befestigten Gebiete in Ost-Ghouta, eine Eroberung soll sich trotz der inneren Fraktionskämpfe der Opposition als schwierig gestalten. Vor rund 2 Monaten startete die Republikanische Garde und weitere Einheiten (die inzwischen in Dara’a aktiv sind) eine Offensive auf die Viertel von Qaboun und Barzeh weiter nordwestlich, die später kapituliert haben.

 

Schwere Kämpfe in Damaskus‘ östlichen Vierteln

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Einsatz von Selbstmordattentätern

Verschiedene oppositionelle Gruppierungen wie z.B. Jaysh al-Islam, Tahrir al-Sham, oder Faylaq al-Rahman (FSA) starteten am Sonntag vom Viertel Jobar aus einen Überraschungsangriff auf den Industriepark al-Qaboun mit dem Ziel, die Belagerung der drei, weiter nordwestlich liegenden Viertel aufzuheben. Diese Viertel sind allesamt seit 2013 vollständig belagert. Seit einigen Wochen begann die Syrisch-Arabische Armee unter dem Kommando der 4th Division, alle Viertel in und um Damaskus (bzw. Rif Dimashq) zu erobern. Als Reaktion auf diesen zunehmenden Druck startete man nun diese Gegenoffensive im Süden, um vor allem die aktive Front im Norden zu entlasten. Hauptaustragungsort dafür ist der dortige Industriepark.

Die Offensive begann mit dem Einsatz von zwei Selbstmordattentätern, die sich in einer Autobombe selbst entzündeten. Kämpfe begannen im gesamten Bezirk, besonders schwer aber sind die Gefechte um die dortige Busstation, die Umgebungen wie z.B. der al-Abbayaseen-Platz wurden zum Schutz von Zivilisten geräumt. Dennoch schlagen immer wieder Granaten in den dortigen Wohnungen ein. Auf der anderen Seite gibt es intensive Luftschläge der russischen und syrischen Luftwaffe. Wage Schätzungen der Toten sprechen von ~70 auf Seiten der Armee und ~90 auf Seiten der oppositionellen Milizen, die Angaben befinden sich also sehr nahe.  Nach ewigem hin und her scheinen sich die Frontlinien aber stabilisiert zu haben, es kam zu keinen besonderen Territorialveränderungen und die Belagerung der drei Viertel ist weiterhin in Kraft. Am Dienstag verlautbarte die Opposition „Phase 3“, die das gleiche Ziel wie die vorherigen „Phasen“ hatte. Ein Indikator dafür, dass alle primären Ziele nicht erreicht wurden.

Ein Ende der Kämpfe sind dennoch nicht in Sicht, während die belagerte Opposition seine Kampfkraft immer weiter aufreibt und schlecht ersetzen kann, zieht die Armee Einheiten aus Ost-Ghouta und Palmyra zusammen.